Forscher halten fahrerlose Autos bis 2020 für realistisch

16. April 2012, 15:01
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Zeitersparnis, effiziente Treibstoffnutzung und erhöhte Sicherheit

Selbstfahrende Autos könnten bis zum Jahr 2020 alltagstauglich sein. So lautet die Prognose von Larry Burns, dem ehemaligen Entwicklungschefs von General Motors in seinem Vortrag "Reinventing the Automobile" zu intelligenten Technologien bei Autos am Robotics Day der University of Michigan. Ihm zufolge ermöglichen selbstfahrende Autos eine Transformation der mobilen Systeme und Dienste.

Durchbruch nicht über Nacht

"Der Durchbruch geschieht nicht über Nacht, es handelt sich um einen Prozess", sagte Burns und hofft, dass diese Vorstellung Entwickler motiviere, dran zu bleiben. Auch Alberto Broggi, Leiter des Artificial Vision and Intelligent Systems Laboratory der Universität Parma (VisLab) sieht den Zeitraum als realistisch an, wie er im Gespräch mit Pressetext erklärt.

Vorteile

Vor allem im Bezug auf weitere Vorteile, die fahrerlose Autos mit sich bringen: Die Erhöhung von Sicherheit und einen flüssigeren Verkehr. Das Ersetzen menschlicher Lenker durch eine intelligente Autoflotte führe Burns zufolge außerdem zu einer effizienteren Treibstoffnutzung und Zeitersparnis. Im Durchschnitt verbringen Menschen bis zu anderthalb Stunden täglich in ihrem Auto. Selbstfahrende Autos kreieren eine neue Welt der Mobilität, sagt Burns, der seine Forschungsergebnisse den Wissenschaftlern von Google zur Verfügung gestellt hat. Der Internetkonzern ist ein Vorreiter im Konzept der smart cars, die in Kalifornien bereits ihre Testrunden drehen - der WebStandard berichtete.

Erst auf Autobahnen, danach im Straßenverkehr

Larry Burns weist darauf hin, dass die fahrerlosen Autos leichter sein sollen als die Fahrzeuge, die noch nicht ohne Lenker auskommen. Während bis 2020 entsprechende Autos auf Autobahnen und eigens angelegten Fahrspuren unterwegs sein könnten, sei für den Straßenverkehr das Jahr 2025 realistisch, schätzt VisLab-Forscher Broggi. In den kommenden Jahren müssten die smarten Autos noch zahlreiche Testfahrten und Szenarios bestehen, um potenzielle Gefahrenquellen auszumerzen. (ez, derStanndard.at, 16.4.2012) 

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