"Piratenschiffe waren die ersten direkt-demokratisch geführten Betriebe"

Interview | Rosa Winkler-Hermaden, 16. April 2012, 14:43
  • "Wir wollen mit der PPÖ nichts zu tun haben, das sind Pfuscher."
    foto: apa/parigger

    "Wir wollen mit der PPÖ nichts zu tun haben, das sind Pfuscher."

Spitzenkandidat Alexander Ofer über Online-Tools für mehr Bürgerbeteiligung und das Zerwürfnis mit der Bundespartei

Die Piratenpartei hat am Sonntag mit 3,8 Prozent der Stimmen den Einzug in den Innsbrucker Gemeinderat geschafft. Spitzenkandidat Alexander Ofer freut sich im Interview mit derStandard.at: "Das war unser großes Ziel." Um die Bürger wieder für die Politik zu interessieren, fordert er ein eigenes Online-Ressort im Innsbrucker Rathaus, das von den Piraten betreut werden soll. Warum er bei den Piraten keine Inhalstleere sieht, weshalb er die Bundespartei als "Pfuscher" bezeichnet und warum er es gut findet, dass Piraten und Sklaven auf den Schiffen gleichberechtigt waren, sagt er Rosa Winkler-Hermaden.

derStandard.at: Sie werden in den Innsbrucker Gemeinderat einziehen und haben am Wahlabend gesagt, Sie haben damit gerechnet. Warum waren Sie sich da so sicher?

Ofer: Ich habe die Umfrage-Werte von Deutschland hergenommen und hab mir gedacht, ein Drittel davon werden wir wohl in Innsbruck schaffen. Wir ziehen jetzt mit einem Mandat in den Gemeinderat ein. Das war unser großes Ziel.

derStandard.at: Profitieren die Österreichischen Piraten sehr stark von den Deutschen?

Ofer: Nein, das würde ich nicht so sagen. Wir wollen ihr System nicht übernehmen, sondern was Eigenes machen. Die Medienpräsenz war durch die deutschen Erfolge natürlich sehr stark. Das hat schon viel ausgemacht.

derStandard.at: Es gibt momentan eine allgemeine, große Unzufriedenheit mit der Politik. Ein Vorteil für die Piraten?

Ofer: Auf alle Fälle. Wir sehen auch noch großes Potenzial für die Landtagswahlen, die Leute für die Politik zu begeistern, es sind in Innsbruck nur 50 Prozent wählen gegangen. Mit unserem direkten Online-Tool wollen wir die Leute wieder mehr für die Politik interessieren.

derStandard.at: Was sagen Sie zu der niedrigen Wahlbeteiligung?

Ofer: Das ist traurig. In anderen Ländern kämpfen sie für ein Wahlrecht, bei uns geht gerade einmal die Hälfte wählen. Die Politiklethargie ist bei der Bevölkerung eingezogen - ein Verdienst der bisherigen Politiker. 

derStandard.at: Sie wollen ein neues System in die Politik bringen und fordern mehr direkte Demokratie - mit dem Ziel, dass die Piratenpartei dann auch wieder aufgelöst werden können.

Ofer: Wir stellen uns eine richtige Online-Demokratie vor, wo das Volk bestimmt. Da braucht es keine Parteien mehr.

derStandard.at: Wie sieht das in der Praxis aus?

Ofer: Wir stellen uns das so vor, dass das bereits in den Firmen Einzug hält. Firmen - oder zumindest ein Teil davon - sollen direktdemokratisch geführt werden. Die direkte Demokratie soll von unten nach oben gelebt werden. Das kann schon in der Familie beginnen, dass man die Meinungen der Kinder respektiert. Wir wollen das für die Politik aufbereiten, dass man online abstimmen kann.

derStandard.at: Politiker sind dann irgendwann überflüssig?

Ofer: Nicht wirklich. Es wird schon immer Politiker brauchen, die die Entscheidungen der Bevölkerung nach außen hin weitertragen, in andere Länder. Aber man kann Schritt für Schritt die demokratischen Systeme ausbauen. 

derStandard.at: Was werden Sie im Innsbrucker Gemeinderat als erstes umsetzen?

Ofer: Wir versuchen ein eigenes Ressort zu bekommen. Wir wollen, dass es ein eigenes Online-Ressort gibt, das unter der Schirmherrschaft der Piraten steht.

derStandard.at: Was sind die Aufgaben eines Online-Ressorts?

Ofer: Wir wollen die Webseite der Innsbrucker Stadt umbauen. Alles, was auf der Website veröffentlicht wird, soll man diskutieren, bewerten oder kommentieren können. Die Politiker haben dadurch gleich ein Feedback zu ihrer Arbeit. 

derStandard.at: Waren Sie immer schon politisch interessiert?

Ofer: In meiner Jugend war ich in der Gewerkschaft engagiert. Ich war sehr interessiert, bis ich gemerkt habe, wie das politische System bei den Gewerkschaftern funktioniert. Da habe ich mir gedacht, ich spiele da nicht mit. Obwohl ich sicher politische Karriere hätte machen können.

derStandard.at: Sie setzen sich also auch für soziale Themen ein.

Ofer: Ganz stark. Auch weil ich durch einen Krankheitsfall selber davon betroffen war. Ich habe zehn Jahre lang mit Sozialeinrichtungen des österreichischen Staats zu tun gehabt. Ich weiß ziemlich gut Bescheid, wie das abläuft, da will man schon einiges ändern. 

derStandard.at: Sie waren also bei der Gewerkschaft und Sozialpolitik ist Ihnen ein Anliegen. Warum ist die SPÖ keine Option für Sie?

Ofer: Als ich bei der Gewerkschaft war, war das noch sehr von der SPÖ geprägt. Das ist doch alles pseudo-sozial und im Endeffekt stimmen sie so ab, wie es vorher schon ausgemacht war. Das hat mich nicht interessiert.

derStandard.at: Die Grünen werfen den Piraten Inhaltsleere vor. 

Ofer: Das stimmt nicht, sie kopieren uns ja dauernd.

derStandard.at: In welcher Hinsicht?

Ofer: Sie sagen, sie sind die wahren Piraten. Die richtigen Computergenies seien bei ihnen. Also müssen wir anscheinend irgendwas haben, das ihnen fehlt. Sonst würden sie sich nicht mit uns vergleichen wollen.

derStandard.at: Was sagen Sie zum Vorwurf der Inhaltsleere? Man hört immer nur die Forderung nach mehr direkter Demokratie und von Initiativen im Bereich Netzpolitik. Was sind weitere Themen?

Ofer: Ich finde, das ist keine Inhaltsleere. Wir wollen ein ganz neues System etablieren, das ist Inhalt genug. Die Inhalte kommen dann eh von selber. Ich muss mich jetzt einmal in den Gemeinderat reinsetzen und schauen, was die Themen sind. 

derStandard.at: Den Piraten wird vorgeworfen, dass sie von Männern dominiert sind. Warum sind so wenige Frauen dabei?

Ofer: Das muss ich für uns verneinen, wir haben gut ein Drittel weiblichen Anteil. Wenn man das Online-Forum hernimmt, sogar die Hälfte. Da würde ich also nicht sagen, dass wir ein Problem mit Frauen haben. 

derStandard.at: Wieviele Mitglieder haben Sie denn insgesamt?

Ofer: Bei den Piraten Tirol ist das ein bisschen anders als bei der PPÖ. Jeder, der sich einklinkt und mitdiskutiert, ist eigentlich schon Mitglied. 

derStandard.at: Es gibt also keine offiziellen Mitglieder-Listen.

Ofer: Nein, weil wir ja direkte Demokratie wollen. Wir müssen für alle offen sein.

derStandard.at: Die Tiroler Piratenpartei war ursprünglich Teil der Bundesorganisation, ist aber ausgeschlossen worden. Warum?

Ofer: Nein, nein. Wir haben mit den Piraten in Tirol 2006 als Unterorganisation angefangen, sind im Laufe der letzten Jahren aber zwei-, dreimal aufgelöst und wieder neugegründet worden. Die Statuten der PPÖ sind dermaßen konfus und hochtrabend. Wir haben uns selber gegründet, mit eigenen Statuten. 

derStandard.at: Warum arbeiten Sie nicht mit der Bundesorganisation zusammen?

Ofer: Die wollen mit uns nicht zusammenarbeiten. Sie verurteilen uns, sie distanzieren sich von uns. Sie sind sauer, weil sie in Tirol Hoheitsgebiet verloren haben. Sie haben keine Landesorganisation im Moment. Das, was sie auf der Webseite publizieren, sind Lügen. Es gibt einige Unterorganisationen in Österreich, die überhaupt nicht aufscheinen. Laut ihren Statuten ist das eigentlich nicht möglich, weil keine Unterorganisationen bestehen dürfen.

derStandard.at: Was ist der Grund für das Zerwürfnis - was ist vorgefallen?

Ofer: Wir wollen mit der PPÖ nichts zu tun haben, das sind Pfuscher. Das sind ein paar Wahnsinnige und meinen sie können Österreichweit die Piratengeschicke lenken. Da sind wir strikt dagegen. Wir haben gesagt, wir wollen eigenständige, kleine Organisationen auf Landesebene, die selbständig agieren können. 

derStandard.at: In einem Artikel im Profil wurde thematisiert, dass die Bundespartei nichts mehr mit den Tiroler Piraten zu tun hat, unter anderem wegen des NS-Verbotsgesetzes, über das in Tirol diskutiert worden sein soll.

Ofer: Das sind leere, haltlose Vorwürfe. Wir distanzieren uns von der PPÖ. Ich weiß nicht, warum wir uns mit denen abgeben sollten. Wir werden sowieso versuchen, die PPÖ anzufechten, weil ihre Statuten haben mit einer Gründung einer Partei schon nichts mehr zu tun. Jede Satzänderung muss in einer periodischen Druckschrift erscheinen, das machen sie nicht regelmäßig, die veröffentlichen das höchstens online. Das ist gesetzeswidrig. Man muss sich anschauen, ob sie überhaupt existieren.

derStandard.at: Und die Abschaffung des NS-Verbotsgesetzes war also nie ein Thema bei den Tiroler Piraten?

Ofer: Überhaupt nicht. Wir sind nicht links, nicht rechts, wir sind ganz normale Menschen, wie jeder andere auch. Wir haben den Tiroler Adler im Logo, das find ich als Vorwurf ziemlich dünn.

derStandard.at: Wieso verwenden Sie den Adler?

Ofer: Weil wir in Tirol sind. Weil er mir gefallen hat. Er schaut piratig aus, zwar altbacken, aber Piraten gibt es schon lange. 

derStandard.at: Was gefällt Ihnen an Piraten - was verbinden Sie damit?

Ofer: Piratenschiffe waren die ersten direkt-demokratisch geführten Betriebe. Am Piratenschiff, wenn es nicht explizit einen Angriff gab, war jeder gleichberechtigt. Jeder Sklave hat dasselbe Stimmrecht wie ein Pirat gehabt. Das finde ich gut. Das sollten wir wieder übernehmen.

derStandard.at: Aber es gab doch auch sehr viel Brutalität.

Ofer: Ja, aber sie haben schon eine Sozial- und eine Rentenversicherung gehabt. Für den Verlust eines Armes hat man einen extra Teil von der Beute bekommen. Im Prinzip hat es also damals schon eine Invaliditätspension gegeben. 

derStandard.at: Was sind die weiteren Ziele der Tiroler Piraten?

Ofer: In zehn Monaten geht es weiter mit den Landtagswahlen, wir müssen ein Budget für den Wahlkampf aufstellen. Wie sagt man in der Computerbranche? Alle sechs Monate verdoppeln - das wäre natürlich optimal.

derStandard.at: Sind die Nationalratswahlen auch ein Thema?

Ofer: Noch nicht wirklich. Wir müssen zunächst eine Mediationsgeschichte mit der PPÖ machen und schauen, wie sich die Zusammenarbeit weiterentwickelt. Das kann man jetzt noch nicht sagen.

derStandard.at: Eine Versöhnung ist nicht ausgeschlossen?

Ofer: Nein. Aber ganz fruchtbar wird es nicht werden. Die Differenzen sind zu groß. (Rosa Winkler-Hermaden, derStandard.at, 16.4.2012)

Alexander Ofer (39) wurde in Hall in Tirol geboren, machte eine Lehre als Koch und ist heute Webmaster.

Link: entern.org

Die Piratenpartei Österreich hat den Tiroler Piraten in einer Stellungnahme zum Wahlerfolg in Innsbruck gratuliert: "Die Piratenpartei Österreichs nimmt die Tatsache, dass 1884 Menschen der Piratenbewegung in Tirol ihr Vertrauen geschenkt haben, mit Freude wahr und ist zuversichtlich, dass diesem Beispiel auch andere Bundesländer folgen werden."

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völlig wurscht... ein piratenschiff, genauso wie jedes andere schiff war und wird auch nie ein demokratischer betrieb sein... absolut unmöglich. und wie war das mit den sklaven nochmal? gleichberechtigt wie jeder pirat? genau... deswegen waren das ja auch SKLAVEN!!! und wenn dieser begriff nicht für gleiche rechte und freiheit steht welcher dann? -.-

omg was für ein depp

lesen sie mal nach:

http://de.wikipedia.org/wiki/Henr... ratencodex

Demokratische (Ab)wahl des Kapitäns, Krankengeld,...

ja danke für den link... hat absolut nichts mit DIREKTER Demokratie auf einem Schiff zu tun ... und ich sehe nix von wegen Sklaven haben ein Mitspracherecht (die waren Kompensation für verlorene Gliedmaßen, die haben sicher mitreden dürfen -.-).

Und das sie ihren Kapitän wählen dürfen und einen Teil der Beute bekommen... wow

Ich habe die Sklaven nie erwähnt, das war ein anderer Poster.

Und den Chef wählen und auch abwählen zu können und einen angemessenen Teil der "Beute" zu bekommen - das würden viele von uns sich doch auch wünschen. Oder sind hier alle mit ihrem Chef zufrieden - und damit, dass wir hackeln bis zum Umfallen und er und die Shareholders den Gewinn einstreifen?

5. sie können auch ihren chef wählen, sie müssen nur die piratenbande wechseln

7. auch sie bekommen einen fixen bestandteil der beute, der nennt sich gehalt

8. Wenn sie weiter oben in der hirarchie ihrer piratenbande sind bekommen sie auch mehr, nämlich ein besseres gehalt und glauben sie mir auch damals hat der priatenkapitän mehr bekommen als der dritte segelzieher von rechts.

9. hat die piratenpartei weder ihre ideen noch ihren namen wegen des großen sozialen engagements der piraten... sondern wegen dem internet!!!!

10. bitte verschonen sie mich mit ihrer geschichtsromantik... wissen sie, die ritter hatten auch einen super sozialen und total netten codex und deshalb war auch das mittelalter die schönste zeit der menschheitsgeschichte

das war kein poster sondern der nette herr der das interview gegeben hat.

1. nochmal, das hat nichts mit direkter demokratie zu tun... sondern wenn dann damit eine bestimmte person zu wählen die dann für sie entscheiden darf... das ist keine direkte demokratie

2. waren das maßnahmen die vor oder nach der benutzung des schiffes durchgeführt wurden, aber sicher nicht auf dem schiff, dh das piratenschiff war sicher nicht der erste direkt-demokratisch geführte betrieb - qed

3. glauben sie wirklich das zb ein herr störtebeker sich auch nur einen furz um einen "piratencodex" gekümmert hat? na sicher nicht! beute aufteilen gehört bei ganoven zum geschäft, da sind die piraten keine ausnahme

4. im link geht es nur um freibeuter keine piraten

Ist schon klar

dass die Piraten das für sich selbst fordern.

Volkspartei

Noch mehr unpässliche Assoziationen kann man aus "Volkspartei" rauskitzeln ...

bitte piratInnen, emanzipiert euch von google, apple & co - http://www.pixelbar.be/blog/vors... en-sollte/

Das Hauptproblem bei diesen

von den Piraten so heftig propagierten Online-Abstimmungen besteht darin, dass dabei immer nur entweder für Lösung A oder für Lösung B gestimmt werden kann. Aber moderne Demoktratien leben vor allem von der Fähigkeit Kompromisse auszuverhandeln und diese letztlich auch zu akzeptieren, auch wenn nicht 100% der eigenen Position umgesetzt werden.

Genau daran krankt aber derzeit unser politisches System und die Piraten sind nach meinen bisherigen Beobachtungen (vermutlich aufgrund ihrer Computer-Affinität - es gibt nur 0 und 1) eine ganz besondere Ausprägung dieses Schwarz-Weiß-Denkens, das letztlich nichts anderes als Intoleranz bedeutet.

Diesem Direkten-Demokratie-Gedanken liegt immer zu Grunde, dass...

...das Volk eine einhellige, vernünftige Meinung vertritt, und die Politiker nur zu dumm zum Umsetzen sind.
Tatsache ist, wenn ich frage ob der Mistkübel in der A-Gasse oder in der B-Gasse stehen soll, krieg ich 52% für A (die Bewohner von B) und 48% für B (die Bewohner von A). Setzt man so um, werden die A sagen, Sch**ßpolitiker, haben meinen Willen nicht umgesetzt.
Das gilt durchaus auch bei Bundesthemen, wie dem Sparpaket, Klimazielen etc.
"Sparen sollen die Anderen", wiss ma eh, dazu brauch ich keine Abstimmung.
Es sind daher moderative und kommunikative Fähigkeiten gefragt, gemeinsam mit den Betroffenen zu einer fairen Lösung zu kommen. DAS braucht die Politik so dringend...

Das ist defacto falsch.
Einige Vorredner haben eh schon darauf hin gewiesen das es einen eklatanten Unterschied zwischen ecten delegated Voting Systemen und Dinge wie die OPÖ gibt.

Siehe Vortrag und Diskussion zum Thema LQFB von Markus Stoff:
http://tv.sozialebewegungen.org/2011/11/1... democracy/

Ganz im Gegenteil, Liquid Feedback/Democracy lebt nicht von Lösung A oder Lösung B sondern von Konsensfindung. Bevor Sie unreflektiert ihr Unwissen zur Schau stellen, würde es Ihnen gut tun, ein bisschen zu recherchieren.

Mag sein, dass meine bisherige Befassung

mit diesem konkreten Phänomen noch nicht intensiv genug war, aber glauben Sie mir: ich beschäftige mich bereits jahrzehntelang sowohl beruflich als auch privat mit politischen Entscheidungsprozessen, sodass ich mir anmaße zu behaupten: über ein Nischendasein werden weder die Piraten noch die vorgeschlagenen IT-Lösungen zur Basisdemokratie hinauskommen. Und das ist auch gut so, weil letztlich ist der virtuelle Raum nur ein kleiner Aspekt des Phänomens das sich menschliches Leben nennt. Für Computerfreaks wahrscheinlich unvorstellbar, aber wahr!

i lol'd

"„Das Auto hat keine Zukunft. Ich setze auf das Pferd“ (Kaiser Wilhelm II)

Ich glaube zusätzlich noch, dass politisches Engagement mehr sein sollte als ein Klick auf einen "Gefällt-mir" Button. Wenn ich aus dem Haus muss, um demonstrieren, oder wählen zu gehen, werde ich mir wohl mehr Gedanken darüber machen, was ich eigentlich will. Demonstrieren gehen sehr oft nur die Leute, die es wirklich betrifft, während ich die Befürchtung habe, dass im Internet Leute abstimmen werden, die sich vielleicht fünf Minuten mit dem Thema Studiengebühren o.ä. beschäftigt haben.

völlig korrekt, ganz abgesehen dass man mit solchen Umfragen relativ einfach Ergebnisse manipulieren kann (nicht nur technisch, sondern ganz einfach von der Fragestellung und Antwortmöglichkeit her)

LiquidFeedBack

Haben Sie sich das angesprochene System schon mal angeschaut?
Wenn ja könnten Sie diese Aussage nicht tätigen..
Bitte wenigstens googeln bevor Sie kritisieren..

Auch diese Internet-Abstimmungen sind Fiktion

weil praktisch nur schwer durchführbar. Um umsetzbar zu werden müssten die Internet-Wähler registriert und indentitätsgeprüft werden. Und auch dann wäre es nur eine Willenskundgebung die für die Anwendung den gesetzgeberischen Rahmen bräuchte.
Selbst wenn diese Anti-Bewegung weiteren Zulauf bekäme, eine notwendige Mehrheit dazu wird sie niemals erringen.

"Primatenpartei" würde eher stimmen

die website ist ein offenbarungseid

teilweise naiv-kindliche vorstellungen von politik. beispielzitat von ofer: "Ich werde hören was die Masse will und das umsetzen, was am besten für alle ist." ja eh. so einfach ist. warum sind wir da nicht bloß vorher drauf gekommen?!

teilweise forderungen, die einen "seltsamen" zungenschlag aufweisen. zitat eines kollegen von ofer: "Arbeit, Kaufkraft & liquide Mittel für die normalen, einfachen Tiroler, ihre Familien & ihre Feunde."

website: https://sites.google.com/site/pira... -alexander

grundeinkommen - gibt es in der schweiz jetzt auch eine breite bürgerinitiative dafür.

nein, das ist braun-angechauchte ahnungslosigkeit! vielleicht ist es sogar noch noch politik, aber mehr demokratie ist es nicht mehr! politik gegen das system und ohne parteien im klassischen sinne ist politk jenseits der demokratie!

Ich bin sicher, dass ich auch genug Befürworter finden würde,

wenn ich vorschlage, dass jeder Österreicher einmalig eine Million Euro geschenkt bekommt

es geht mir nicht um die forderung eines grundeinkommens, sondern um die formulierung. geld für "normale tiroler und ihre freunde." das ist bestenfalls stilistisch schwach und naiv, schlimmstenfalls verrät es uns etwas über eine ideologie im hintergrund. wer "normale menschen" im politischen diskurs erwähnt, steht nicht gerade im verdacht, auf der höhe der zeit zu denken.

Was erwarten Sie

von einem Kochlehrling der nicht weiss warum er im Gemeinderat gelandet ist?

Finden Sie Köche dumm und primitiv?

Die Betonung liegt auf Lehrling,

Lehrlinge sind was die Welt braucht!

Betonung ^^ Jaja

Genauso viel, wie von einem,der vom Hörsaal in den Plenarsaal wandert!

super...

...dann soll ein jurist bitte mein auto reparieren, der hausmeister eine herztransplantation durchführen und vielleicht noch der bundespräsident einen entwurf für eine hotelanlage in den alpen ausarbeiten.
und der bischof wird in den ösv-kader aufgenommen.

nur weil alle menschen gleichwertig sind, heißt das nicht, dass jeder für alles geeignet bzw. ausgebildet ist.

Sie haben scheinbar den Sinn meines postings missverstanden !

Der Titel

wenn so gesagt ist meines Erachtens eine nicht richtige Aussage. Das Recht des Stärkeren hat bei den Piraten geherrscht. - wie übrigens bei allen chaotischen anarchistischen Gruppierungen - auch bei denen, die vorgeben es (nicht) zu sein.

zählen sie bitte mal ein paar chaotische, anarchistische Gruppierungen auf.

alle Gruppen,

die bunt zusammengewürfelt am anfang ihrer evolution stehen. Rangdynamik ist die folge einer angst, dei im chaos wirkt. Sie ist eines der instrumente um die vorgänge berechenbar zu machen. dadurch entsteht dann eben eine hierarchie. demokratie ist vielleicht nur eine augenauswischerei, die es zwar als traum aber nicht in der realität gibt.

1. Sollte er mal Geschichte lernen.
(Copyright der Oide)

2. Sollte er mal eine Einführung in politischer Bildung besuchen.

3. Der Herr hat einer der hässlichste Websites ever. Nerdfaktor hoch 10.

4. Dieser Mensch hat uns außer inhaltsleeres Geschwafel nichts zu sagen, wie man einen solchen als Volksvertreter wählen kann, ist mir ein Rätsel.

5. Der Mann ist ein Negativbeispiel für das Anliegen für mehr Bürgerbeteiligung. Bürgerbeteiligung kann nicht bedeuten, dass kompetenzlose Schreien die Entscheidungsprozesse in der Demokratie bestimmen.
Bürgerbeteiligung setzt auch voraus, dass die Menschen sich auch wirklich sachlich mit Themen auseinander setzen. Das bedarf auch entsprechender formaler Strukturen.

Bei den meisten Menschen...

...beschränkt sich die Begeisterung für Piraten auf Faschingsdienstage im Kindergarten und der Volksschule.

Wer weiß... vielleicht gibts ja bald eine Cowboy-Partei, die schwarzen Ritter oder Spidermänner.

vergiss nicht die prinzessinnenpartei!

"ein grundrecht auf den traumprinzen steht allen zu! da sollen dann alle mädchen basisdemokratisch auf bravo.de abstimmen, wen sie heiraten wollen. da das die masse der user abgestimmt hat, ist das auch demokratisch und gehört unverzüglich umgesetzt. sollten jungs sich gegen diese demokratisch legitimierte zwangsheirat wehren, werden sie als voklsschädlinge, die gegen das wohl der masse arbeiten, werden sie in den inn geworfen"

warum eigentlich 'piraten'?

'chaoten' wäre ehrlicher!

wobei: chaoten haben üblicherweise einen plan und eine idee. doch nicht mal das haben diese 'tiroler adler'

in 5 bis 10 jahren werden sie wieder verschwunden sein und der demokratie in diesem land mit ihrer wischi-waschi-demokratie weiteren großen schaden zugefügt haben!

großer schaden

ja dann erklär mir mal wie sie tirol großen schaden anrichten sollen?

1 mandatar von 40 ist ein pirat!

da Platzgummer hat uns da schon mehr Schaden angerichtet mit seiner Olympiaworld-Million ( € )

weil sie für ihre sympathisanten eine hoffnung darstellen.

und es gibt nicht viel schlimmeres als enttäuschte hoffnungen.
d.h. in ein paar jahren werden die leute, die heute schon heute wegen ihrer absenz und ihrer mitmachverweigerung (im internet wo hinklicken ist keine mitarbeit!) das wahre problem darstellen, NOCH frustrierter und enttäuschter sein.

ps.: da sie von 'million' schreiben.
gerade eine 'partei' wie die piraten locken glücksritter an (die schnell wachsende fpö der 90er jahre hat es ja vorgemacht). und es werden sich viele auf funktionärsposten wiederfinden. jede wette, dass gerade die, sobald sie entsprechende öffentliche ämter einnehmen, sich die taschen mit mehr als einer million füllen!

etwas haben sie gemeinsam mit BZÖ/FPK/FPÖ

nur, daß sie es noch früher machen - noch nicht mal richtig gegründet und schon streiten sie sich und spalten sich auf.
selbst wenn man gewisse punkte aus ihrem programm gut findet - so eine partei muß man einfach meiden. eine bei der man heute nicht weiß was morgen passiert....ist übrigens bei den deutschen genauso. die schliessen doch auch hochrangige mitglieder wegen streitigkeiten aus.

einfach ein lächerlicher haufen.

Da lob' ich mir die anderen etablierten Parteien, bei denen muss schon mindestens ein Massenmörder sein, um ausgeschlossen zu werden ...

Da glaubt man man die heimische Politik sei bereits auf einem Niveau, das sich nicht mehr absenken lässt. Und dann liest man dieses Interview...

Die Priaten sind die größten Gegner der Piraten, so schaut's aus.

seufz. warte auf die hexenpartei, der tret ich dann bei - denn eigentlich haben die hexen die demokratie erfunden...

ok, vielleicht missverständliches posting. aber behaupten, die piraten hätten die demokratie erfunden, kann auch nur, wer ausschließlich mit 'fluch der karibik' sozialisiert wurde - und ich warte jetzt eben, bis die potter-jugendlichen ins entsprechende alter kommen!

ich frage mich...

... wieso die sich Online und Internet Partei nennen, mit einer so schlechten Homepage!

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