"Crysis 3": Rachefeldzug in New Yorks Regenwald

16. April 2012, 14:11
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Neue Welten und Alien-Technologie sollen Finale zurück zu den Sandbox-Wurzeln der Trilogie holen.

EA und Crytek haben die Shooter-Fortsetzung "Crysis 3" angekündigt. Das Spiel wird auf Basis der hauseigenen CryEngine entwickelt und im Frühjahr 2013 für PS3, Xbox360 und PC erscheinen.

Prophet im Dschungel

In "Crysis 3" übernehmen die Spieler die Rolle von Prophet, der bei seiner Rückkehr nach New York feststellt, dass der Big Apple unter einem von der korrupten CELL-Corporation errichteten Nanodom liegt. Der New York City Liberty Dome ist ein urbaner Regenwald, komplett mit überwucherten Baumgebieten, dichten Sümpfen und reißenden Flüssen. Im Inneren des Liberty Dome befinden sich sieben gefährliche Areale, die als die Sieben Wunder bekannt geworden sind. Dieser tückischen, riskanten neuen Welt begegnet man erwartungsgemäß mit modernen Waffen und einem Gespür für Taktik. Prophet verfügt über einen Kompositbogen, einen verbesserten Nanosuit und wird nicht zuletzt dank der Alien-Technologie "zum tödlichsten Jäger des Planeten", so die Schöpfer. 

Zurück zum Sandkasten

Nach dem stärker geskripteten zweiten Teil soll "Crysis 3" zum Abschluss der Trilogie wieder verstärkt auf ein offenes Sandbox-Gameplay bauen. Die sieben unterschiedlichen Areale wurden mit Bedacht auf spielerische Freiheit designt, erklärt Cevat Yerli, Chief Executive Officer von Crytek gegenüber dem WebStandard. Die Vielfalt würde weiters durch den Einsatz neuer Technologien und erstmals auch die Nutzbarkeit von Alien-Waffen erhöht. 

Story im Fokus

Die Kritik der Spieler an der undurchsichtigen Story des Vorgängers hat man sich zu Herzen genommen, so Yerli. "Die Geschichte war unsere größte Hausaufgabe." Der Sandbox-Shooter ist im Jahr 2047 angesiedelt. Prophet will Rache nehmen, nachdem er die Wahrheit über die Motive der CELL-Corporation für den Bau des unter Quarantäne stehenden Nanodoms herausgefunden hat. Den Bürgern wurde gesagt, dass die gewaltigen, stadtweiten Strukturen errichtet wurden, um die Bevölkerung zu beschützen und die Großstädte von den Überresten der Ceph-Streitkräfte zu säubern. In Wahrheit sind die Nanodome der Versuch von CELL, insgeheim Land und Technologien an sich zu reißen, um letztlich die Weltherrschaft zu übernehmen.

Zugänglicher und neue Tricks

Zum Multiplayer wollte Yerli im Gespräch noch keine Details verraten. Allerdings habe man die Lernkurve im Vergleich zum zweiten Teil abgeflacht und Mehrspielergefechte zugänglicher gemacht.

Bei der Spielgrafik habe man erneut Wege zur Optimierung gefunden. Dennoch, so der Entwickler, seien gewisse Effekte der PC-Version vorbehalten. "Die PC-Version wird nochmals deutlich schöner." Das läge an der mittlerweile in die Jahre gekommenen Technologie der aktuellen Konsolengeneration, die moderne DirectX 11-Features, wie "Tesselation" zur detailreicheren Darstellung von Oberflächen, nicht unterstützen. Zur nächsten Konsolengeneration durfte sich Yerli aufgrund von Verschwiegenheitserklärungen noch nicht äußern. Dass "Crysis" auf der nächsten PlayStation oder Xbox fortgesetzt würde, will er aber nicht ausschließen. (zw, derStandard.at, 16.4.2012)

  • Prophet auf Rachefeldzug
    foto: crytek

    Prophet auf Rachefeldzug

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