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Krems - Im Zusammenhang mit den ungeklärten Todesfällen in Wien und Niederösterreich wird das Verfahren gegen den Sohn der mordverdächtigen Bogumila W. (51) auch nach dessen Einvernahme am vergangenen Freitag fortgeführt. Der 28-Jährige habe sich nicht geständig gezeigt, bestätigte die Staatsanwaltschaft Krems am Montag die Angaben von dessen Verteidiger. Für die Anklagebehörde sind die Vorwürfe aber dadurch offensichtlich nicht entkräftet.
"Er bestreitet jede unrechtmäßige Bereicherung und sagt, dass alle Geschäfte mit Wissen und Willen des Verstorbenen abgewickelt wurden", sagte Behördensprecher Franz Hütter. Der 28-Jährige steht wegen vermögensrechtlicher Delikte im Verdacht. Wegen Mordes oder Beihilfe zum Mord wird nicht gegen ihn ermittelt.
Hütter bestätigte auch einen Bericht der "Kronen Zeitung" vom Wochenende, wonach sich die Verdächtige "seit mehreren Tagen" in der psychiatrischen Abteilung befinde - "aus medizinischen Gründen", wie es hieß.
Giftmorde vermutet
Die 51-Jährige soll den 68-jährigen Wiener Herbert A. und den Niederösterreicher Alois F. (62) als deren Pflegerin mit Arsen bzw. einem pflanzlichen Gift getötet haben, um an deren Vermögenswerte zu gelangen. Nachdem bei einer ersten Gewebeprobe bei dem Wiener eine um das 50-fache höhere Arsenbelastung als im Normalfall festgestellt wurde, befindet sich die Frau seit Ende März in Krems in U-Haft. Die nächste Haftprüfung soll am 14. Mai stattfinden.
Bezüglich eines laut einer Zeugin möglichen dritten Opfers wisse man noch nichts genaueres, so Hütter. Die Aussage - Bogumila W. soll von Herbert A. regelmäßig zu einer alten Frau gebracht worden sein, die sie ebenfalls betreut habe, und nach deren plötzlichem Tod sämtlichen Schmuck geerbt haben - sei "sehr unkonkret". Man habe nach wie vor nicht einmal einen Namen des angeblichen Opfers, betonte der Sprecher. Auch die Polin habe die Anschuldigungen zurückgewiesen: Sie kenne weder die Zeugin noch habe sie eine alte Frau gepflegt, so ihre Aussage.
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