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Nairobi/Wien - Am Horn von Afrika droht wieder Nahrungsmittelknappheit. In Somalia werde es in den kommenden Monaten nur unzureichende Regenfälle geben, was die Erholung von der schweren Hungersnot im vergangenen Jahr gefährden könnte, warnten 21 in dem ostafrikanischen Staat tätige Hilfsorganisationen. 2011 hatte die katastrophale Situation Hunderttausende Menschen in die Flucht getrieben.
"Die Zahl der Menschen, die auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen sind, wird weiter steigen", hieß es in einer Aussendung der Hilfsorganisation CARE am Montag, in der an die internationale Gemeinschaft appelliert wurde, Somalia weiterhin als Priorität zu behandeln. Denn aktuell existiere eine erhebliche Lücke zwischen dem von der UNO geschätzten Hilfsbedarf und den für 2012 gemachten Zusagen.
Deutlich weniger Regenfälle erwartet
Das Frühwarnsystem für Hungersnöte, Fewsnet (Famine Early Warning Systems Network), geht davon aus, dass die nächsten Regenfälle am Horn von Afrika erst spät einsetzen, kürzer ausfallen und regional beschränkt sein werden. Insgesamt werden sie vermutlich nur etwa 60 bis 85 Prozent des Durchschnitts der vergangenen Jahre betragen. Gegenüber früheren Vorhersagen bedeutet diese Prognose eine wesentliche Verschlechterung. Für die betroffenen Regionen hätte dies negative Auswirkungen auf die Ernte, die Regenerierung von Weideland und die Wiederauffüllung von Wasserspeichern.
Betragen die Niederschläge nur 60 Prozent des Durchschnitts, muss am gesamten Horn von Afrika mit Missernten gerechnet werden - wie im vergangenen Jahr, als dies Hauptauslöser für die schwere Nahrungsmittelkrise war. (APA, 16.4.2012)
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