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Es ist erst wenige Tage her, da trat Sony-Boss Kazuo Hirai vor die versammelte Weltpresse, und verkündete lautstark: "Die Zeit des Wandels ist für Sony gekommen". Natürlich nicht ohne anzufügen, dass er davon überzeugt sei, dass dies auch gelingen werde. Außerhalb des Unternehmens sieht man die Situation etwas kritischer: Sony führe derzeit nicht nur den Kampf seines Lebens, sondern vor allem den Kampf UM sein Leben, attestiert denn auch die New York Times in einem aktuellen Artikel.
Zahlen
Das traditionsreiche Unternehmen, das in der Vergangenheit wie kein anderes die technologische Macht Japans symbolisiert hatte, steckt längst in einer tiefen Krise. Seit dem Jahr 2008 hat man keinerlei gewinnbringendes Quartal mehr vermelden können, für das laufende Geschäftsjahr wird ein gigantischer Verlust in der Höhe von 6,4 Milliarden US-Dollar erwartet. Eine Situation, in der selbst ehemalige Sony-Manager nicht mehr so recht an ein Comeback glaube wollen, das Spiel sei beinahe schon vorbei, so Yoshiaki Sakito, der zwischenzeitlich auch für Walt Disney und Apple gearbeitet hat.
Ursachenforschung
Dabei stellt sich natürlich die Frage, wie es überhaupt passieren konnte, dass ein noch vor wenigen Jahren so hoch angesehenes Unternehmen in eine derart tiefe Krise schlittern konnte. Die New York Times sieht die Ursache vor allem im konsequenten Verschlafen so ziemlich aller Trends der vergangenen Jahre, sei es die zunehmende Digitalisierung des Alltags oder auch der Aufstieg des Internets als zentrale Plattform. Nach und nach sei jeder Bereich, in dem sich Sony engagiert habe, von neuen Konkurrenten und Technologien grundlegend umgestaltet worden - und Sony so weggebrochen.
Voraussetzungen
Dabei wäre man eigentlich in einer optimalen Ausgangsposition gewesen, wie sich an einem prominenten Beispiel zeigen lässt: Mit der Walkman-Tradition im Hintergrund und eigenen Musikrechten in der Hand hätte man lange vor Apple den digitalen Musikmarkt erobern können. Doch statt dessen verstrickte man sich in internen Auseinandersetzungen, die Hardwareentwicklung wollte nicht, dass die Contentabteilung zu viel Macht bekommt. Zudem versteifte man sich auch noch auf den Kampf gegen das Kopieren von Musik und setzte auf eigene, proprietäre Musikformate, anstatt die Nutzung möglichst einfach zu machen. Und so war der Weg frei für Apple und dessen iPod.
Alternativen
Auch in anderen Bereichen - etwa beim Verkauf von digitaler Musik online - legte man veritable Bauchlandungen hin, womit nicht zuletzt der gute Ruf von Sony flöten ging, was wieder um eine Abwärtsspirale zur Folge hatte. Denn ohne den guten Markennamen fällt es eben deutlich schwerer einen "Premium-Preis" für die eigenen Produkte zu veranschlagen, die KonsumentInnen sehen sich immer mehr nach kostengünstigen Alternativen um - und von denen gibt es gerade am asiatischen Markt jede Menge.
Streitigkeiten
Zu all dem kämen aber auch interne Machtkämpfe berichtet die Zeitung: Auch wenn die Unternehmenschefs nach außen signalisieren, dass sie durchaus verstanden haben, was zu tun sei, wäre dies nicht so einfach umzusetzen. Einzelne - sehr mächtige - Abteilungsleiter würden sich gegen jegliche Veränderung, zum Teil aber auch gleich ganz gegen die Zusammenarbeit mit anderen Sony-Abteilungen sperren. Und diese seien sehr talentiert darin ihren Job zu erhalten. So berichtet etwa ein anonym bleiben wollender Sony-Manager davon, dass er mit Verblüffung festgestellt habe, dass ein eigentlich entlassener Abteilungsleiter plötzlich an anderer Stelle wieder aufgetaucht sei - oder auch nie weg war, so wirklich habe er das nie feststellen können.
Vergleich
Als zunehmendes Problem für Sony stellt sich zudem das breite Portfolio des Konzerns dar: Der Konzern stelle einfach viel zu viele unterschiedliche Modelle her, und könne dann bei keinem sagen: "Das ist das Beste", resümiert Yoshiaki Sakito. Das sei bei Apple mit dem iPhone grundlegend anders - und auch Teil des Erfolgsrezepts. (red, derStandard.at, 16.04.12)
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Sony den Schutz vor Raubkopien und die Verwendung proprietärer Lösungen vorzuwerfen und dann in demselben Satz Apple zu loben ist ziemlich pervers.
Sonys Problem ist denke ich das Marketing. Sony hatte traditionell sehr oft die technologisch besten Lösungen (siehe z.B. Mini-Disc) aber hat es nicht geschafft diese zu Standards zu machen. Und gerade Apple hat den Vorteil dass der wichtigste Markt für early adopters eben der US-Markt ist, und dort haben sie natürlich die größte Marketingkompetenz, wissen ganz genau wie man die Käufer einlullt und das Maximum aus ihnen rausquetscht.
hab' ich noch in Form einer USB-Stick/MP3-Player Kombination in Erinnerung:
Sony zwang einem dabei ein Konvertierungsprogramm am PC auf, mit dem man lediglich von einem PC aus die MP3s in einem kopiergeschützten Format auf den Player bringen konnte.
Ab dem Moment wo von einem anderen PC Lieder auf den Stick übertragen wurden, funktionierten die anderen Lieder am Stick nicht mehr.
(Kodiertes Audio-Dateiformat mit einer vom PC für den MP3-Player vergebenen ID zur Entschlüsselung?)
Jeder 0815-MP3/USB-Stick konnte (wie zu erwarten) die MP3s abspielen, die man manuell draufkopierte.
Schon damals eine "großartige Innovation" von Sony.
...wird das Ruder bestimmt rumreißen.
Sie wissen schon, das neue Gerät welches keine PS3-Spiele abspielen kann und welches mit technischen Sperren die Nutzung von Gebrauchtspielen verhindert und bei denen man Spiele bei der Aktivierung mit den PSN-Konto verknüpfen muss.
Auf solche Inovationen hat die Welt gewartet.
die tatsache, dass ich auf der offiziellen sony homepage knappe 3 stunden gebraucht habe, bis ich eine telefonnummer für österreichische supportanfragen zum psn gefunden habe (schrecklich dieses layout und schrecklich dieser q&a bereich), war ich dann vom telefonsupport doch angenehm überrascht. meine alte ps3 ging nämlich ein - weil ich vor jahren ein fiktives geburtsdatum bei meinem psn-account angegeben hatte, konnte ich mich auf der neuen ps3 nicht mehr einloggen. dachte zuerst, dass das ein peinlicher anruf werden würde, aber denkste. der service-ma hatte dafür vollstes verständnis und nach ein paar identitätsnachweisfragen hatte ich auch schon seine helfende hand. kann ich nix gegen sagen!
Ein DVD Laufwerk war defekt, es zerriss alle Medien. Nein, ein normaler Umtausch war nicht möglich. Zuerst die Telefon-Hotline.
Welches Betriebssystem? Welche Service Packs? Welche Rohlingen? (Nein, es passiert nicht nur mit RW Medien, das passiert mit allen!) Egal, es muss mit den Herstellern der Marke XYZ getestet werden. Wo bekommt man die? Das kann ich ihnen auch nicht sagen, probieren sies mal bei Mediamarkt, Saturn, etc.
Dort gabs die aber nicht, irgendein Internetversand hat die dann geschickt - natürlich zerriss es auch diese.
OK, bitte bringen sie das Gerät in unsere Servicestelle (Angabe der Adresse folgte) - Nur - an dieser Adresse war ein ehemaliger Sony-Servicepartner, der seit 4 Jahren nichts mehr mit Sony zu tun hatte!
Ein mir bekannter Geschäftsmann hatte einen der ersten kleinen Sony Notebooks und war weltweit damit unterwegs. Als der Akku einging, begann das Debakel: Es gab diesen aufteckbaren Akku nicht zu kaufen, man sollte das ganze Gerät einsenden und dort würde der Akku getauscht werden. Ging natürlich nicht, der Kunde war fast nur unterwegs. Diesen Akku gabs nicht in der Zubehörliste, Ersatzteile hingegen konnte man nicht bestellen. Hingegen konnte man einen mit 3facher Kapazität bestellen, der machte aber das Gerät wesentlich unhandlicher und schwerer. Das Problem konnte ich nur lösen, als ich in den USA einen Third Party Hersteller des Akkus fand ...
Sony hat trotz ziemlichem Druck von mir nicht geholfen.
Sony wollte die Kunden verarschen und hat das natürlich entsprechend bezahlt!
Musik-CDs, welche durch einen "Kopierschutz" so verhunzt waren, daß auf Windows/Mac Computern bzw. Auto-CD-Playern die CDs nicht zu gebrauchen waren.
Die unerlaubte Installation von "Kopierschutzmechanismen" auf Windows Rechnern führte zu instabilen Systemen.
Playstation 3 Debakel.
Rückrufaktionen für Digitalkameras mit defekten Sony-Sensoren oder die kaputten Akkus haben die alte Qualitätsmarke Sony zusätzlich getroffen.
Wo Sony noch vorne dabei ist, ist wohl nur noch die Sparte Robotik und Sony Vegas ...
ueberheblich geworden, der primaere fehler war das die glaubten weil sony draufsteht koennen die alles teurer als die anderen hersteller verkaufen, dieser irrglaube spiegelt sich im momentanen resultat.
Damals ein tolles Format und ein robuster Datenträger, jegliches Potential von dieser dummen Firma verspielt. Erst viel später kamen Rootkits u.ä.... BluRay durch Marktposition gegen das offenere HD-DVD-Format durchgeprescht ... u.s.w.
Sollen untergehen, werde sie nicht vermissen.
Schade um den Laden, hatten früher tolle Sachen - ich habe immer noch einen Fernseher, einen Stand-CD-Player und das 2. Discman-Modell, also den 2. tragbaren CD-Player den es gab, da hamm die Leut damals geschaut im Zug ;o)
Alles 18 Jahre und älter, und alles noch in Betrieb (nur der Discman-Akku ist zu erwartenderweise im Eck und beim Fernseher kracht es manchmal im Lautsprecher).
Seit einigen Jahren schon sind aber nicht mal mehr die TV-Geräte überzeugend, früher DAS Paradegebiet von Sony.
Spätestens mit der Rootkit-Affäre war es dann endgültig sowas von vorbei...
Rundfunktauglichen Geräte konnten, "durften", die "Amateur"-MD nicht lesen, was ja nicht weiter tragisch gewesen wäre, wenn diese MD nicht von den Kommerz-Kisten sogleich (trotz Schreibschutz!) einen "frischen" Header gekriegt hätten und somit auch von den Walkman-Geräten als leer betrachtet wurden… Das alles diente nach SONIE nur der Qualitätssicherung, man wollte nicht dass deren Consumerschrott den Guten Ruf (TM) des professionellen SONIE-Equipments beeinträchtige.
Klarologo kriegten wir die Interviews nach Studium des Dateiformats (auf einer UNIX-Kiste) wieder hergestellt - aber das gesamte Equipment worauf SONIE oder TONY oder sowas ähnliches stand, flog aus dieser Rundfunkanstalt raus.
Und die Leutz hatten kein Schweigegelübde…
Ich bin mit meinen Sony Produkten sehr zufrieden. Die SLT ist klasse, macht schöne Bilder und die Verarbeitung ist liebevoller als bei Canon. Die PS3 verrichtet ihre Dienste bis jetzt brav, auch wenn sie etwas laut ist. Der Bravia toll, schön logische Menuführung, ein stabiles Bild, kein Vergleich zu meinen vorigen Samsung Schrott. Einzige Enttäuschung ist mein Vaio, der einfach nur lahm ist und auch nicht sonderlich gut verarbeitet ist. Für 1.600 Euro könnte man mehr erwarten... da ist Apple meilenweit voraus. Ansonsten kaufe ich Sony Produkte immer wieder gerne, tausendmal lieber als etwas aus Korea, denn Sushi ist immer noch lecker :-))
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