Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Es gibt ja so Vorurteile, jetzt nicht im Sinne von Ressentiments, wie wir sie bei den FPÖlern finden, dass alle Marrokaner stehlen und alle Moslems Bomben werfen, sondern Vorurteile im Sinne von etwas, was wir zu wissen glauben, was auch nicht ganz falsch ist, weil es einmal wahr war, aber dann falsch geworden ist. Und das dann trotzdem weiter in unserem Kopf herumspukt.
Ein solches falsches Vorurteil ist, dass in Amerika der Neoliberalismus herrscht, und wir in Europa aber dem europäischen Sozialstaatsmodell anhängen. Dass Europa also trotz allem so ein bisschen ein Bollwerk ist gegen die neoliberale Phantasieökonomie, die an amerikanischen Universitäten ausgebrütet wurde und dann von Ronald Reagan und Margaret Thatcher zu einer politischen Doktrin gemacht worden ist.
Daran ist heute alles falsch. Denn das ideologische Zentrum des Neoliberalismus ist heute längst Europa.
Außerhalb der grünen Politrucks-Milieus herrscht Katzenjammer
Misiks Lesekreis: Alle sind für Gleichheit, und alle auch für Vielfalt. Muss daraus Ungleichheit werden?
Zum Demokratie-Begehren: Ich bin so Politik-Verdruss-verdrossen.
Euer Zynismus kotzt mich an. Und meiner auch. FS Misik heute in leicht renoviertem Gewand!
Alle reden über die Flüchtlinge in der Votivkirche. FS Misik lässt die Flüchtlinge selbst sprechen
Eine Hommage an drei bemerkenswerte Menschen, die vergangene Woche verstorben sind
Die Bürger wollen nicht, dass alles der Markt regelt. Sie haben recht.
Unter Geistesprinzen: Das Spindelegger-Prinzip & die Faymann-Doktrin
Wer könnte Gerard Depardieu demnächst noch nach Russland folgen? Fröhlicher Staatsbürgertausch mit Putin!
Das zu Ende gehende Jahr war gar nicht gut - Das nächste wird womöglich noch schlechter
Den letzten Satz:
"Denn das ideologische Zentrum des Neoliberalismus ist heute längst Europa."
kann man wie folgt präzisieren:
Seit Untergang des Kommunismus/Antikapitalismus in 1989 führt die entfesselte Global Finance einen asymmetrischen Krieg gegen die nationalen Volkswirtschaften. Seit Mai 2010 ist Europa mit seinen Volkswirtschaften ein Kriegsschauplatz/Epizentrum. Die Vorbereitungen sind schon vor mindestens 15 Jahren begonnen worden. Ein wichtiges Ereignis war die Einführung des Euro 2002 und dann das offizielle Downrating des schon immer bankrotten Staates Griechenland ab 03/2010 und der im Mai folgenden Aushebelung des Art.125 AEUV (No Bailout). Damit war das Finance Tool geschaffen, um an das Geld aller Euro-Staaten zu kommen.
Der globalen Machtausbreitung der Global Finance stehen natürlich souveräne Nationalstaaten im Weg. Deshalb läuft in Europa das Projekt zur Beseitigung der nationalen Souveränitäten. Mit dem Fiskalpakt, der ja das "Königsrecht" eines demokratischen Parlaments aushebelt, soll der wichtigste Schritt getan werden in Richtung EU-Diktatur. Natürlich müssen diese Absichten verheimlicht werden. Damit die Deutschen nicht widersprechen, wird das Ganze mit "Schuldenbremse: Alle müssen sparen wie die Deutschen" vertuscht, um so den deutschen Michel einzulullen. Dass das alles Volksverdummung ist, erkennt man daran, dass Schäuble im Haushalt 2012 sich selbst nicht an seine Schuldenbremse hält.
Mal wieder eine sehr gute Analyse.
Am besten, man spricht gleich von Euro-Kapitalismus oder EU-Kapitalismus für alles, was seit Mai 2010 unter dem Etikettenschwindel "Griechenland-, Euro-Rettung und -Stabilisierung" uns Europäern angetan wird.
Vielleicht gelingt es den Franzosen durch die Wahl von Hollande noch das schlimmste zu verhindern, was Merkozy und das Neoliberale Kartell mit der ESM-Bank und dem Fiskal-Bankenrettungs-Pakt geplant haben.
Die gemeinsame Währung ist seit Verletzung des Art.125 AEUV (No Bailout) ein geniales Finance Tool, um alle Europäer in die totale Schuldknechtschaft der Global Finance zu treiben. Ganz zu schweigen von der geplanten Neoliberalen Diktatur der EUdSSR.
Ich hoffe, diese Selbstverständlichkeit der neoliberalen Ideen in Europa ändert sich dann wenigstens ein bisschen, wenn Hollande in Frankreich an der Macht ist. (Von Deutschland würde jedenfalls keine Änderung ausgehen, selbst, wenn es eine rot-grüne Koalition gäbe - dort sind die Parteien (bis auf die Linke) alle neoliberal.)
Das Modell des Sozialstaats hat gut funktioniert und die Leute waren (sogar nachgewiesen) glücklicher. Dass die Schulden jetzt steigen, kann man jedenfalls nicht einer keynesianischen Politik anrechnen, weil seit 30 Jahren sowieso nur mehr monetaristische Politik gemacht wird (in Österreich Gott sei Dank nicht so schlimm wie anderswo).
"... Modell des Sozialstaats hat gut funktioniert und die Leute waren (sogar nachgewiesen) glücklicher."
Man sollte besser nicht von "Sozialstaat" sprechen, weil man sonst gleich in die Schmuddelecke gestellt wird, sondern von der erfolgreichen "Sozialen Marktwirtschaft - eine Art "sozial gebändigter liberalen Marktwirtschaft", wobei Marktwirtschaft eo ipso liberale Elemente hat.
In Deutschland wurde die erfolgreiche Soziale Marktwirtschaft spätestens durch die Agenda 2010 der SPD/Grünen-Regierung durch Neoliberalismus ersetzt. Zu diesem neoliberalen Paket gehörte auch die Zulassung von Hedgefonds und die Liberalisierung des deutschen Finanzmarktes, wie es die "Soziale Partei" von Tony Blair vorgemacht hatte
Das Beispiel SPD und ihre Agenda 2010 beweist, dass spätestens das Schubladendenken nach Ideolgien wie Links, Rechts, Konservativ, Liberal, Sozial, ... überholt ist. Entscheidend sind nur die beiden Kategorien
Globaler Finanzkapitalismus -
Kein Globaler Finanzkapitalismus
Deshalb waren sich kürzlich Gabriel von der SPD und Hollande von den französischen Sozialisten fremd wie Wesen von einem anderen Stern.
Ich habe lange gebraucht mir zu merken, dass der korrupte Chef eines griechischen Milliardärclans auch der Chef der Sozialistischen Partei PASOK war.
Du bist wirklich gut! Als du in der Partei warst, habe ich dich - wie die meisten - vehement abgelehnt, weil du keiner von uns bist und nie sein kannst (sorry!). Trotz alledem bestichst du durch einen scharfen Intellekt, subtilen Humor und die feine Klinge, die in der Partei seit Jörgs Tod so schwer zu vermissen ist. Wahrscheinlich weil du ein in der Wolle gefärbter Roter warst (und wohl immer noch bist), weißt du genau, wo es ihnen weh tut.
Fast schade, dass du nicht dazugehören kannst. Aber ich kann halt auch nicht zum Orang Utan werden, nur weil es mir Spaß machen wuerde, in den Baeumen herumzuhopsen. We all have our limitations, haven't we?
Wenn die Richtung sich nicht ändert. Zurzeit geht es nur in eine Richtung, zum Staatsschuldenabbau. Das alleine ist nicht der richtige Weg. Wenn man nur das macht, fährt dieses System gegen die Wand. Das zentrale Thema einer Währungsunion ist die Inflationskonvergenz. Die läuft schief. Es müssten mehrere Dinge gleichzeitig passieren. Eurobonds, es müssen die Schattenbanken abgeschafft und die Finanzindustrie massiv reguliert werden und die EZB muss Investitionen in die Realwirtschaft finanzieren, nicht aber den Banken billiges Geld hinterher schmeißen, welches die Banken, wenn überhaupt zu überhöhten Konditionen dazu nutzen weiterhin Wetten gegen Länder zu finanzieren.
Was hat eigentlich links oder rechts mit Gerechtigkeit oder "neoliberal" zu tun?Fakt ist, eine Wirtschaftsunion bzw. eine Währungsunion, ist nicht dazu da, einige wenige sehr reich zu machen, und die Mehrheit arm. Aber genau das passiert in Europa. Deutschland zum Beispiel hat mit seiner Lohndumping Politik der letzten zwei Dekaden, die Wettbewerbsfähigkeit einer Länder in der EU massiv untergraben. Die Folgen für die betroffenen Länder sind verheerend. Das Volk wollte nie den Euro, die Eliten schon, warum wohl? Europa war nie gedacht als Solidargemeinschaft, sondern nur um für die Länder, dessen Export das einzigste Geschäftsmodell ist, ohne Währungsrisiken, ihre Waren zu exportieren zu Lasten der kleinen Länder. Parasitär!
dass die Führer schlecht gewesen sind. Das sagt nichts über das System als solches aus, weil unser System, der Kapitalismus weltweit mehr Menschen durch Kriege und Hunger vernichtet hat und immer noch vernichtet, als, trotz der 60 Millionen verhungerten Bauern in China, dies die Kommunisten je geschafft haben. Vielleicht liegt das ja daran, dass wir selbst im aggressivsten Kommunismus leben, der nicht erkannt wird, weil das kapitalistische System anfangs verbirgt, was erst zu spät klar wird: Es führt zu Massenarbeitslosigkeit, Naturvernichtung, Massenarmut, Hunger, Auflösung der Nation als Mittel zum Zweck, Vernichtung der Kultur als Mittel zum Zweck ... Und alles zugunsten immer weniger dafür immer reicher werdender Gruppen.
Ja Europa hat noch die Macht und die Mittel eine großzahl der Leute zu besänfitigen, da sie noch im Überfluss leben. Jedoch stellt Misik meiner Meinung nach gut dar wie die Zukunft Europas mit kleinen Schritten und miserabler neolieberaler Politik zerstört wird.
Auch sehr interesant ist die Rede von Gregor Gysi.
http://www.youtube.com/watch?v=iuRvp0ctvek
Verteilung des Einkommenszuwachses von 288 Milliarden USD in 2010
37 % an die reichsten 0,01%
56 % an die oberen 1%
7 % an UNS 99%
siehe:
http://govinthelab.com/shortform... al-income/
http://www.nytimes.com/2012/03/2... .html?_r=2
http://www.wiwo.de/politik/o... 16534.html
einen Paul Krugman: Europa begeht Selbstmord
http://www.nytimes.com/2012/04/1... ef=opinion
deutsche Kurzfassung:
http://www.gold-silber.biz/paul-krug... elbstmord/
und einen Jahnke
http://www.jjahnke.net/rundbr91.html#2653
sehr interessant auch der Artikel darunter: Ö hat SEHR WENIGE gesunde Jahre ab der Pensionierung
(runterscrollen)
Wir arbeiten uns zu Krüppeln
Als Gegenleistung ersuche ich, in Artikelzeile 2 das dumme "alle" vor Marokkaner wegzulöschen, das irgendein Zwölfjähriger in plumper Täuschungsabsicht hineingeschummelt hat. Danke^^
Zur Aufklärung auch noch empfehlenswert: "Das Schuldenimperium" (Bill Bonner/Addison Wiggin), "Die Abzocker" (Peter Helmes), "Die Abzocker" (Till Freiberg), "Die Befehlskette" (Seymour M. Hersh), "Das Streben nach Wohlstand" (Peter Jay), "Kollaps" (Jared Diamond), "Der Rückfall" (Harold James), "Die Kreatur von Jekyll Island" (G. Edward Griffin), "Der Dollar Crash" (Ellen Hodgson Brown), "Wie Wirtschaft die Welt bewegt" (Hans Bürger/Kurt W. Rothschild), "Die Gier war grenzenlos" (Anne T.), "Dieses Mal ist alles anders" (Carmen M. Reinhart/Kenneth S. Rogoff), "Tatort Hypo Alpe Adria" (Richard Schneider), "Die großen Spekulationen der Weltgeschichte" (Peter N. Martin/Bruno Hollnagel) ...
Zum Verständnis ganz, ganz wichtig: "F.I.A.S.C.O." (Frank Partnoy), "Der große Crash 1929" (John Kenneth Galbraith), "Der große Irrtum" (Roger Lowenstein), "Der schwarze Schwan" (Nassim Nicholas Taleb) ...
Den Staat zu Tode sparen könnte Deflation auslösen, außer die Banken machen was Krugman leider als Lösung sieht: Inflation auslösen. Das wäre allerdings eine absolute Schweinerei gegenüber dem Kleinsparer, der umsonst gearbeitet hätte (= staatlich angeordneter Raub an die Zentral-Bank {aha, Zentral... ist das nicht Planwirtschaft?}, eigene Fehler als Ausgleich dem Bürger abzupressen!) und noch dazu eine verlängerte Lebensarbeitszeit anzutreten hätte. In Österreich wird, nur zur Info, hinter verschlossenen Türen schon von 75 J. geredet!
Die Volkswirtschaftslehre an den Unis hat keine Alternativen gefunden. Einige Volkswirte und andere kluge Leute dagegen schon: "Entmachtung der Hochfinanz" (Reiner Bischoff), "Das Märchen von guten Zins" (Klaus Popp), "Wer hat Angst vor Silvio Gesell?" (Hermann Benjes), "Die natürliche Wirtschaftsordnung" | "Die Verstaatlichung des Geldes" | "Die Reformation im Münzwesen" | "Zinsfreie Darlehen" (Silvio Gesell), "Der Mann mit den Bäumen" (Jean Giono), "Freigeld" (Klaus Rohrbach), "Regionalwährungen" (Margrit Kennedy/Bernard A. Lietaer), "Einkommen für alle" (Götz W. Werner) ...
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.