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Auch Nuhiu konnte keine Akzente setzen.
Wien - Da sich die beiden nicht nur in Wien und Umgebung beliebten Fußballklubs Austria und Rapid die Latte beim nahezu jenseitigen 300. Jubiläums-Derby extrem tief gelegt hatten (0:0 am 18. Februar, Happel-Stadion), konnte bei der 301. Auflage am Sonntagnachmittag vor 12.919 Zuschauern in der Generali Arena eigentlich nichts passieren. Oder doch?
Vorweg: Ganz so schlimm war es nicht, man konnte dem Match zumindest einen Hauch von Rasse unterstellen. Beide Trainer, also Ivica Vastic und Peter Schöttel, wollten auf Sieg spielen, schließlich ist die Meisterschaft bald aus. Und Red Bull Salzburg hatte am Vortag bei Sturm Graz Punkte gelassen (2:2). Rapid musste den doch nicht fit gewordenen Kapitän Steffen Hofmann (Muskelfaserriss) und die spontan an einem Magen-Darm-Virus erkrankten Guido Burgstaller und Thomas Prager vorgeben. Den Gastgebern fehlten Verteidiger Georg Margreitter (auch Magen-Darm-Geschichte) und Tomas Simkovic, der wurde Vater eines Sohns, hatte demnach andere, schönere Sorgen.
Zerfahrene Partie
Auf Stürmer Roland Linz, dem der Ruf des Goalgetters anhängt, verzichtete Vastic freiwillig, die Austria ist eben ein Traditionsklub. Die Partie begann und blieb zerfahren, war von vielen Fouls und Unterbrechungen geprägt. Beide Teams hatten Probleme im Spielaufbau, der Ball befand sich stets dort, wo die meisten Kicker weilten. Kreativität schaut anders aus. Der Begriff Spielverlagerung ist vermutlich nicht in Wien entstanden. Torchancen gab es praktisch keine, nicht einmal der Zufall zeigte Gnade. Und die Standards sorgten auf beiden Seiten für wenig Stress.
Gekämpft wurde natürlich, die Minimalanforderung an diesen an sich schönen Sport ward somit erfüllt. Man könnte die gelbe Karte für Rapids Christopher Drazan nach einem Foul an Alexander Gorgon erwähnen (24.). Oder den Austausch von Markus Katzer, er war einer der aktivsten Rapidler, trotzdem zwickte der Oberschenkel, also musste Thomas Schrammel statt Katzer weitertun (33.).
Nach der Pause wurden die Mannschaften um Nuancen mutiger (speziell die Austria), was natürlich noch kein wirkliches Qualitätskriterium war. Und geregnet hat es auch. Gorgon prüfte immerhin Rapids Goalie Lukas Königshofer per Weitschuss freundlich (59.). Tomas Jun verstolperte kurz darauf. Rapids Boris Prokopic schied mit einer Knieverletzung aus (65.). Linz löste Jun ab (66.). Gorgon flog eine Schwalbe, sah gelb (73.). Die Austria drückte leicht, Florian Klein schoss knapp daneben (75.). Rapid wurde nur einmal gefährlich, im Finish stand Deni Alar plötzlich ziemlich frei, er ließ sich zu viel Zeit, brachte keinen Schuss an.
Die Meisterschaft holpert weiter dahin. Rapid hat nun einen Punkt Rückstand auf Salzburg, die Chance auf den Titel gewahrt, aber nicht gemehrt. Auch die Austria ist nicht weg vom Fenster. Sondern Dritter. Das sagt schon einiges. Und Austria-Verteidiger Florian Klein sagte: "Es ist kein gutes Spiel geworden." (Christian Hackl, DER STANDARD, 16.4.2012)
FK Austria Wien - SK Rapid Wien 0:0. Generali Arena, 12.919, SR Lechner.
Austria: Lindner - Klein, Rogulj, Ortlechner, Suttner - Dilaver, Mader - Gorgon, Jun (66. Linz), Leovac (61. Liendl) - Kienast (78. Stankovic)
Rapid: Königshofer - Schimpelsberger, Sonnleitner, Pichler, Katzer (33. Schrammel) - Heikkinen, Prokopic (67. Grozurek) - Trimmel (65. Kulovits), Alar, Drazan - Nuhiu
Gelbe Karten: Dilaver, Gorgon bzw. Drazan, Grozurek
Das Remis im 305. Wiener Derby ist für die Austria ein doppelter Schaden. Der Vorsprung auf Verfolger und Meister Salzburg beträgt nur noch sechs Punkte, außerdem wurde Historisches verpasst
Stimmen zum 2:2 im Wiener Derby am Sonntag
2:2 beim Aufeinandertreffen der Stadtrivalen Austria und Rapid
Die Austria gewinnt zum Jahresauftakt das Derby gegen Rapid mit 2:1. Hosiner erzielt Doppelpack, Rapids Boskovic schmeißt früh die Nerven weg
Gorgon beim 2:0 mit zwei Toren Matchwinner gegen indisponierte Rapid, Gelb-Rot für Prager - Vermummte Rapid-Randalier zettelten vor dem Stadion Ausschreitungen an
Bei Rapid will man das Derby so schnell wie möglich hinter sich lassen. Unterdessen ist Matchwinner Roman Kienast endgültig am Verteilerkreis angekommen
Die Wiener Austria hat das 302. Derby sehr souverän gewonnen. Noch dazu im Hanappi-Stadion. Der Ex-Rapidler Roman Kienast hat dabei zwei Tore erzielt
Immerhin wird die 300. Auflage des Wiener Derbys in Erinnerung bleiben - weil das 0:0 extrem niveaulos war. Vielleicht konnten die Akteure gar nichts dafür. Der Fußball ist eben so
Die Jubiläumsausgabe des Duells zwischen Rapid und Austria endet vor beinahe 30.000 Zuschauern mit einer enttäuschenden und unansehnlichen Nullnummer
Das Derby verzichtete auf einen Sieger. Für die Austria traf Jun, für Rapid scorte Burgstaller. Das Spiel war nicht außergewöhnlich, aber doch intensiv und spannend
Die Austria dominierte das friedliche Derby nach dem traurigen Derby klar. Im Happel-Stadion wurde Gastgeber Rapid durch Tore von Barazite, Junuzovic und Linz ins sportliche Elend gestürzt
Das Derby wurde nach 26 Minuten abgebrochen. Zum Teil vermummte Rapid-Hooligans stürmten das Spielfeld des Hanappi-Stadions
Das 300. Derby zwischen Rapid und der Austria steht an. Das Jubiläum zwang die Legenden Karl Brauneder und Felix Gasselich an den Stammtisch. Christian Hackl und David Krutzler lauschten.
Helmut Weigl spielte Anfang der siebziger Jahre im Mittelfeld der Wiener Austria, im Großen Wiener Derby traf er besonders gerne - eine Zeitreise in Violett
was gleichschaun würden.
Das war wie Stiefmütterchen United gegen den Armeesportclub aus Asuncion.
Für des gibts ja die fesche englische oder italienische Montur: dass man in der Misere wenigstens optisch was hermacht.
So wäre so ein Match wenigstens als Standbild erträglich.
Ich vermute die meisten kritisieren die taktische Ausrichtung. Dieses tiefe stehen mit wenig pressing und das meist nur in der eigenen Hälfte funktioniert wenn das eine Mannschaft macht. Wenn das jedoch sowohl Sturm als auch Salzburg, Rapid und die Austria machen und zwar teilweise gegen fast jeden Gegner kommt kein vernünftiges Spiel zu Stande. Zum Vergleich: ManU hat gegen Aston Villa 4:0 gewonnen. Aston Villa hat teilweise mit 5 Mann in der gegnerischen Hälfte attakiert und das als Außenseiter. Da ist viel mehr platz gewesen. Wenn Villa mit Mann und Maus verteidigt hätte wär das Ergebnis vielleicht nur 2:0 ausgefallen oder möglicherweise höher kA. Das ist dort aber Standard und würden die Zuschauer wohl auch nicht anders akzeptieren.
war bereits vor dem Spiel klar dass von Rapid spielerisch nichts kommen wird. wobei bei rapid historisch gesehen immer der kampf über die spielerische linie dominiert hat.
anders jedoch bei der austria. deswegen ist der spielerische niedergang der austria eigentlich ärger einzuschätzen. insbesondere sind sie ja eigentlich in vollbesetzung angetreten.
Zitat Schöttel: "...keiner will ein Derby verlieren..."
Liebe Bundesligatrainer, wenn ihr schon lernresistent gegenüber modernem Fußball seid, lernt bitte Mathematik:
http://90minuten.at/index.php... enrechnung
habe heute vormittag in der "kritik der politischen ökonomie" herumgeschmökert und am nachmittag ( zum glück nur ) die 2. halbzeit gesehen. dass die arbeit von fussballprofis warencharakter hat, ist 2 glatt-2 verkehrt. aber was ist mit der ware selbst, dem
produkt fussball-derby? weder die kapitalinhaber ( vereine) noch die arbeiter ( fussballer?!?! ) waren
imstande, es herzustellen. ( nach marx wäre ein profispiel teil des gesellschaftlichen überbaues, teil der zu seinen lebzeiten gerade entstehenden unter-
haltungsindustrie. ) gibts in diesem forum einen in
k-wolle gestrickten veteranen, der mir ideen gibt?
marx geht in seiner theorie davon aus, dass die produktionsverhältnisse produkte hervorbringen -
aber heute?
möglicherweise in der 'kritik der realen unvernunft' von otto bleuerl am rande gestreift.
im allgemeinen sprachgebrauch spricht man von 'montagsprodukten', wenn ein an sich funktionsfähiges serienprodukt voller mängel, für den kosumenten daher nahezu unbrauchbar, aber zum vollen preis verkauft wird.
auch sonntags können montagsprodukte hergestellt und verkauft werden.
es liegt am kunden sich zu beschweren.
was war die frage ?
wenn man sich die Ausgangssituation vor Augen führt, war das Spiel sogar noch trostloser. Immerhin hätte die Austria auf 3 Punkte an die Spitze herankommen, Rapid gar die Tabellenführung übernehmen können. Das dann eine derart saftlose Partie rauskommt, ist eigentlich kaum zu fassen, aber es passt perfekt zur Frühjahrssaison :/ zum Glück ist die Saison bald zu Ende; so macht das echt keinen Spaß mehr
ok, was die spieler abliefern ist eine sache, aber wenn sie brauchbare trainer hätten, könnte wenigstens brauchbarer input reinkommen. aber in ö? da haben ex-superspieler einen irre bonus, nach der formel: super spieler = super trainer.
ja liebe trolle, die spieler spielen das spiel, nicht der trainer, aber es gibt keinen einzigen brauchbaren trainer derzeit in der ö-bl. innovation / kreativität? null. hauptsache ein toller name
stimmt auch, ist das normalste, dass aus spielern trainer werden, ABER:
sie sollten mal lange zeit als trainer gearbeitet haben und da erfolge gefeiert haben, auf eine art und weise, dass bei diesen erfolgen deutlich ihre handschrift zu erkennen war, und nicht nur aufgrund eines überlegenen kaders. wäre imho mal ein guter ansatz für die trainerauswahl ...
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