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Für die Passagiere des Kreuzfahrtschiffs "Balmoral" war es ein ungewöhnlicher Balanceakt zwischen Inszenierung und Gedenken.

London/New York/Halifax - Mit Gedenkveranstaltungen in Southampton, Belfast und auf hoher See im Nordatlantik haben Tausende Menschen am Wochenende des Untergangs der "Titanic" vor genau 100 Jahren gedacht.
In Belfast, wo die "Titanic" einst gebaut worden war, wurden am Sonntag Gedenktafeln mit den mehr als 1.500 Namen von Passagieren und Crewmitgliedern enthüllt, die bei dem Unglück ums Leben gekommen waren. Zuvor hatte es Konzerte und Festveranstaltungen gegeben. In Southampton, dem Abfahrtshafen der Schiffes, tagte die britische "Titanic"-Gesellschaft. Auch dort wurden am Sonntag bei einem Gedenkgottesdienst Kränze niedergelegt.
Gedenk-Kreuzfahrt
Exakt an der Stelle, wo die "Titanic" vor 100 Jahren sank und vor 25 Jahren ihr Wrack entdeckt wurde, ertönte am späten Samstagabend das Schiffshorn des Kreuzfahrtschiffs "Balmoral". Der Klang markierte um 23.40 Uhr die Kollision mit dem Eisberg. Mehr als 1.300 Passagiere der "Balmoral" - darunter viele Verwandte der damaligen Opfer - nahmen an einem Gedenkgottesdienst an Bord teil. Viele hatten sich in historische Kostüme gekleidet. Bereits am Freitagabend hatten sich im Salon der "Balmoral" Passagiere und Besatzung zum "letzten Dinner" versammelt.
Die "Balmoral" war am 8. April von Southampton aus zu der Unglücksstelle vor Neufundland aufgebrochen. Von New York aus - wo die "Titanic" nie angekommen war - hatte sich gleichzeitig die "Azamara Journey" mit 450 Passagieren an Bord auf den Weg gemacht. Beide Schiffe trafen am Samstag am Zielpunkt ein. Die Kapelle der "Azamara Journey" spielte um 02.22 Uhr das Stück "Nearer, My God, to Thee". Einer der vielen "Titanic"-Legenden zufolge sei dies das letzte Musikstück gewesen, das auch die Bordkapelle der "Titanic" spielte, bevor das Schiff endgültig unter der Meeresoberfläche verschwand. Berichte von Überlebenden widersprechen dem zwar, doch hat die Geschichte wegen ihrer Symbolkraft längst ein Eigenleben entwickelt.
Kritik am Kommerz
Unterdessen hat der Entdecker des "Titanic"-Wracks die das Geschäft mit Erinnerungsstücken von dem Schiff kritisiert."Man geht nicht mit einer Schaufel auf den Friedhof!", sagte der 69-jährige Ozeanograph Robert Ballard. "Die "Titanic" und so viele andere untergegangene Schiffe sind Massengräber. Warum respektieren wir das nicht? Jedes U-Boot, das da Gegenstände einsammelt, um sie dann zu verkaufen, entweiht den Platz und nimmt den Toten ihre Würde."
Im Vorfeld des Jubiläums hatten geschäftstüchtige Verkäufer mit Andenken an die Katastrophen Millionen gemacht. Allein für eine Speisekarte aus dem Salon des Schiffes wurden vor drei Wochen bei einer Versteigerung umgerechnet rund 91.000 Euro gezahlt. Ballard schlug vor, aus dem Wrack ein virtuelles Museum zu machen. Videobilder von den Überbleibseln des Schiffes könnten in Museen in aller Welt übertragen werden. (APA/red, derStandard.at, 15.4.2012)
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mit den gedenkfeiern. ich meine, wie viele schiffe sind in den vergangenen 300 jahren gesunken? wie wäre es mit kerzerlfesten an diversen indianer-abschlachtungsorten in nord- und südamerika? wo bleiben die gedenkfeiern für flugzeugabstürze?
Die Titanic hatte eine Länge von 269m.
70 m entsprechen daher etwas mehr als ein Viertel bzw. etwas neiger als ein Drittel der Länge.
Das ist an sich nicht unglaubwürdig und erklärt, warum das Schiff in der Mitte ausernanderbrach, bevor es entgültig sank.
nicht wenige schiffe richten bzw richteten insbesondere in der Zeit der Titanic ihr heck auf als sie sanken , auserdem ist es zu bezweifeln das die Vorstellungen vom Heck 100% richtig sind , den das lässt die ganze geschichte wesentlich dramatischer wirken , und das war eine sehr lukrative geschichte !
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