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Tel Aviv/Wien - Israel hat Dutzenden pro-palästinensischen Aktivisten die Einreise verweigert. Am internationalen Flughafen Ben Gurion in Lod bei Tel Aviv seien rund 30 ausländische Staatsbürger in Abschiebehaft genommen worden, sagte Polizeisprecher Mickey Rosenfeld am Sonntag. Die meisten von ihnen seien Franzosen. Der israelische Rundfunk berichtete von 40 Festnahmen. Die Betroffenen sollen so schnell wie möglich in ihre Heimatländer zurückgeschickt werden.
Die Solidaritätsaktivisten kamen auf Einladung der Initiative "Willkommen in Palästina", um sich ein Bild von der Lage im Westjordanland zu machen. Ziel ist es, die Weltöffentlichkeit auf die Einschränkung der Bewegungsfreiheit im Westjordanland aufmerksam zu machen und an das Urteil des Internationalen Gerichtshofes von 2004 zu erinnern, das den Verlauf des israelischen Sperrwalls im Westjordanland für völkerrechtswidrig erklärte. Im Juli vergangenen Jahres hatte Israel Dutzende Aktivisten, darunter auch Österreicher, festgenommen und abgeschoben. Die Internationale Liga für Menschenrechte protestierte scharf gegen das israelische Vorgehen. Israel sieht die internationalen Aktivisten hingegen als Unruhestifter und hat sich seit Tagen sorgfältig auf die Protestaktion vorbereitet. Etwa 650 Polizisten waren schon in den frühen Morgenstunden am Flughafen im Einsatz, um sie abzufangen.
Abflug verwehrt
Zahlreichen Aktivisten wurde allerdings bereits vor Abflug die Reise nach Israel verwehrt. In der Schweiz und in Frankreich wurden jeweils mehr als 50 Aktivisten daran gehindert, an Bord ihrer Maschinen zu gelangen. Am Genfer Flughafen veranstalteten einige von ihnen daraufhin einen Sitzstreik, wie die Schweizer Nachrichtenagentur sda berichtete. Auch in Rom hinderten die Behörden sieben Personen daran, an Bord ihres Flugzeuges zu gehen.
Mehrere internationale Fluggesellschaften wie die deutsche Lufthansa hatten nach israelischen Medienberichten schon im Voraus Dutzende von Flugtickets storniert. Israel hatte ihnen eine Liste mit den Namen von Personen übermittelt, die nicht einreisen dürfen. Auch Passagiere der Austrian Airlines waren von dem Einreiseverbot betroffen, wie ein AUA-Sprecher der APA auf Anfrage sagte. Es habe sich um insgesamt fünf Personen gehandelt, die entweder von Wien aus oder über Wien mit der AUA-Maschine am Sonntagvormittag nach Tel Aviv fliegen wollten.
Auch vier israelische Friedensaktivisten wurden am Flughafen bei Tel Aviv festgenommen. Sie hielten ein Schild in die Höhe, auf dem "Willkommen in Palästina" stand.
Am Pariser Flughafen Charles-de-Gaulle in Roissy protestierten Dutzende Aktivisten, nachdem ihnen der Check-in verwehrt worden war, in Brüssel waren es nach Angaben der Organisatoren rund 120 Menschen, die ihrem Ärger über die Zustiegsverweigerung für hundert von ihnen Luft machten. Auch aus Genf, Rom und Istanbul wurden Proteste dutzender Aktivisten gemeldet, die nicht nach Tel Aviv reisen durften.
"Illegale Prozedur"
Über das Vorgehen der Beamten in Tel Aviv regte sich ebenfalls Protest. Es handle sich um eine "erneute illegale Prozedur", erklärten die Organisatoren der Aktion. Demnach mussten einreisende Passagiere eine Erklärung unterschreiben, dass sie "keinen Kontakt zu Mitgliedern pro-palästinensischer Organisationen haben und nicht mit solchen kooperieren".
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hatte am Samstag die Aktivisten aufgefordert, sich lieber um die "richtigen Probleme in der Region" zu kümmern. In einer von seinem Büro verbreiteten Mitteilung an die Aktivisten nannte er die Krise in Syrien, die Unterdrückung der iranischen Opposition durch die dortige Führung sowie das Vorgehen der radikalen Hamas im Gazastreifen als dringendere Anliegen. "Danach könnt Ihr wiederkommen und Eure Erfahrung mit uns teilen."
Zu der Aktion hatten sich rund 1.500 Aktivisten angekündigt, darunter allein 600 Franzosen. Sie fand bereits 2010 und 2011 statt. Einer kleinen Gruppe war es dabei jeweils gelungen, ins Westjordanland zu gelangen. (APA, 15.4.2012)
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desweiteren - woher weiß man so genau wer zu den aktivisten gehört und wer nicht?
eigentlich müßte man ja erst beobachten wie sich die leute verhalten um das überhaupt feststellen zu können? oder sind die leute alle schon von der französischen polizei überwacht worden und an die israelische polizei die liste der namen gesendet worden?
Mit einem israelischen Einreisestempel im Pass hättet ihr kein arabisches Land mehr bereisen dürfen, denn arabische Staaten dulden niemanden, der/die in Israel war. Auch mit dem Iran hätte es Probleme geben können.
Jetzt könnt ihr problemlos nach Abu Dhabi, Teheran und so weiter fahren, ist doch toll.
"Mit einem israelischen Einreisestempel im Pass hättet ihr kein arabisches Land mehr bereisen dürfen"
diese aussage beruht entweder auf unwissen oder ist pure desinformation. Mit einem israelischen Einreisestempel im Pass kann man sehr wohl nach Marokko, Tunesien, Ägypten, Jordanien, Libanon und die Golf-Staaten einreisen, in die ersten vier sogar mit einem israelischen Reisepass.
in den libanon kommst du mit einem israelischen einreisestempel im pass nicht rein. woher hast du den blödsinn? hast du's mal versucht? natürlich nicht.
"Die Existenz eines israelischen Stempels im Pass führt zur Einreiseverweigerung in einigen arabischen Staaten (z.B. Kuwait, Libanon, Libyen, Syrien, Saudi-Arabien, VAE, Yemen) oder auch Iran. Es wird empfohlen, um Komplikationen bei späteren Reisen in diese Länder zu vermeiden, den israelischen Einreisebeamten zu bitten, den Einreisestempel auf einem separaten Papierstück anzubringen." (http://wikitravel.org/de/Israel#b)
1. kann mich nicht erinnern, mit ihnen auf bruderschaft getrunken zu haben.
2. über die einreise nach libanon sind wir eben geteilter meinung. haben sie es versucht?
3. da sich sogar auf ihrer liste nicht alle arabische staaten befinden, stimmt die aussage meines vorposters luky "Mit einem israelischen Einreisestempel im Pass hättet ihr kein arabisches Land mehr bereisen dürfen" eben nicht.
soviel zu ihrem "gescheitsinn"
"Reisende, die sich zuvor in Israel aufgehalten haben, werden, wenn dieses aus dem Reisedokument ersichtlich ist (z.B. durch israelische Einreisestempel oder Ausreisestempel von jordanischen oder ägyptischen Grenzübergängen zu Israel), regelmäßig an der Grenze zurückgewiesen, auch wenn bereits ein Visum erteilt wurde." (http://bit.ly/HQdnrf)
Israelische Stempel im Pass machen auch die Einreise in andere arabische Länder wie Libanon oder Saudi Arabien unmöglich, erinnert n-tv Korrespondent Ulrich Sahm. (http://bit.ly/IPV1uN).
ich denke, das überzeugt dich.
mir kam mal ein FAll zu Ohren, wo ein tahiländ. Bauingenieur damls in Basra 1982 im Irak hingerichtet worden war, da in seinem Pass ein schon lange abgelaufenes isr. Visum sich befand (er hatte mal dort einen Architekten-Kongress besucht). Galt den Saddam-Behörden allerdings als Beweis für zionist. Spionagetätigkeit.
Und doch konnte dies unser nun toter Freund in Frankreich. Der angeblich für mehrere Attentate schuldig gewesen sein soll. Er hatte wohl Stempel aus arabischen staaten wie auch aus Israel, und dabei gilt jene Vorgehensweise z.T. auch umgekehrt für Israel.
um gegen das dortige Regime zu protestieren.
Jetzt gäbe es 2 logische schlußfolgerungen:
Der Ostblock war damals so frei wie Israel heute oder
Israel ist heute so restriktiv wie der Ostblock damals...
1.) Auch nach Österreich können Sie als Drittstaatsangehöriger der meisten Länder der Welt schwerer einreisen als in die frühere DDR - mit oder ohne Protestvorhaben.
Das macht für sich genommen aus Österreich noch keine DDR.
2.) Es gibt eine dritte Schlussfolgerung:
Die Restriktivität der Einreisebedingungen kann unterschiedliche Gründe haben.
Israel's Regierung, Armee, Polizei usw.... reagieren mit Hysterie auf friedlich. Aktivitäten, Demos etc..
Beste Methode gegen Besatzung ist solche Aktionen.
Israel's Umdenken ist dringend erforderlich....
http://www.youtube.com/watch?v=j... re=related
ich verstehe israel echt, dass man sich verteidigen muss und das es eine schwierige situation ist dort unten...
aber auch für die anderen ist es schwierig und denen gehts lange nicht so gut wie israel...was natürlich auch immer probleeme schafft...
aber was israel jetzt macht ist schon sehr totalitär...einfach jede gegenmeinung per gefängisstrafe verbieten, völerrechtsentscheide ignorieren UND!!! parallel hilfe gegen den iran fordern...
das ist schon sehr frech...seine pflichten gegenüber den andren ländern ignorieren (völkerrecht) aber seine rechte auf militärische hiölfeleistung einfordern..
...sehr bedenkliche entwicklung...
Zitat:..einfach jede gegenmeinung per gefängisstrafe verbieten...
Du liest wohl nicht die Haaretz. verfolgst nicht die Aktivitäten isr. Menschenrechtsgruppen etc.?
Du wirst es einfach nicht begereifen: der ANGEBLICH friedliche Protest ist nur vorgeschoben, um anti-isr. Agitprop zu verbrämen.
Es ist schon auffällig, dass kein einziger dieser Idioten wenigstens von den P. fordert, dass sie für ihr Recht auf Bewegungsfreiheit Garantien gegen den Terror gewährleisten müßten.
The sole purpose of non-Jews is to serve Jews, according to Rabbi Ovadia Yosef, the head of Shas’s Council of Torah Sages and a senior Sephardi adjudicator
http://www.jpost.com/JewishWor... ?id=191782
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