Zustimmung zu IWF-Geldmitteln wackelt

  • Sachte, sachte, heißt es immer noch.
    foto: www.pixelio.de, uwe ritter

    Sachte, sachte, heißt es immer noch.

Wenn der IWF Ende kommender Woche tagt, drohen die Schwellen­länder mit einer Blockade zur Aufstockung der Euro-Rettungsschirme

Berlin - Die Schwellenländer sehen in der Genehmigung der IWF-Mittel für die Euro-Rettung keine Selbstverständlichkeit. "Ich halte es nicht für ausgemacht, dass es schon bei der Frühjahrstagung zu einer Bewilligung kommt", sagte der Vertreter Brasiliens und acht weiterer lateinamerikanischer Länder im IWF-Exekutivdirektorium, Paulo Nogueira Batista, dem "Spiegel".

Ende kommender Woche kommt der Internationale Währungsfonds (IWF) zu seiner Frühjahrstagung in Washington zusammen. Die Aufstockung der europäischen Rettungsschirme, und damit die Voraussetzung für mehr Geld vom IWF, sei "weniger als versprochen", kritisierte Nogueira Batista. Es sei deshalb durchaus denkbar, dass die Frage zusätzlicher IWF-Mittel erst im Juni auf dem G-20-Gipfel in Mexiko beantwortet werde. Viel zu viele Mittel und Risiken des IWF konzentrierten sich mittlerweile in Europa.

"Die Euro-Länder missbrauchen ihre Macht im IWF", sagte der brasilianische Ökonom. "Die Europäer wollen unsere Hilfe, kommen uns aber bei der IWF-Reform nicht entgegen." Die BRICS-Staaten Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika kritisieren seit längerem die langsame Geschwindigkeit, die bei Änderungen an der IWF-Struktur und der Weltbank an den Tag gelegt wird. Hauptpunkt ist, dass die USA noch nicht ratifiziert haben, dass die Schwellenländer mehr Stimmrechte im IWF erhalten. (APA, 15.4.2012)

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And about time

Wenigstens ein paar Länder haben noch den Nerv festzustellen, daß der Rettungsschirm nicht die beste aller Lösungen ist und nur noch mehr Geld in Griechenland und anderen Ländern sinnlos verbennt.
Schickt Griechenland in Konkurs, da ist sowieso nichts mehr zu machen.
Spanien & Co. werden dadurch sicherlich ein wenig besser motiviert sein, sich selbst aus dem Dreck zu ziehen, in den sie sich auch selbst hineingearbeitet haben.

geht nicht - griechenland konkurs = konkurs der größten deutschen und französischen banken = systemkollaps, und das ende des pyramidenspiels, das wir für ein geldsystem halten.

daher ist die rettung der banken ja absolut "alternativlos", und der rettungsschirm dient nur dazu, daß diese banken ihre schulden weiterhin bedienen können, ihre gläubiger sind übrigens die konzerne und monopolisten die für ihr irres kapital zinsen sehen wollen, und nicht omis sparstrumpf, wie uns das so verklickert wird;-)

Blödsinn

1.) Sind die Banken längst abgesichert und haben die Verluste aus dem Kreditbetrug Griechenlands verdaut.
2.) Hat das mit "unserem Geldsystem" so rein gar nichts zu tun.

Der Betrug der Griechen, egal ob Regierung oder die kleinen Subventionsbetrüger, wird nicht besser wenn man sich, wie Sie, auf eine überkommene und über weit Teile kriminelle Ideologie ausredet.

Gehen Sie lieber wieder nach einem BGE oder nach warmen Eislutschern rufen.
Da sind Sie besser aufgehoben als bei den Erwachsenen.

In Zukunft...

...Geldmittel für "die" Schwellenländer aus dem IWF ebenfalls blockieren, und gut ist.

Was die Schwellenländer gerne vergessen

z. B. China hat seine Industrialisierung mit Krediten des Westens finanziert!!!

lustig - inzwischen könnte china halb amerika aus der portokasse kaufen, alleine mit seinen dollar reserven - industrialisierung wird meist über die ausbeutung der menschen bzw. ihrer arbeitskraft betrieben - jene die es finanzieren verdienen nur mit ohne was dafür zu leisten - insofern könnte der versuch china mittals der kreditfalle abhängig zu machen gescheitert sein, was aber insofern nix macht, weil man china eh über den dollar fest im griff hat - sollte china versuchen sich vom dollar zu emanzipieren dürfte es interessant werden, wie die federal reserve bzw. amerika reagieren - glaub da spielt sich schon des längeren ein kalter währungskreig abseits der öffentlichen wahrnehmung ab

Was gibt es da noch zu retten ? Es geht nur ums hinauszögern von dem das man nicht sehen will. Dieses Geldsystem tragt sich selbst zu Grabe.

IWF kann nur SCHULDEN verteilen, niemals GELD!

Diese einfache Tatsache wird flächendeckend ignoriert.

Sollten wir diese Denkstörung nicht erkennen können, da schon zu viele darunter leiden, dann gibt es keine Lösung ausser Krieg. (welcher in Vorbereitung ist)

Sollten wir diese Denkstörung in Bezug auf Geld überwinden, dann ist alles ganz einfach. Zinsfreies Volksgeld nach Bedarf.

So ist es mit Denkstörungen halt mal.

Geld = Schulden

unser Geld *ist* Schuldgeld.

Zinsfreies Volksgeld wurde schon von Proudhons Schüler Darimon gefordert.

Er und diese bürgerliche Forderung wurden von Marx natürlich entlarvt.

Es wird nämlich nichts an der Beziehung geändert, daß Geld als Macht- und Kommandomittel vom Kapital gegen die Klasse der Lohnarbeiter eingesetzt wird.

Der Arbeiter/ Angestellte muß seine Arbeitskraft anbieten, um dem Kapital Profit zu ermöglichen.

Dadurch erst wird das Kapital auf seine Kosten immer mächtiger.

Der vordergründig faire Handel Arbeit gegen Lohn funktioniert hintergründig nur durch Ausbeutung der Arbeitskraft.

Es gibt hier weder die Gleichheit noch die Freiheit auf der sich Marktteilnehmer begegnen, sonder Machtverhältnisse von Klassen.

Ich bräuchte langfristig Geld - zinsfrei klingt gut

Darf ich Ihnen meine Kontonummer geben? Auch kleine Beträge sind willkommen.

büddesöhr

Das wäre ein bedarfsorientiertes Gedlsystem
http://vimeo.com/25605881 http://www.ak-ggg.de

Halte das eher für politisches Gepose. Den überwiegenden Teil der Gelder für EFSF und ESM zahlen die Euroländer ja sowieso direkt selbst...

Wäre ich Finanzminister in einem Schwellenland, würde ich die Unterschrift auch nicht verschenken. Ich würde mir meine Unterschrift vergolden lassen. Mit noch einem VW-Werk im Land X oder noch höheren Lieferverträgen für argentinisches Rindfleisch in die EU, es muß ja nicht als argentinisches Fleisch deklariert werden, denn sonst könnten ja wieder die Dummen Kunden sagen das ist nicht ökologisch genug wenn das Fleisch so weit reist.

Wie auch immer, es geht da nicht um wollen oder können, sondern die wollen schlicht und mit Recht etwas für ihre Unterschrift haben.

Blöd ist nur das es keiner sagt. Blöd ist auch das es so verlogen dargestellt wird, wie wenn es NICHT um Geld und Macht gehen würde sondern um ehrenvolle Aspekte?

is eh scho wurscht.

das sehe ich nicht so.

wenn die dritte welt sich gegen die
weiterentwicklung stellt, muss ich mir doch als ersteweltbewohner fragen stellen, was das soll.

Reicher Mann und armer Mann
Standen da und sahn sich an.
Und der Arme sagte bleich:
Wär ich nicht arm, wärst du nicht reich.
(Bertold Brecht)

Nur die Armen sind wir

Brasilien , Indie China sind Reich sie halten sich nur viele Arme was nicht unser Problem ist.

Brasilien 1 Flugzeugträger
Indien 4 geplant
China 1 Flugzeugträger + 4 geplant

Die Kosten für die Flugzeugträger liegen so bei System 5 Billionen Dollar also so 4 Milliarden Euro und für 16 Milliarden EURO kann man in Indien die Armen schon eine Weile versorgen.

Ahja...und die Rüstungspolitik eines Landes hat mit seinem Reichtum bzw. seiner Armut jetzt genau was zutun?

Ein Flugzeugträger auf der Donau wäre sicherlich schick, aber mangels derartigen Plänen von Darabos vergleich ich halt mit einem anderen Rüstungsdeal:
Österreich (8 Millionen Einwohner) gibt 2 Milliarden für Eurofighter aus, Indien (1,2 Millarden Einwohner) 16 Milliarden für Flugzeugträger.
Also alleine wenn man diese beiden Waffendeals vergleicht gibt sich in Österreich eine Pro-Kopf-Belastung des Steuerzahlers vom 250€, eine des Inders von 13€.
Übrigens: Nominales BIP Deutschland (80 Mio. Einwohner) liegt bei ~3400Mrd. $, jenes von Indien (1,2 Mrd. Einwohner) bei ~1500Mrd. $. Fällt Ihnen etwas auf?
PS: Auch wenn Sie im Endeffekt richtig umrechnen finde ich es irreführend "billions" mit "Billionen" zu übersetzen.

es geht auch einfacher

verteidigungsbudget in % in relation zum bip

Auch das hat aber nichts mit dem tatsächlichen Reichtum eines Landes zutun.
Abgesehen davon: Die USA (laut dem Vorposter ja scheinbar auch ein ach so armes Land) haben gemessen am BIP ein doppelt so hohes Verteidigungsbudget wie Indien (das sich unter anderem mit einem Atombombenbewehrten Nachbarn konfrontieren muss und daher hier wohl auch mehr Geld in die Hand nehmen muss als das wohlbehütete Österreich).

Danke!

Heimlich, unter der Stola,
sauft der Pfaffe
Rum mit Cola.

Nein. Du hältst dich nur für etwas Besseres...

und meinst, Du wärst von der anhaltenden Entwicklung zu deinem Schaden ausgenommen.

danke,

dass du besserer einem, der sich besser vorkommt, deine analyse gratis zukommen liessest.

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