Japan wird ab Anfang Mai vorerst ohne Atomstrom auskommen

15. April 2012, 17:39

"Vorübergehend" werde keiner der 54 japanischen Atomreaktoren mehr Strom ins Netz speisen

Tokio - Das energiehungrige Japan muss ab Anfang Mai ohne Atomstrom auskommen. Ab 6. Mai werde "vorübergehend" keiner der 54 japanischen Atomreaktoren mehr am Netz sein, sagte Industrieminister Yukio Edano am Sonntag.

Tags zuvor soll der letzte, noch arbeitende Atomreaktor für Wartungsarbeiten vom Netz genommen werden. Er gehört zu einem Atomkraftwerk in Hokkaido.

Edano hatte am Freitag darauf hingewiesen, dass die Regierung in einigen Wochen zwei Atommeiler in Oi, nördlich von Osaka, wieder in Betrieb nehmen will. Allerdings ging der Gouverneur von Fukui nicht auf den Aufruf des Industrieministers ein, umgehend eine Genehmigung für die Inbetriebnahme zu erteilen.

Stromengpässe nach Fukushima befürchtet

Am 11. März 2011 waren nach einem Erdbeben der Stärke 9,0 riesige Tsunamiwellen über das Kraftwerk in Fukushima gegangen. Daraufhin fielen noch am selben Tag die Kühlsysteme der Anlage aus, was den schwersten Reaktorunfall seit der Atomkatastrophe von Tschernobyl auslöste.

Im Umkreis von 20 Kilometern um das Atomkraftwerk wurde eine Sperrzone eingerichtet, die rund 100.000 Menschen verlassen mussten. Die Atomkraft ist seit dem Unglück extrem umstritten. Andererseits befürchtet die Regierung Stromengpässe, vor allem durch den intensiven Betrieb von Klimaanlagen im Sommer. Die Umweltorganisation Greenpeace vertrat jedoch die Ansicht, es werde keine Engpässe geben, selbst wenn alle Atomkraftwerke abgeschaltet seien. (APA, 15.4.2012)

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hm.. -> weniger klimaanlagen im sommer?

SPAREN! nennt man das dann.
vlt.auch einmal etwas bessere gebäude bauen die weniger klimaanlage benötigen...

es wäre eigentlich ganz einfach.
kurioserweise kam auch deutschland recht gut ohne jene kraftwerke aus deren abschaltung angeblich das ganze netz zusammenbrechen hätte lassen....

-> alles nur ANGSTMACHE um diese zeitbomben weiterhin ticken zu lassen.

Eine Umweltkatastrophe, die Tschernobil um das Zigfache übertrifft - und Schweigen im Blätterwald? - Bis zu 2 Microsivert/h in der Luft (vom Boden gar nicht zu sprechen) und die Behörden…

…sprechen von "sicherer Umgebung"?

http://blog.alexanderhiggins.com/2012/04/3... ma-127821/

Zum Verglich: In Deutschland gelten 10 Microsivert/h als Eingreifrichtwert für eine Umsiedlung der ansässigen Bevölkerung, wiewohl 0,1 mSv als "unbedenklich" angegeben werden.

Ein ungeborenes Kind darf bis zu seiner Geburt keine höhere Strahlendosis als 1 mSv erhalten.
http://tinyurl.com/cac3m92

Und dabei wird doch immer behauptet, "ohne Strom aus den sauberen AKWs geht's einfach nicht!"...

Natürlich gehts ohne Strom aus Sauberen AKW!

Mann muss nur mehr alte Schweröl und Kohlekraftwerke betreiben. - Und bei Stromenpässen selbigen rationieren. Und der Klassiker unter unseren "Grün"-en: Strom(und jede andere Form der Energie) "muss" teurer werden.
Wäre ja gelacht wenn wir das mit der negativen Reallohn-Spirale der letzten Jahre Energiepreisgetrieben lustig fortsetzen könnten ;)

und schweröl verseucht auf jahrtausende?

ich denke nicht...insofern vertretbar.

bei höherem preis setzt übrigens sehr wohl eine reduktion ein. nicht jeder wird dann die klima auf höchststufe laufen lassen oder nicht jeder unnütze geräte (licht!) stundenlang laufen lassen ohne es zu benötigen.

und da gehen die lichter gar nicht aus??

genau damit wollte uns nach fukushima ja die merkeline schreckliche angst machen?

Sehr vernünftig - gleich ganz abschalten und zerlegen.

Wo man den ganzen Müll dann lagert, weiss zwar noch immer kein Mensch auf diesem Planeten, aber darüber brauchen wir uns ja den Kopf nicht zu zerbrechen, nicht wahr?
Dazu haben ja auch unsere Nachfolgegenerationen noch 250.000 Jahre Zeit.

Haben Sie eher nicht, bzw.

dann was deutlich besseres zu tun:
Kurzfristig: bei Feinstaub und NOx der ach so tollen "alternativen" irgend wie überleben und langfristig trotz Globalem Klimagau "irgend wie" zu überleben.
Dabei lässt sich Müll sicher für 100.000ende Jahre sicher verwahren: http://de.wikipedia.org/wiki/Unte... fa-Neurode
Aber für den Herrn "Trevor Goodchild" seine Allmachtphantasien darf natürlich kein Opfer zu groß sein, oder?

Sie sollten sich echt Hilfe holen, das ist ja beängstigend!

Ob die Leute die jetzt jubeln

auch jubeln werden, wenn die Polkappen geschmolzen sind?

Genau wie in Deutschland wird die Kernenergie in Japan hauptsächlich durch fossile Brennstoffe ersetzt!

Nein, es jubeln dann andere Leute (z.B. in Russland). Erst durch das Schmelzen der Polkappen werden die Rohstoffe dort zugänglich. Japan muss halt stärker das Gezeitenkraftwerknetz ausbauen, das heute nur 9% des japanischen Strombedarfs deckt. Da gibt es sicher ein Potenzial. Immerhin haben Atomkraftwerke in Japan bisher ein Drittel des Strombedarfs erzeugt.

Gezeitenkraftwerknetz?

Japan verfügt meines Wissens über kein einziges Gezeitenkraftwerk, von einem Netz ganz zu schweigen.

Kann es sein, dass du das mit der normalen Wasserkraft (Flüsse, Stauseen) verwechselt hast?
Deren Kapazität liegt nämlich tatsächlich in der genannten Größenordnung.

Die Daten der IEA zeigen zumindest für 2009 noch Null kWh aus Gezeitenkraft (Tide):
http://www.iea.org/stats/ele... RY_CODE=JP

Okay, I habe das von http://www.energieleben.at/atomstrom... ig-machen/ aber wahrscheinlich geht es um das Potenzial in nächster Zukunft. Es würde mich aber nicht wundern, wenn der Ausbau von Wellenkraftwerken jetzt tatsächlich forciert werden würde: http://www.japantimes.co.jp/text/nn20... 002a6.html , http://www.scotsman.com/the-scots... -1-2163974 und http://www.japantimes.co.jp/text/eo20... 326a1.html

EEG ab 1.7.2012

Man wird sehen. Am ersten Juli tritt in Japan ein Erneuerbare-Energien-Gesetz in Kraft, das Einspeisevergütungen für Ökostrom festsetzt.

Bei entsprechender Höhe der Subvention kann man davon ausgehen, dass der "Ökostrom" um einiges zulegen wird.
Ob Wellenkraftwerke dabei eine bedeutende Rolle spielen werden, das bezweifle ich aber eher.

Schwimmen ist immer noch leichter als krebs zu heilen, aber sie haben schon recht, ganz so einfach ist die sache nicht

CO2

Sie tun ja so, als ob Atomkraft CO2 neutral wäre. Alleine der Uranabbau, der Transport, und die Entsorgung der Abfälle erzeugt enorme Mengen an CO2, darüber wird halt nur nicht gesprochen.

In D wird, falls ihnen das entgangen ist, massiv in CO2 neutrale erneuerbare Energien investiert. Natürlich muss man eine gewisse Übergangszeit mit alten fossilen Kraftwwerken rechnen, aber jedes neue Atomkraftwerk blockiert die Energiewende ca. 40 Jahre lang, und jedes alte ist ein Risikofaktor zum Quadrat.

Sie haben aber gewaltige Bildungslücken

Sind aber ein ausgezeichneter Nachplapperer.

Nix fir Unguad alias gigngogn hat so gut wie

nie Argumente, sondern labert meistens nur Müll

argumente - natürlich keine

10 Sek. googeln

Besser gscheit nachplappern, als irgendeinen Blödsinn behaupten.
http://www.energyagency.at/news/arti... tlich.html

ein journalist

würde sich wenigsten dafür interessieren wie diese "atomstromloch" aufgefüllt wird: öl, kohlen, import oder was denn.

wäre dann eine längere story, reportage, sicher auch interessant.
was fürs wochenende, aber hier reicht es mMn nur die nachricht zu überbringen.

wenn zu jeder nachricht eine 2seitigen hintergrundbericht mitlieferst ist die zeitung entweder 200 seiten dick, oder nicht tagesaktuell.

Wie kann man nur so naiv sein...

..und glauben, daß Japan langfristig ohne seine 54 Atomkraftwerke auskommen könnte, die bisher über 60 % des Energiebedarfs im Land gedeckt haben? Glaubt irgendjemand, daß die nur zum Spaß gebaut worden sind? Wie stellt man sich in der Gutmenschen-Alternativ-Energiesparer Welt eigentlich den Betrieb eines nationalen Zugnetzes, eines Stahlwerkes, eines produzierenden Elektronikunternehmens, etc. vor? Sollen die einfach alle zu Mittag - wenn die Energei alle ist - stehen bleiben?

ja die sind zum "spaß", eigentlich aus einer wirtschaftspolitische entscheidung heraus gebaut worden.
es war groß-highend technologie.
genauso gut hätten die vor 30-40 jahren sagen können.

wir japaner sind schlaue kerle, und machen uns bis 2000 energieimport unabhängig. die meisten techniken standen auch dazumal schon zur verfügung.

Die glauben vermutlich, daß man durch "Effizienzsteigerung" den ganzen Strombedarf einsparen kann

Als ob energiehungrige Industrie das nicht eh schon machen würde, soweit sinnvoll. Die bekommen ja den Strom auch nicht geschenkt.

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