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Der junge Orang-Utan greift mit seiner Hand durch die Gitterstäbe und streicht über ein iPad, was auf dem Bildschirm bunte Farbkleckse entstehen lässt. Kurz darauf presst Mahal sein Gesicht gegen das Gitter, streckt seine Zunge heraus und berührt damit den Tablet-Computer, aus dem daraufhin der Lieblingssong des jungen Menschenaffen ertönt - "Twinkle, Twinkle Little Star". Schon bald sollen Mahal und seine beiden Artgenossen im Zoo von Milwaukee im US-Bundesstaat Wisconsin das iPad auch nutzen können, um sich mit Orang-Utans in anderen Zoos zu Bildschirm-Dates verabreden zu können - so hoffen wenigstens ihre Betreuer.
Begeisterung für Orang-Utan-Videos
Mahal und die beiden anderen iPad-erprobten Orang-Utans von Milwaukee finden es aufregend, wenn ihnen einfache Orang-Utan-Videos auf dem iPad gezeigt werden. Die Betreuer vermuten jedoch, dass sich die Primaten für regelrechte iPad-Verabredungen mit Artgenossen anderswo - und damit für Live-Videos von anderen Orang-Utans - noch mehr begeistern werden. "Wir sind gespannt, wohin uns das führt", sagt Trish Kahn, die im Zoo von Milwaukee für die Menschenaffen zuständig ist: "Natürlich kann es auch passieren, dass ihnen das völlig egal ist", meint sie: "Aber ich glaube, sie verstehen, dass sie da einen anderen Orang-Utan in Echtzeit sehen."
iPads als Beschäftigungstherapie
Knapp ein Jahr nachdem der Zoo die iPads als eine Art Beschäftigungstherapie für die Orang-Utans eingeführt hat, wird das Menschenaffenhaus nun WiFi-tauglich gemacht, damit die Tiere sich tatsächlich untereinander verabreden und dabei von den Besuchern per Webcam beobachtet werden können. Mehrere andere Zoos stellten ihren Orang-Utans mit Hilfe der Non-Profit-Organisation Orangutan Outreach inzwischen ebenfalls Tablet-Computer zur Verfügung, nachdem das Experiment in Milwaukee sich als so erfolgreich erwiesen hat.
Die Menschenaffen-Betreuer verfolgen mit ihrer Computer-Strategie gleich zwei Ziele: Zum einen wollen sie die wissbegierigen Säugetiere auf intelligente Weise beschäftigen und so vor Lethargie bewahren. Zum anderen sollen sich die Zoobesucher für die Orang-Utans begeistern: "Es ist sehr wichtig, dass die Menschen eine Verbundenheit mit diesen Tieren fühlen, denn in der freien Wildbahn sind sie vom Aussterben bedroht", sagt Trish Kahn. "Für mich ist es am allerwichtigsten, dass die Leute feststellen, dass es sich hier um empfindsame Lebewesen handelt, die einfach unglaublich sind."
Video-Shows vor Publikum
Abgesehen von ihren iPad-Spielereien im Fütterungsbereich bekommen die Orang-Utans von Milwaukee auch richtige Video-Shows vor Publikum zu sehen: Scott Engel, der sich im Zoo ehrenamtlich um die Menschenaffen kümmert, führt den Orang-Utans auf dem iPad durch eine dicke Glasscheibe Filmchen vor. Engel, ein freier Fotograf, war es auch, der das iPad-Programm für die Orang-Utans in Milwaukee ins Leben rief und für den Start sein altes iPad anbot. Mittlerweile zeigt er den Orang-Utans mehrmals in der Woche Videos. "Es ist wunderbar, Verbindung mit einem Tier aufzunehmen - das kann den Tag richtig hell machen", sagt Engel.
Engels Lieblingsmomente sind jene, wenn das introvertierte und scheue 30-jährige Orang-Utan-Männchen Tommy aus seinem Winkel hervorkommt, um ihn zu begrüßen. Lange Zeit verbrachte Tommy seine Tage damit, sich vor dem Zoopublikum zu verstecken oder den Zuschauern den Rücken zuzukehren. Erst das iPad-Experiment und die Videos, die es auf dem kleinen Bildschirm zu sehen gibt, haben das geändert.
Bei Engels Video-Shows versammeln sich regelmäßig Scharen von Besuchern und löchern den ehrenamtlichen Affen-Betreuer mit Fragen zu den Orang-Utans. Gelächter ertönt, wenn Engel berichtet, dass der noch junge Mahal sich am liebsten Filme mit Pinguinen ansieht, während seine Adoptivmutter MJ sich eher für BBC-Naturfilme von David Attenborough erwärmt. MJ ist es übrigens auch, die fordernd an die Scheibe klopft, damit Engel endlich das nächste Video startet. (APA, 15.04.2012)
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Das werde ich meinen Freunden (überzeugte iPhone- bzw. iPad BenutzerInen) unbedingt zukommen lassen: das sind hoch intelligente und sympathische Menschen mit Humor (also keine "Bobos").
Und jetzt mache missbrauche ich zum ersten Mal den Bewertungsbalken für die Abstimmung:
- Wer angenommen hat, dass dieser Artikel die beleidigende Vergleiche mit den menschlichen iPad-Nutzern provozieren wird, stimmt bitte mit Grün.
- Wer völlig überrascht ist, dass dieser Artikel die beleidigende Vergleiche mit den menschlichen iPad-Nutzern provozieren wird, stimmt bitte mit Rot.
Kleine Anmerkung: Auch "Bobos" können hoch intelligente und sympathische Menschen mit Humor sein.
Ein "Bobo" wird man (in Wien) doch primär durch die Wahl des Wohnbezirkes, den Beruf, und durch die Art, wie man seine Freizeit verbringt (welche Lokale, welche Kinos etc.).
Und klar gibt es unter sogenannten Bobos lächerliche Pfaue, die außer sich selbst und ihrer engsten Umgebung nicht viel wahrnehmen, und sich ausschließlich für ihre diversen Statussymbole interessieren. Aber das auf alle zu verallgemeinern wäre so, wie wenn man jedem (nicht-Bohemién) Bürgerlichen eine ideologische Nähe zum Faschismus unterstellen würde (und ja, auch das passiert, ist aber genauso gaga).
in wirklichkeit ist es eher ein versuch, der mit den standard-postern durchgeführt wird, ohne dass es diese bemerken.
man will untersuchen, wie sich identifikation mit einer marke bzw. hass auf eine marke auf das menschliche denkvermögen auswirken, und ob es möglich ist, dass sich durch dieses einfache schema, an und für sich intelligente menschen (von der annahme gehe ich aus), auf ein sehr tiefes niveau begeben, sich also "zum affen machen".
vorläufiges zwischenergebnis: vor allem die hasser einer marke haben die these bis jetzt eindeutig gestützt.
haha: nivellierung nach unten als gefahr der netzkommunikation? letztes we war in bruck radbörse, wo ich mitorganisieren helfe - haben wir zwei kassen gemacht, eine für ungerade und eine für gerade zahlen. war ein knock-out kriterium, leute sind in gruppen herumgestanden und ham diskutiert, ob 67 jetzt eine gerade oder ungerade zahl ist (zählt die erste oder die zweite ziffer?). reaktion? also entweder markieren wir nächstes jahr die zettel für die geraden zahlen und die passenden hinweisschilder rosa + hellblau ... - oder wir eröffnen eine dritte kassa für primzahlen ;-) Was würdest du vorschlagen?
Den tatsächlichen Endbetrag muß der Kunde dann selbst ausrechnen und sich dann entscheiden, ob er an der Kassa mit den geraden oder den ungeraden Zahlen bezahlen muß. Dazu noch eine Jugendkassa und eine Seniorenkassa ohne konkrete Altersangaben und die nächste Börse wird in einem Desaster enden. `:)
"Mahal und die beiden anderen iPad-erprobten Orang-Utans von Milwaukee finden es aufregend, wenn ihnen einfache Orang-Utan-Videos auf dem iPad gezeigt werden."
Ähh, aufregend, Filmchen? Was für Filmchen? Etwa Orang-Utan-Pr0n? Hey, da tut sich ein ganz neuer Markt auf. Oh, zu früh gefreut. Orangs haben keine Kreditkarten.
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