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vergrößern 1039x1239Gemeinderatswahlen in Innsbruck: Vorläufiges Endergebnis

Alexander Ofer- der erste Pirat im Gemeinderat.

Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer von der bürgerlichen Liste 'Für Innsbruck'und Christoph Platzgummer (ÖVP).
Innsbruck - Bei der Innsbrucker Bürgermeisterwahl ist eine Stichwahl in 14 Tagen fix. Nach dem vorläufigen Endergebnis lag die amtierende Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer von der bürgerlichen Liste "Für Innsbruck" mit 31 Prozent hauchdünn vor VP-Kandidat Christoph Platzgummer (28 Prozent). Auf die beiden Listen entfielen jeweils neun Mandate mit deutlichen Gewinnen der ÖVP und Verlusten der Bürgermeisterliste. Für das Regieren in der Landeshauptstadt ist weiterhin eine Koalition notwendig. Die drei "bürgerlichen Listen" kommen auf 19 der 40 Sitze. Erstmals sind in Innsbruck die Piraten in den Gemeinderat eingezogen.
Die Grünen überholten mit acht Mandaten die SPÖ (sechs Mandate). Die Piraten zogen mit einem Sitz in den 40-köpfigen Gemeinderat ein. FPÖ und Rudi Federspiel erreichten jeweils drei Mandate, der ÖVP-Seniorenbund bleibt bei einem Mandat. Der Bürgermeister wurde zum ersten Mal direkt gewählt.
Niedrige Beteiligung
Die bereits niedrige Wahlbeteiligung hat bei der Innsbruck-Wahl neuerlich abgenommen. 2006 lag sie noch bei 57,8 Prozent. Heuer schritten nur noch 50,7 Prozent der 99.901 Wahlberechtigten (inklusive Briefwahl) zu den Urnen.
Für die ÖVP bedeutet das vorläufige Innsbrucker Gemeinderatswahlergebnis die Rückeroberung der relativen Mehrheit. Sie legte um 7,3 Prozentpunkte auf 21,9 Prozent zu und überholte damit die seinerzeit vom heutigen Landtagspräsidenten Herwig van Staa gegründete Bürgermeisterliste "Für Innsbruck", die 5,9 Prozentpunkte verlor und 21,0 Prozent erreichte.
Die Grünen kamen auf 19,1 Prozent (plus 0,5 Prozentpunkte) oder acht der 40 Sitze. Für die SPÖ bedeutete das Ergebnis ein Minus von 5,1 Prozentpunkte auf sechs Sitze.
Die Liste "Rudi Federspiel" kam auf 7,9 Prozent (minus 1,5 Prozentpunkte), die Freiheitlichen auf 7,7 Prozent (plus 2,7 Prozentpunkte). Der VP-Seniorenbund stagnierte bei 2,7 Prozent.
"Heimat der politischen Mitte"
In dem Ergebnis der Innsbrucker Gemeinderatswahl sah Tirols Landeshauptmann Günther Platter (VP) Sonntagabend jedenfalls eine Bestätigung für das bürgerliche Lager. Sichtlich erfreut gab sich VP-Spitzenkandidat Platzgummer: "Die Menschen wollen einen Wechsel". "Für Innsbruck" sei Granat dafür, dass die FPÖ nicht in die Stadtregierung kommen werde, betonte hingegen Oppitz-Plörer: "Wir sind die Heimat der politischen Mitte". Für die Stichwahl will Oppitz-Plörer die Menschen in den nächsten Wochen von der "harten Arbeit" der letzten Jahre überzeugen. Nach dem Wahlkampf seien aus ihrer Sicht "keine Gräben offen".
FP-Spitzenkandidat August Penz sah sich als "unzufriedener Gewinner". Dass sich das umstrittene Wahlplakat mit dem Slogan "Heimatliebe statt Marokkaner-Diebe" negativ ausgewirkt habe, glaubte Penz gegenüber der APA nicht. Selbstverständlich müsse aber in den nächsten Tagen Ursachenforschung betrieben werden. SPÖ-Spitzenkandidatin, Stadträtin Marie-Luise Pokorny-Reitter erklärte, dass es "wehtue", wenn man Mandate verliert. Wahlempfehlung wollte sie zu noch keine abgeben.
Bundes-SPÖ: "Regional spezifisch"
Die Bundes-SPÖ hat das Ergebnis ihrer Parteikollegen bei der Innsbrucker Gemeinderatswahl zurückhaltend kommentiert. "Unbestritten musste die Innsbrucker SPÖ einen Verlust einfahren", sagte Bundesgeschäftsführerin Laura Rudas am Montag zur APA. Die Aufarbeitung dieses Resultats obliege allerdings den Tiroler Sozialdemokraten, wie generell eine Regionalwahl "regional spezifisch" betrachtet werden müsse.
Auch den Einzug des Piratenpartei-Vertreters in den Gemeinderat beobachtet man in der Wiener Löwelstraße gelassen. "Das hält eine Demokratie schon aus, dass neue Parteien antreten, überhaupt im Regionalbereich". Aber man müsse sich den Piraten-Erfolg "natürlich anschauen, wie bei allen anderen Mitbewerbern".
Pirat Alexander Ofer war sichtlich glücklich und betonte, dass er diesen Ausgang mit einem Mandat erwartet habe. Es zeige, dass die Menschen mehr Bürgerbeteiligung haben wollten. Und dafür würden sich künftig die Piraten einsetzen.
Fronten vor Stichwahl verhärtet
Die Fronten zwischen den beiden bei der Innsbrucker Bürgermeisterwahl in die Stichwahl gekommenen Kandidaten bleiben verhärtet. Oppitz-Plörer von der VP-nahen Liste "Für Innsbruck" betonte am Montag gegenüber der APA, dass es bei der Wahl zwei Wochen auch um die "Selbstständigkeit der Stadt" gehe, die "nicht zu einem verlängerten Arm des Landes" werden dürfe. Herausforderer Christoph Platzgummer von der Stadt-VP erhob bei einer Pressekonferenz ebenfalls den Führungsanspruch. In die Stichwahl gehe man mit komplett neuen Voraussetzungen, betonte Oppitz-Plörer. Sie werde alles daran setzen, um in der Stadt die "politische Mitte" zu sichern. VP-Bürgermeisterkandidat Platzgummer sah nach der Innsbrucker Gemeinderatswahl gute Chancen für die Stichwahl am 29. April. "Ich will jetzt Bürgermeister werden - und die Zeichen stehen sehr gut", betonte er. (APA, 16.4.2012)
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Vorläufiges Endergebnis: ÖVP 39,6 Prozent (-0,9), SPÖ 13,8 (-1,6), Grüne 12,1 (+1,4), Vorwärts Tirol 9,3 (+9,3), FPÖ 9,6 (-2,8), Liste Fritz 5,6 (-12,7), Gurgiser 4,8 (+4,8), Team Stronach 3,4 (+3,4), Sonstige 1,8 (-1,8) - Analyse-Grafik mit Mandaten und allen Ergebnissen auf Bezirks- und Gemeindeebene
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Was heißt 'dann hätten die innsbrucker die grünen auch wählen können' – als ob sie das nicht getan hätten!
Wenn die Grünen von 18 ½ % nochmal leicht auf knapp über 19 % zulegen konnten,
• ist das ein Wert, den man andernorts in Österreich nicht nicht so schnell finden wird,
• zeigt das, dass sich die Grünen in Ibk offensichtlich längerfristig bei um die 20 % einnisten konnten.
Sogar wenn man FPÖ und RUDI zusammenrechnet, kommen die nur auf 16 ½ %. Glaubt irgendjemand dass das – Grüne 2,5 % vor der Strache-Truppe – zB in Wien auch gelingen könnte?
Der Plan lautet: Die Bürger selbst bringen ihre Wünsche, Ideen und Bedürfnisse ein - es wird darüber diskutiert und dann abgestimmt. Jeder soll mitmachen und sich einbringen, also aktiv mitgestalten.
Stimmt schon, mit den zur Perfektion durchstrukturierten Taschelzieher-Plänen der ÖVP kann das nicht so leicht mithalten...
Keine Sorge, der Plan und die Richtung kommen noch.
Hauptsache es ist die Stimme der Bürger der sie folgen. (Im Gegensatz zu den anderen üblichen Parteien.)
Piraten, macht was aus eurem ersten Mandat, ich will euch bei den Parlamentswahlen wählen können!
Aus Tirol kamen immer wieder Stimmen (bitte fragts mich jetzt net nach Screennames, an die kann ich mich nimmer erinnern), die "den Islam" aus Österreich rausschmeißen wollen, notfalls auch mit Gewalt. War innerhalb der Partei ne recht unpopuläre Position, "Religion ist pfui, aber Privatsache und wir haben uns da nicht einzumischen" war damals die Mehrheitsposition. Alle Angaben ohne Gewähr.
...wird anscheinend nicht mehr wirklich ernst genommen. Die niedrige Wahlbeteiligung von ca. 50% sollte eigentlich allen Demokratieliebenden zu denken geben.
Natürlich ist es verständlich, dass viele aus Politikverdrossenheit nicht zur Wahl gehen oder vielleicht eine Gemeinderatswahl nicht so ernst nehmen wie Landes- oder Nationalratswahlen.
Dennoch sollte man zur Wahl gehen und notfalls weiß wählen. Man bedenke, dass in anderen Ländern tausende von Menschen in jüngster Vergangenheit für ein solches Wahlrecht protestieren - großteils unter Lebensgefahr...
weiss wählen = falsch wählen = nicht wählen.
WENN die sitze nach der anzahl der möglichen wähler aufgeteilt würde, und nicht an den bekommenen stimmen,
würde weiss wählen was helfen (leere sitze).
bsp: bei 50% wahlbeteiligung würden nur 50% der sitze an parteien gehen - und der rest bleibt leer.
2/3 mehrheit nicht möglich, weil 50% nicht mitstimmen können.
DAS wäre ein denkzettel - aber unser system ist anders!
aber bei unserm system trifft es leider zu, dass weiss wählen und falsch wählen das selbe ist wie NICHT WÄHLEN.
also: geht bitte wählen - aber wählt jemanden !
zur not halt eine mini-partei, eine protest-partei oder sonst eine zur wahl angetretene.
aber mit WEISS, FALSCH oder NICHT hilft man nur den vorhandenen kräften (rot/schw)
Nicht wählen ist meiner Definition nach, wenn man überhaupt nicht zur Wahlurne geht. Weiß-Wähler geben aber im Gegensatz zu Nicht-Wählern immerhin eine Stimme ab.
Würden alle politisch Unzufriedenen weiß wählen, könnte man diese Stimmen prozentuell angeben. Wenn die Annahme stimmt, dass der Großteil der Nicht-Wähler aus Protest gegen die Parteien nicht zur Wahl gehen, würden diese sich somit als messbare Protestbewegung bemerkbar machen.
Natürlich könnte es sein, dass die vorhandenen Kräfte weiterhin aufgrund fehlender Konsequenzen diesen Umstand ignorieren. Allerdings wäre es scho aus Sicht der Parteien nicht intelligent, sich eine solche neutralen Wählergruppe entgehen zu lassen.
Dann kommt hier die finale frage:
wie haben politiker bis heute auf die weiss-stimmen reagiert?
garnicht.
also, bringt weiss wählen was?
garnichts.
congrats, Sie haben nichts verstanden.
zur Farce verkommt, weil alle Wahlmöglichkeiten aus einem einzige dreckigen Sumpf stammten, ist hat das mit Demokratie (also einer Volksherrschaft) überhaupt nichts mehr zu tun.
Diese Wahlen erinnern daher eher an Nordkorea, Kuba oder Russland und sonstige Länder mit solch einwandfreien "Demokratien".
leute wie du sind eine farce. die nur möglich sind weil einem in dieser gesellschaft schon seit jahrzehnten alles in den arsch reingeschoben wird, und man eben für nix mehr kämpfen muß.
aber wird vielleicht eh wieder anders, ob uns das dann so viel mehr recht ist ?
und könnte Ihnen aufzählen welche Zahlungen mir der Staat vorschreibt. Da würde Ihnen schwindlig.
Von reinschieben habe ich leider noch nichts bemerkt. Aber vielleicht kommt das ja irgendwann. Wenn ich vielleicht irgendwann mal von Hochegger berüchsichtigt werde ;-)
Unser derzeitiges Gesellschaftsmodell hat leider in den letzten 30 Jahren nur mehr Konsumenten und keine BürgerInnen mehr hervorgebracht.
Das sieht man an Kommentaren wie Ihren, die sich nur darüber beklagen, dass niemand zu 100% das liefert, was Sie wollen und kaum mehr jemand auf die simple Idee kommt, selbst politisch aktiv zu werden.
Die Demokratie der Konsumenten wird leider nicht funktionieren und das stimmt mich pessimistisch, wenn sich nicht endlich wieder mehr Menschen als BürgerInnen verstehen.
fast 50% der ibker blieben der wahl fern, sind somit wieder mal die stimmenstärksten.
zählt man dann noch von den aktiven wählern die parteisoldaten weg, wird wohl nur jeder 4 innsbrucker wirklich wählen gegangen sein. traurig. nur gut daß zumindest schwarz/schwarz verhindert werden konnte, die STIMMEN-DIEBE mit PENZ einen ordentlichen Dämpfer bekamen und die ROTEN ob der niederlage den GRÜNEN gegenüber einiges an trauerarbeit zu leisten haben werden.
oppitz-plörer wird nun weitere 14 tage nicht zum regieren kommen, sondern muss weiter wahlkämpfen. apropos regieren: bin schon gespannt wer sich mit wem ins bettchen legt. wenn der als voraussichtliche vize platzgummer so viel arbeitet wie im zukunftsbüro kann man diesen poster bald einsparen.
Die bereits niedrige Wahlbeteiligung hat bei der Innsbruck-Wahl neuerlich abgenommen. 2006 lag sie noch bei 57,8 Prozent. Heuer schritten nur noch 49,7 Prozent der 96.861 Wahlberechtigten zu den Urnen.
das heisst die hälfte der sitze sind nun leer und werden nicht besetzt ?
leider nicht - würde ich mir aber wünschen als wahlsystem,
dass man die sitze anhand der berechtigten wähler aufteilt, und nicht an den gewählten stimmen.
dann wäre der nationalrat auch halb leer, und 2/3 mehrheiten gäbe es nicht.
DANN müssten die parteien was tun..
aber bei unserm system..
Nö, das bedeutet, dass die Nicht-Wähler und Nicht-Wählerinnen das Ergebnis der Wähler und Wählerinnen akzeptieren, wenn sie wert auf ein anderes Ergebnis gelegt hätten, hätten sie ja von ihrem Wahlrecht gebraucht gemacht.
Bei Wahlen gilt: Wer schweigt, stimmt zu.
Ja natürlich, es ist aber nicht verwunderlich, dass viele Bürger von der def-fakto-Unmöglichkeit, am Status Quo etwas zu verändern, frustriert sind.
Wobei man sagen muss - Tirol ist da wirklich etwas eigenartig. Einerseits kommt mit den Piraten eine Gruppe in den Gemeinderat, die mit der sonstigen Verhaberung wirklich nichts zu tun hat, andererseits gewinnen die Oberkorruptionisten sogar Stimmen dazu - irgednwie versteh ich es nicht.
Die ÖVP hat eindeutig zugelegt - trotz der Versuche, gerade wegen der Gemeinderatswahl Platter und Hakl anzupatzen. Der Wähler hat's überrissen. Und die Roten sollten merken, wohin es führt, wenn sie sich vom Pilz einspannen lassen.
"'Für Innsbruck' sei Granat dafür, dass die FPÖ nicht in die Stadtregierung kommen werde"
http://de.wikipedia.org/wiki/Granatgruppe
Objektiv gesehen hat die FPÖ 3 Prozent gewonnen.
Subjektiv gesehen ist die FPÖ aber neben der SPÖ der Hauptwahlverlierer.
Denn die letzte Wahl in Innsbruck war 2006.
2006 hat die FPÖ zwischen 7 und 9 Prozent in den Umfragen auf Bundesebene gehabt. Heute liegen sie in Bundesumfragen bei 27-28 Prozent.
Unter diesen Umständen nur 8 Prozent bei der Wahl erreichen ist äußerst dürftig.
Sicher hat der Ex-Blaue Rudi Federspiel auch viele Blaue Wähler einkassiert.
Bloß war Federspiel 2006 auch schon bei der Wahl dabei.
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