Oppitz-Plörer muss gegen Platzgummer in Stichwahl

15. April 2012, 23:38
  • Gemeinderatswahlen in Innsbruck: Vorläufiges Endergebnis
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    Gemeinderatswahlen in Innsbruck: Vorläufiges Endergebnis

  •  Alexander Ofer- der erste Pirat im Gemeinderat.
    foto: apa/robert parigger

    Alexander Ofer- der erste Pirat im Gemeinderat.

  • Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer von der bürgerlichen Liste 'Für Innsbruck'und Christoph Platzgummer (ÖVP).
    foto: apa/robert parigger

    Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer von der bürgerlichen Liste 'Für Innsbruck'und Christoph Platzgummer (ÖVP).

Piraten mit einem Mandat im Gemeinderat - Je neun Mandate für Bürgermeisterliste und ÖVP

Innsbruck - Bei der Innsbrucker Bürgermeisterwahl ist eine Stichwahl in 14 Tagen fix. Nach dem vorläufigen Endergebnis lag die amtierende Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer von der bürgerlichen Liste "Für Innsbruck" mit 31 Prozent hauchdünn vor VP-Kandidat Christoph Platzgummer (28 Prozent). Auf die beiden Listen entfielen jeweils neun Mandate mit deutlichen Gewinnen der ÖVP und Verlusten der Bürgermeisterliste. Für das Regieren in der Landeshauptstadt ist weiterhin eine Koalition notwendig. Die drei "bürgerlichen Listen" kommen auf 19 der 40 Sitze. Erstmals sind in Innsbruck die Piraten in den Gemeinderat eingezogen.

Die Grünen überholten mit acht Mandaten die SPÖ (sechs Mandate). Die Piraten zogen mit einem Sitz in den 40-köpfigen Gemeinderat ein. FPÖ und Rudi Federspiel erreichten jeweils drei Mandate, der ÖVP-Seniorenbund bleibt bei einem Mandat. Der Bürgermeister wurde zum ersten Mal direkt gewählt.

Niedrige Beteiligung

Die bereits niedrige Wahlbeteiligung hat bei der Innsbruck-Wahl neuerlich abgenommen. 2006 lag sie noch bei 57,8 Prozent. Heuer schritten nur noch 50,7 Prozent der 99.901 Wahlberechtigten (inklusive Briefwahl) zu den Urnen.

Für die ÖVP bedeutet das vorläufige Innsbrucker Gemeinderatswahlergebnis die Rückeroberung der relativen Mehrheit. Sie legte um 7,3 Prozentpunkte auf 21,9 Prozent zu und überholte damit die seinerzeit vom heutigen Landtagspräsidenten Herwig van Staa gegründete Bürgermeisterliste "Für Innsbruck", die 5,9 Prozentpunkte verlor und 21,0 Prozent erreichte.

Die Grünen kamen auf 19,1 Prozent (plus 0,5 Prozentpunkte) oder acht der 40 Sitze. Für die SPÖ bedeutete das Ergebnis ein Minus von 5,1 Prozentpunkte auf sechs Sitze.

Die Liste "Rudi Federspiel" kam auf 7,9 Prozent (minus 1,5 Prozentpunkte), die Freiheitlichen auf 7,7 Prozent (plus 2,7 Prozentpunkte). Der VP-Seniorenbund stagnierte bei 2,7 Prozent.

"Heimat der politischen Mitte"

In dem Ergebnis der Innsbrucker Gemeinderatswahl sah Tirols Landeshauptmann Günther Platter (VP) Sonntagabend jedenfalls eine Bestätigung für das bürgerliche Lager. Sichtlich erfreut gab sich VP-Spitzenkandidat Platzgummer: "Die Menschen wollen einen Wechsel". "Für Innsbruck" sei Granat dafür, dass die FPÖ nicht in die Stadtregierung kommen werde, betonte hingegen Oppitz-Plörer: "Wir sind die Heimat der politischen Mitte". Für die Stichwahl will Oppitz-Plörer die Menschen in den nächsten Wochen von der "harten Arbeit" der letzten Jahre überzeugen. Nach dem Wahlkampf seien aus ihrer Sicht "keine Gräben offen".

FP-Spitzenkandidat August Penz sah sich als "unzufriedener Gewinner". Dass sich das umstrittene Wahlplakat mit dem Slogan "Heimatliebe statt Marokkaner-Diebe" negativ ausgewirkt habe, glaubte Penz gegenüber der APA nicht. Selbstverständlich müsse aber in den nächsten Tagen Ursachenforschung betrieben werden. SPÖ-Spitzenkandidatin, Stadträtin Marie-Luise Pokorny-Reitter erklärte, dass es "wehtue", wenn man Mandate verliert. Wahlempfehlung wollte sie zu noch keine abgeben. 

Bundes-SPÖ: "Regional spezifisch"

Die Bundes-SPÖ hat das Ergebnis ihrer Parteikollegen bei der Innsbrucker Gemeinderatswahl zurückhaltend kommentiert. "Unbestritten musste die Innsbrucker SPÖ einen Verlust einfahren", sagte Bundesgeschäftsführerin Laura Rudas am Montag zur APA. Die Aufarbeitung dieses Resultats obliege allerdings den Tiroler Sozialdemokraten, wie generell eine Regionalwahl "regional spezifisch" betrachtet werden müsse.

Auch den Einzug des Piratenpartei-Vertreters in den Gemeinderat beobachtet man in der Wiener Löwelstraße gelassen. "Das hält eine Demokratie schon aus, dass neue Parteien antreten, überhaupt im Regionalbereich". Aber man müsse sich den Piraten-Erfolg "natürlich anschauen, wie bei allen anderen Mitbewerbern".

Pirat Alexander Ofer war sichtlich glücklich und betonte, dass er diesen Ausgang mit einem Mandat erwartet habe. Es zeige, dass die Menschen mehr Bürgerbeteiligung haben wollten. Und dafür würden sich künftig die Piraten einsetzen.

Fronten vor Stichwahl verhärtet

Die Fronten zwischen den beiden bei der Innsbrucker Bürgermeisterwahl in die Stichwahl gekommenen Kandidaten bleiben verhärtet. Oppitz-Plörer von der VP-nahen Liste "Für Innsbruck" betonte am Montag gegenüber der APA, dass es bei der Wahl zwei Wochen auch um die "Selbstständigkeit der Stadt" gehe, die "nicht zu einem verlängerten Arm des Landes" werden dürfe. Herausforderer Christoph Platzgummer von der Stadt-VP erhob bei einer Pressekonferenz ebenfalls den Führungsanspruch.  In die Stichwahl gehe man mit komplett neuen Voraussetzungen, betonte Oppitz-Plörer. Sie werde alles daran setzen, um in der Stadt die "politische Mitte" zu sichern. VP-Bürgermeisterkandidat Platzgummer sah nach der Innsbrucker Gemeinderatswahl gute Chancen für die Stichwahl am 29. April. "Ich will jetzt Bürgermeister werden - und die Zeichen stehen sehr gut", betonte er. (APA, 16.4.2012)

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ÖVP und FPÖ gewinnen moderat bis stark dazu

SPÖ und Grüne verlieren moderat

FI verliert stark

Federspiel und Seniorenbund bleiben fast unverändert

Piraten schaffen Einzug in den Gemeinderat

http://wahlen.innsbruck.gv.at

also die beteiligung ist ja mies.
da gehen ja zu einer öh-wahl noch fast mehr hin

Ich find's ja spannend, dass die akademischen Grade der Spitzenkandidatinnen auf einer amtlichen Seite ( http://wahlen.innsbruck.gv.at/ ) mit inexistenten Phantasieabkürzungen wie "Mag.a" und "Dr.in" verhunzt werden.

Magistra ist ja korrekt, aber was ist eine Dr.in, ich habe gelernt dass das Femininum von Doctor Doctrix heisst und sonst gar nichts.

"Magistra" und "Doktorin" sind soweit korrekt (ich fände "doctrix" auch hübscher).

Abgekürzt werden sie allerdings ausschließlich(!) mit "Mag." und "Dr.".

Ich finds einfach kindisch und lächerlich.

Egal aus welchem Lager mann kommt,

aber was sich Platzgummer an Wahlkampf-Penetranz erlaubt hat, das ist echt schlimm: Zugemüllt wird die ganze Stadt mit Briefen, Zeitungen verklebt mit Platzgummer-Stickern, flächendeckende Ostereier-Verteilung (Verschwendung), Schmücken mit fremden Federn (Alt-Bgm Zach+ in Geiselhaft) und zuletzt noch Anrufe bei potenziellen Parteifreunden, wo sogar noch vorgekaut wird, wem man die Vorzugsstimme zu geben hat. Das ist Brachialdemokratie a la ÖVP, nur noch von ungustiösen F-lern zu unterbieten.

Aber die rechnung scheint aufgegangen. Heut früh stand unten als werbung auf der ersten seite der gratisausgabe der TT die wahlwerbung - ihr neuer bürgermeister mit kompetenz...

Noch dazu gibts die gratis-tt gleich an mehreren ständern... innerhalb der bannmeile, der gratis-deckel hängt drüber, aber das wahlwerbungs-band mit dem bürgermeister ist durch's plastik lesbar...

ich dacht beim vorbeigehn: was, des wissn's scho heut, wer der neue bürgermeister ist? bis ich begriff, dass es nur eine werbung ist, hab ich ein ppar schritte gebraucht.
aber vermutlich nur ein schelm, wer da böses denkt ;)

die konservativen, rechten spießer

sind keine bürgerlichen

ah ja..

zum Wählen wärs ja heite gwesen

*rofl*

Ja, und das Beste: Die Chose läuft sogar noch 14 Minuten...
;-)

Hast noch mehr als a halbe Stunde Zeit. Da geht sich normalerweise ein schlendernder Spaziergang zum Wahllokal aus und dann noch ein feiner Verlängerter mit einem Croissant, bevor irgendein Ergebnis kriegst...

Bitte um Korrektut

Alexander Ofer ist KEIN Mitglied der Piratenpartei. Er hat einen Haufen ewiggestriger um sich geschart, die sogar für die FPÖ zu rechts sind, und versucht mit dem Namen Tiroler Piratenpartei Stimmen von verwirrten Wählern zu ergaunern. Die Piratenpartei will mit diesem Mann nichts zu tun haben.

Stimmt nicht ganz.
Er ist Mitglied der "Piraten Partei Tirol".
Die "echte" "Piratenpartei Österreichs" (PPÖ) hat ihn rausgeworfen.

Transparenz bitte!

Wo finde ich etwas aussagekräftiges zu diesem Innsbrucker Splitter der Piraten?

Deren Homepage lässt lediglich darauf schließen, dass Herr Ofner ein zwar einfacher, aber mit interessanten Ideen ausgestatteter Kandidat zu sein scheint.

Mehr Transparenz, mehr direkte Demokratie, mehr Schutz der Bürgerrechte, die Eindämmung des Wohnungswuchers... das alles sind doch durchaus Piratenideen? Auf der Homepage kann ich jedenfalls keine rechten Ideologien identifizieren - bei den Blauen kann man das sofort.

Also bitte um Aufklärung!

Marokkanerliebe statt Heimatdiebe.

DIE ÖVP IST NICHT BÜRGERLICH!!!

Ich wüßte nicht, wo überhaupt in dieser 'Auswahl' nicht bürgerliches zu entdecken wäre. Meinetwegen die Kumerln, aber sonst?

Also, die ÖVP ist vom Grundsatz her klerikal und adelig, monarchisch, ständestaatlich eingestellt. Das ist genau das Gegenteil von Bürgerlich!

http://derstandard.at/plink/133... id25652560

Naja, ich bin mir nicht sicher was du unter Bürgertum verstehst.
Aber ich würde die Entstehung des Bürgertums eher im 19. Jhdt. (mit Wurzeln im 18.) sehen um sich einerseits vom Adel andererseits vom Proletariat abzugrenzen.

"Gesellschaftspolitik ala ÖVP war der Grund, warum das Bürgertum überhaupt erst als Gegenpol entstanden ist."

Diese Aussage kann ich nun wirklich nicht nachvollziehen.

Aja

Dann sind die Bürgerlichen die Freiheitlichen? Antiklerikal waren sie immer (Heide Schmit), und gegen den Adel warens auch immer...

Schmunzeln täte ich schon, wenn die ÖVP als einzige gegenüber der letzten Wahl nennenswert hinzugewönne.

Denn der Untergang der ÖVP wird ja allseits herbeigeschrieben - bis auf Umfragen schlug sich das aber noch nirgends nieder.

Zudem möchte ich betonen, daß das schlechteste bundesweite Ergebnis einer der Großparteien die SPÖ eingefahren hat - 2009 bei der Europawahl mit 23,7%...

Aja, Europawahl 2009.. na gut, immerhin ist Swoboda jetzt Fraktionsführer der Sozialdemokraten, aber moment, wen hat die ÖVP da nochmal als Spitzenkandidaten gehabt?

"das schlechteste bundesweite Ergebnis einer der Großparteien die SPÖ eingefahren hat"

Bei der letzten Europawahl hat die SP den Fehler begangen, ihren besten EU-Parlamentarier, Herbert Bösch aus Vorarlberg, an die zehnte Stelle (oder so ungefähr) zurückzureihen, indem sie gleich eine Handvoll "Newcomer" vor ihm auf der Liste eingeschoben hat. Ich nehme an, dass das alles sogenannte "Bundesnotwendigkeiten" waren.

Nur meine Meinung.

und was hat das jetzt genau mit der innsbrucker GR-Wahl zu tun?

die letzte europawahl

das miese ergebnis hat die SPÖ damals absolut verdient!

bösch wurde erschreckend eiskalt abgesägt und klassische parteisoldaten mit so viel meinung, wie ein baumstumpf, haben platz genommen

btw. warum swoboda chef der sozialdemokratischen fraktion ist? weil er schon lange dabei ist und dementsprechend gut vernetzt, aber eine version hat der gute schon lange nicht mehr!

Hier gibts die offiziellen Ergebnisse so ab 17:30

http://wahlen.innsbruck.gv.at

Mein Tipp:

22% Für Innsbruck
20% Grüne
20% ÖVP
16% SPÖ
9% FPÖ
7% Federspiel
3% Piraten
2% Seniorenbund
1% KPÖ

Der Artikel hat Recht, überall nur Konservative. ...

Na, wenns wirklich so ausgehen sollte,

ist den Innsbruckerr/innen nimmer zu helfen:-(((

dasselbe...

...denke ich mir jedes mal, wenn ich wieder die wahlausgänge der wien wahlen sehe

Wie sollte es denn Ihrer Meinung nach ausgehen

damit man den Innsbruckern nicht helfen braucht ?

Was ich grundsätzlich in Tirol nicht verstehen werde

als Tiroler, ist, dass man/frau imer wieder denselben die gleiche unterstützung gibt (wenngleich nicht höher), welche ohnehin schon am ruder sind und waren. Was in Tirol GR-Wahlen anlangt, so ist ja die VP total spitze, die Leute hinters Licht zu führen, indem man/frau drei, vier Listen aufstellt und dann koppelt. Eine typische Eigenart im Tiroler Wahlrecht. Damit die ÖVP dann meist als Sieger dastehen kann. Obwohl nur eine Liste "offiziell" eine ÖVP-Liste ist;-)))

Besser als Wien,...

...wo die Freiheitlichen auf 26%(!) kommen.

Vile Male GRÜN ...

von einem Wiener.

Mein Tipp:

22% ÖVP
20% Für Innsbruck
20% Grüne
16% SPÖ
9% Federspiel
6% FPÖ
3% KPÖ
2% Piraten
2% Seniorenbund

tja

viel weiß man noch nicht, aber für die spö solls blutrot werden!

auf diesem Link findet Ihr laufen "News" zur Wahl:

http://www.tt.com/%c3%9cber... 6ffnet.csp

auch hier wird vin der wahl "live" ab 15:30 übertragen:

http://liferadiotirol.radio.at/

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