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Zwei Finger zum Triumph.
Shanghai - Im 111. Anlauf hat es Nico Rosberg geschafft und seinen ersten Formel-1-Grand-Prix-Sieg gefeiert. Der 26-jährige Deutsche triumphierte am Sonntag in China auf dem Shanghai International Circuit souverän vor den englischen McLaren-Piloten Jenson Button und Lewis Hamilton, der nach seinem dritten dritten Platz im dritten Saisonrennen vor seinem Teamkollegen die WM-Führung übernahm. Doppel-Weltmeister Sebastian Vettel musste sich im Reich der Mitte mit Rang fünf zufriedengeben.
Nicht nur für Rosberg war es ein historischer Tag, sondern auch für seinen Rennstall Mercedes. Der schwäbische Autobauer jubelte über seinen ersten GP-Triumph als eigenes Werksteam seit dem 11. September 1955. Damals gewann der legendäre argentinische "Silberpfeil"-Pilot Juan-Manuel Fangio in Monza. Nach der Übernahme des Rennstalls von Ross Brawn ist der langjährige Motorlieferant Mercedes seit 2010 wieder mit einem eigenen Team in der Königsklasse des Motorsports vertreten.
Vettel muss Platz machen
"Absolut sensationell, ein unglaubliches Gefühl! Ich bin überglücklich. Es hat lange gedauert für mich und das Team, deshalb ist es so grandios, dass wir jetzt dort stehen, wo wir hinwollten", frohlockte der von Pole Position gestartete Sohn des finnischen Ex-Weltmesters Keke Rosberg nach seinem ungefährdeten Sieg vor den ebenfalls von Mercedes-Triebwerken angetriebenen McLaren.
Vettel, der zuletzt in Malaysia als Elfter ohne WM-Punkt geblieben war, verpasste indes erneut das Podest. Der nur von Platz elf gestartete Deutsche war zwar aufgrund seiner Rennstrategie bis auf Platz zwei "vorgespült" worden, wurde aber in den letzten vier Runden noch von Button, Hamilton sowie seinem Red-Bull-Stallgefährten Mark Webber überholt. Noch schlechter erging es Sepang-Sieger Fernando Alonso, der nach einem Ausritt im Ferrari gar nur Neunter wurde und seine WM-Führung einbüßte.
"Als ich Zweiter war, habe ich probiert, meine Reifen irgendwie fit zu halten, aber diese Wiederbelebungsversuche waren erfolglos. Da war nix mehr drinnen in den Reifen", erklärte Vettel, warum er im Finish im Kampf um das Podium chancenlos war. Außerdem kritisierte er die Leistung seines Boliden: "Unser Auto ist einfach nicht schnell genug, die anderen sind mir auf der Geraden weggefahren, da fehlt uns etwas Dampf." In der WM ist der Titelverteidiger nun mit 28 Punkten hinter Hamilton (45), Button (43), Alonso (37) und Webber (36) Fünfter.
"Vor drei Wochen waren wir noch die Reifenfresser"
Im Gegensatz zu Red Bull hat Mercedes in China einen Riesenschritt nach vorne gemacht. "Gigantisch, wie schnell wir uns im Rennen verbessert haben", betonte Rosberg, der aufgrund von Reifenproblemen zuletzt in Sepang nur 13. geworden war. "Vor drei Wochen waren wir noch die Reifenfresser, jetzt sind wir die Reifenflüsterer", lautete der ironische Kommentar von Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug, der bei der Siegerehrung von seinen "drei Freunden" Rosberg, Button und Hamilton eine heftige Champagner-Dusche verabreicht bekam.
Wie Haug hatte auch Teamchef Ross Brawn Freudentränen in den Augen. "Wir hatten unseren Plan für dieses Rennen, und der ist perfekt aufgegangen", sagte der 57-jährige Engländer, den nur der frühe Ausfall von Rekordchampion Michael Schumacher ärgerte. Der 43-jährige Deutsche hatten seinen Mercedes nach einem verpatzten ersten Boxenstopp in Runde 13 wegen eines lockeren rechten Hinterreifens vorzeitig abstellen müssen. "Aber ansonsten haben wir heute alles richtig gemacht", bekräftigte Brawn.
Button kritisiert
Bei McLaren sprach nur Hamilton, der in der Startaufstellung nach einem Getriebewechsel von Platz zwei auf sieben rückversetzt worden war, von einem "fantastischen Tag". Button teilte seiner Boxencrew hingegen gleich nach der Zieldurchfahrt über Funk mit: "Wir sind nicht da, wo wir hinwollten." Damit sprach der Ex-Weltmeister den verpatzten letzten Boxenstopp an, der ihn um seine Siegchance brachte.
Durch diesen Fauxpas hatte Rosberg leichtes Spiel. "Es ging bei mir das ganze Rennen nur darum, die Reifen zu schonen", gestand der siebente GP-Sieger aus Deutschland und insgesamt 94. der Formel-1-Geschichte. Beim bisher letzten Sieg seines Vaters Keke, der 1982 in einem Williams Weltmeister wurde, am 3. November 1985 in Adelaide war Nico Rosberg gerade einmal vier Monate alt.
Mehr als 26 Jahre später hat er es nun selbst ganz nach oben geschafft. Und Österreichs Formel-1-Legende Niki Lauda ist sich sicher, dass schon bald weitere Rosberg-Triumphe folgen werden. "Jetzt wird es schnell gehen mit den weiteren Siegen, weil er weiß, dass er es kann", lautete die Prognose des als RTL-Experten tätigen dreifachen Weltmeisters. (APA, 15.4.2012)
Beim GP von Monaco pflegen die Formel-1-Boliden vergleichsweise langsam unterwegs zu sein. Das schont die Reifen, über die nach wie vor diskutiert wird. Änderungen, so Hersteller Pirelli, sollten nur minimale Auswirkungen auf das sportliche Gleichgewicht haben.
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übrigens war schummel schumis rechter forderreifen locker, nicht der hinterreifen...
egal. schade dass button durch den letzten boxenstopp jegliche siegchance genommen wurde.
mein persönlicher "man of the race" (zumindest der ersten hälfte): wiedermal kimi räikkönen! super performance! konnte die erste rennhälfte trotz unterlegenem auto bravourös mit den mclaren, rb & co mithalten. der erste boxenstopp kostete aber schon zwei platzierungen und dann aufgrund von taktischer fehler bei lotus ganz klar chancenlos. schade...
So unrecht hast du nicht.
Mercedes solls geniessen. SO kalt wirds eh nie wieder werden. Hoffe ich zumindest.
Bei normalen Temperaturen schmelzen ihre rundenzeiten eh dahin. Aber fürs rennen an sich sind sie interessant. Im training durch den f-schacht kommen sie weit nach vor und im rennen sind sie dann ein fahrendes hindernis für die top4. Nach diesem sieg wird auch MSC wieder eine begründung für harte duelle finden, "weils ja um was geht"
endlich ein werksmercedes an der spitze und es ist nicht ein mclaren oder das safety car.
schade um schumacher,nicht um ihn,sondern wegen dem rennen. waere spannend gewesen,wenn er mitgemischt haette. interessant waere der teamkampf gewesen.
endlich schafft es grosjean auch ans ziel.
die aktion von perez gegen kobayashi in der 50.runde, wo er den teamkollegen fast aus der rennstrecke gedraengt hat war auch nicht ohne 8-0
Die die selbe Lauda-Pfeife hat vor dem Rennen auf RTL gemeint, kein Mercedes werde auf dem Podium stehen.
... als aktiver Fahrer.
Aber als Kommentator erweist er sich als ähnlich fach(un)kundig wie Heinz Prüller.
Gerade das ist typisch für ihn: vorher jemanden für chancenlos erklären (weil dieser es zuvor schon so war), nachher aber es "eh immer schon gewusst zu haben".
Bei Wurz ist es genau umgekehrt: eher mediokre Karriere als Aktiver (jedenfalls in der F1), aber perfekt als Kommentator und in seinen Analysen.
ja eh, ich finds nur so lustig, daß jedesmal, wenn ich auch nur die geringste Bemerkung über Vettels nervige Fingerfuchtelei mache, die Kampfposter wie der berühmte pavlovsche Hund ob meiner Bemerkung reflexartig über mich herfallen und mich mit roten Stricherln zudecken ;-)
er hat sich nach langem warten den sieg echt verdient. mercedes hat sich toll entwickelt, auf dieser basis lässt sich bestimmt aufbauen und ich bin mir sicher, dass auch schumacher diese saison noch mindestens ein sieg gelingt. es wird ein harter kampf mit mclaren, die anderen sind doch deutlich abgeschlagen.
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