Durnwalder ließ sich "x-mal" zur Jagd einladen

Landeshauptmann will dafür "keine Gegenleistung" gegeben haben

Bozen/Wien - Der Südtiroler Landeshauptmann Alois Durnwalder (SVP) hat sich zur Jagd einladen lassen. Auf eine entsprechende Frage der "Presse am Sonntag" antwortete er: "Ja, nicht nur einmal, x-mal." Dafür habe es von seiner Seite "keine Gegenleistung" gegeben. "So viel Selbstachtung und Urteilsvermögen sollte man den Politikern zumuten können, sonst sollte man nicht in die Politik gehen", sagte Durnwalder.

"Ich bin deswegen noch nie in Gewissenskonflikte gekommen, weil ich nur Einladungen annehme, bei denen ich weiß, dass ich nicht in diese Schwierigkeiten käme", sagte der Südtiroler Landeshauptmann. Sein Tiroler Amtskollege Günther Platter (VP) war im Zusammenhang mit Jagdeinladungen in die Kritik geraten.

Gegenüber der "Presse am Sonntag" übte Durnwalder auch Kritik an Italiens Übergangspremier Mario Monti. Dieser sei "Professor, nicht Politiker" und habe darum "oft kein Verständnis" für die Anliegen Südtirols, einer autonomen Provinz innerhalb Italiens. "Nicht bösartig, aber er spürt nicht, dass es innerhalb des Staatsgebietes auch Minderheiten gibt. Und das geht nicht, denn die Verfassung sieht den Schutz von Minderheiten vor." (APA, 14.4.2012)

  • Jagdfreudige Landeshauptleute: Durnwalder und Platter
    foto: ap/barth

    Jagdfreudige Landeshauptleute: Durnwalder und Platter

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