Regierungsmitglieder in Lebensgefahr

Lage in Land nach Militärputsch undurchsichtig

Lissabon  - Nach dem Militärputsch im westafrikanischen Guinea-Bissau müssen die noch im Lande befindlichen Mitglieder der gestürzten Regierung laut ihrem Außenminister um ihr Leben fürchten. Seine Kabinettskollegen befänden sich "in Lebensgefahr", sagte Außenminister Mamadou Djalo Pires am Samstag in Portugal. Sie seien in Gefahr, "weil die Verfolgung weitergeht".

In Guinea-Bissau hatten Soldaten am Donnerstagabend geputscht. Regierungschef Carlos Gomes Junior und Interimspräsident Raimundo Pereira wurden festgenommen. Die Militärs begründeten ihren Putsch damit, dass mit Angola ein "geheimes" Militärabkommen abgeschlossen worden sei. Sie haben inzwischen eine Regierung der nationalen Einheit gefordert und wollen mehrere Minister stellen. Dazu sollte es am Wochenende Gespräche mit Oppositionsvertretern geben.

Djalo Pires hatte sich zum Zeitpunkt des Putsches im Senegal befunden. Der Außenminister der bisherigen Regierung reiste dann nach Portugal, um an einem Treffen der Gemeinschaft der portugiesischsprachigen Länder teilzunehmen. (APA, 14.4.2012)

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