Gut aufgelegt ist halb gegrillt: Die heißen Themen der Grillblogs

  • Am Rost dominiert immer noch das Fleisch, der Gemüsespieß spielt die - unverzichtbare - Nebenrolle.
    foto: alexandra h. / pixelio.de

    Am Rost dominiert immer noch das Fleisch, der Gemüsespieß spielt die - unverzichtbare - Nebenrolle.

  • Mit 5.000 Rezepten bietet die App "Grillrezepte" die wohl größte Datenbank an Grillrezepten, sortiert nach Kategorie, Hauptzutat, Region und Zubereitungsmethode.
    foto: grillrezepte, elmar hör

    Mit 5.000 Rezepten bietet die App "Grillrezepte" die wohl größte Datenbank an Grillrezepten, sortiert nach Kategorie, Hauptzutat, Region und Zubereitungsmethode.

In einschlägigen Foren philosophieren Grillgurus über ihre Leidenschaft und erheben das Hobby zum Grillsport - unzählige Rezepte, Tipps und Tricks für den richtigen Zunder inklusive

"Gegrillter Tofu schmeckt am besten, wenn man ihn kurz vor dem Essen durch eine Bratwurst ersetzt", lautete ein kürzlich geposteter Beitrag eines derStandard.at-Lesers zu Guido Gluschitschs Artikel über fleischloses Grillen. Ein Blick in Internetforen und Blogs rund um das fidele Brutzeln von Schweinsripperln, Erdäpfeln und Tofu zeigt, dass die Mehrheit der Meinung ist: Fleisch gehört dazu. Sobald die Grillsaison mit den ersten Sonnenstrahlen eingeläutet ist, scheinen aber Vegetarier und Fleischtiger gleichermaßen entzückt zu sein. Und längst ist Grillen keine bloße Freizeitbeschäftigung mehr. Optimierung und Professionalisierung führten mehr und mehr zum Grillsport.

Vom richtigen Griller bis zu Reinungstipps

Diesen Eindruck erweckt beispielsweise grillsportforum.de, wo Mitglieder über die richtigen Gas-, Holzkohle- und Elektrogriller diskutieren. Es ist eine gute Anlaufstelle für UserInnen, um Tipps und Ratschläge zu Methoden wie direktem und indirektem Grillen durch Räuchern zu bekommen. Beim direkten Grillen liegt das Grillgut über der Hitzequelle und beim indirekten nicht über der Flamme, sondern seitlich davon. Unter FAQ lassen sich Hilfestellungen zu Garzeit, Zündungsmethoden und Reinigungstipps für das Grillgitter finden, um Hobby-Barbecuer vor den häufigsten Fehlern zu warnen. Was unter dem Rost landet, ist dabei mindestens genauso wichtig wie das, was sich über der Glut befindet. Ansätze für ökologisches Grillen gibt es ebenfalls.

Rechtliches zur Grillerei

Zu einem weiteren "brennenden Thema" in Grill-Foren zählen rechtliche Aspekte. Ist das Grillen an öffentlichen Plätzen im Park oder im privaten Raum auf dem Balkon erlaubt? Auch die Frage, ob alle Käsekrainer bis 22 Uhr verpeist sein müssen, beantwortet die Community. Informiert wird zudem über das Ausmaß zumutbarer Geruchsbelästigung, Musik- und Gesprächs-Lautstärke, wobei auf die Hausordnung und die individuellen Vermieter-Regelungen hingewiesen wird.

Wer seine Grund-Grillkenntnisse erweitern möchte, findet im Netz eine Reihe von Seminaren, deren Abschluss mit einem Zertifikat belohnt wird. Die Website weberstephen.at bietet im Rahmen der "Grillakademie" Basis- oder Experten-Grillkurse an. Auch Tipps zu passender Kleidung, Sicherheitsmaßnahmen und einschlägiger Literatur sowie Webseiten bleiben Grill-Foren nicht schuldig. Umfassende Informationen gibt es zum Beispiel auf grill-blog.de, wo auf zahlreiche Partnerseiten verlinkt wird. Die MacherInnen der Seite grillportal.com widmen sich unter anderem regionalen Grill-Variationen innerhalb Österreichs und der Grill-Kultur anderer Länder von Russland bis Südafrika. Einen umfassenden Überblick zu Grill-Besonderheiten von Ausstellungen bis Zeitschriften gibt grillwebkatalog.de.

Gourmets der Outdoorküche

Ausgedient haben Knacker, Steak und Folienforelle auch weiterhin nicht, aber wenn es darum geht, was auf dem Rost landet, kommen ausgefeilte Rezepte nicht zu kurz. Selbsternannte Grillgurus philosophieren über die hohe Kunst des Grillens und posten eine fast unüberschaubare Vielzahl an Rezepten, von Schweinefilet in Whisky-Honig-Marinade über cholesterinarme Elchsteaks bis zu Chilihendl in Zuckerschoten. Der Großteil der Webpräsenz zu Grillrezepten ist zugegebenermaßen von Fleisch dominiert.

Vegane Leckereien

Aber auch wer sich dem vegetarischen und veganen Lifestyle verschrieben hat, kommt auf seine Kosten. Unter schrotundkorn.de lachen die gegrillte Teriyaki-Melanzani im Sesamfladen und der Kidneybohnen-Basilikum-Burger wohl auch Fleischesser an. Der Großteil des vegetarisch/veganen Lebensmittel, die häufig aufgespießt über den Kohlen landen, ist durch Kukuruz, Erdäpfel, Paprika oder Zwiebeln vertreten. Ob in Form der klassischen Folienerdäpfel oder als gegrillte Frühlingszwiebeln mit scharfer Mandelsauce.

Die deutschsprachige Community bietet allerdings keine einschlägigen vegetarischen und veganen Grillblogs. Rezepte für fleischlose Grillgenüsse lassen sich nur in einzelnen Rubriken aufschlagen: Entweder in von Fleisch dominierten Grill-Webseiten oder Koch-Seiten der veganen und vegetarischen Küche. 

Männerdomäne

Im Grillsportverein.de ist der Zugang zum BBQ ein professioneller. Es gibt einen Online-Mitgliedsantrag, eine Pressestelle sowie Merchandise-Produkte von Grillgewürzen unterschiedlicher Aromen bis zur "Hardware" wie Spachtel und Riesengriller - alles mit Vereins-Logo versteht sich. Außerdem informiert die Webseite darüber, was bei der Zubereitung eines Spanferkels oder beim winterlichen Grillen zu beachten ist. 

Dass es sich in der Grill-Zone um eine Männerdomäne handelt, macht eine Runde durch einschlägige Internetseiten deutlich. Da werden Utensilien wie Zangen als "Statussymbole" behandelt und sogenannte "Grill-Kalender" zeigen kein gegrilltes, sondern nacktes, weibliches Fleisch. Auch die Namen der Forenmitglieder weisen auf männliche Nutzer hin.

Mobiles Grillen

Natürlich gilt auch beim Grillen: There's an App for that. Für iPhone und Android haben Entwickler Apps veröffentlicht, die grillbegeisterte UserInnen mit einer umfassenden Rezeptdatenbank bedienen. Die Anwendung "Grillrezepte" bietet mit 5.000 Rezepten das wohl größte mobile Grill-Kochbuch und kann für 0,99 Euro auf Smartphones und Tablets heruntergeladen werden. Die Rezepte sind sortiert nach Kategorie, Hauptzutat, Region und Zubereitungsmethode - inklusive ausführlicher Anleitung und Bildern. Die App ist sowohl für Apples iPhone, iPod touch und iPad als auch für alle Geräte mit Googles Betriebssystem Android erhältlich.

Tipps

Zwei Alternativen zu Marinade und Alu-Grilltasse können als interessante Abwechslung beim nächsten Grill-Abend dienen: Plankgrilling und Rubs.

Plankgrilling

Planking dürfte zumindest unter Onlinern bekannt sein. Der Trend, der im Internet kurzzeitig für Furore sorgte, besagt, sich flach wie eine Flunder auf den Bauch zu liegen. Beim Plankgrilling handelt es sich um eine Zubereitungsmethode, die von den Ureinwohnern Amerikas stammt. Fleisch, Fisch oder Gemüse werden auf einem Holzbrett gegart und nehmen dabei die Aromen des jeweiligen Holzes an. Vorbehandeltes und harzhältiges Holz sind tabu. Geeignet sind Bretter von Ahorn, Erle, Apfel, Kirsche oder Rotzeder. Vorab müssen sie eingeweicht, danach gut getrocknet und gehobelt werden, empfiehlt amagrillclub.at. Mehr Informationen auch hier.

Rubs

Rubs bestehen im Gegensatz zu flüssigen Marinaden meist aus trockenen Zutaten wie Chili, Zucker und Salz und anderen Gewürzen. Es gilt die Regel: Feines Gewürz für dünne Stücke und grobes Gewürz für dicke Stücke. Salz und Zucker, wobei brauner optisch und geschmacklich mehr hergeben soll, gelten als Basis bei vielen Rubs. Gleichzeitig werden die beiden Zutaten als kontrovers diskutiert, da Salz dem Fleisch Wasser entzieht und durch Zucker das Grillgut leicht verbrennen kann. Die Devise ist ausprobieren und Vorsicht walten lassen. (Eva Zelechowski, derStandard.at, 15.4.2012) 

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23 Postings
Grillen? Alles ein Frage der richtigen Ausrüstung?

Sommers am Südpol unverzichtbar, detto winters bei uns in Rovaniemi:

https://www.eduscho.at/Magnetisc... 13996.html

Herzelichst
Ihr Lappe

mich würgts schon wenn ich die weber-werbung sehe. egal wo man hinschaut oder hinkommt (baumarkt, etc) überall steht der deppate weber.

viele wissen gar nicht mehr, dass es auch andere marken gibt die gleichwertig, auch sogar höherwertiger sind.

was das grillen in österreich betrifft so hab ich den eindruck, verbindet die breite masse (konsumgesteuert) heute alles ausschließlich mit dieser marke.

selbiges ist, wenn man in eine skihütte geht - hoken 4 millionen spider drinnen, das selbe in grün.

hat jemand von euch etwas anderes als den oa...-weber daheim oder lieg ich richtig mit meiner annahme?!

frage mich eh schon die längste Zeit ...

... wie ich das schaffe, dieser Werbung ständig zu entkommen. Höre immer nur die Weber-Begeisterung aller möglichen Leute und denk mir das muss aus irgendeinem Medium dauerdröhnen, dem ich mich scheinbar nicht aussetze.
Hab selber einen Outdoorchef daheim stehen, den ich gegen keinen anderen eintauschen möchte.

Hab

einen selbstgebastelten Smoker daheim und einen massiven gusseisernen Grill vom Opa ;)

Naturgrillen

ich persönlich habe keinen griller-bin leider nur in besitz eines kleinen balkons und sehr empfindlicher nachbarn, wo mann sich besser unauffällig und ruhig verhält :(

so pflege ich mit meiner frau und freunden an einen der wenigen plätze (geheime stelle nähe wienerwald) zu fahren wo wildes feuer zumindest toleriert wird.
gegrillt wird über der kohle des offenen lagerfeuers.
als grillrost dienen holzstecken auf denen das grillgut aufgespießt wird. diese werden dann auf der feuerbegrenzung aus stein aufgelegt und das gemütlich brennende feuer mit holz aus dem wienerwald liefert ständig schöne heiße glut zum grillen.

die ursprünglichste form des grillens (advanced lagerfeuerskills vorrausgesetzt)

;)

Ich hab einen "Knastgrill". Mal bei einem Kollegen in Deutschland gesehen, und mit dann organisiert. Zwar ein Eck teurer als die Weber, aber die zwei unabhängig höhenverstellbaren Roste möcht ich nicht mehr missen. Smoken kann man damit halt nicht, aber das fand ich in der Kugel eh immer so eine Sache. Eigenbau regelt.

Kann aber sonst nichts Negatives über Weber sagen, etliche Jahre damit zurande gekommen. Ich finde Qualität und Service dort nicht so schlecht, und für die meisten Griller ausreichend, eigentlich.

Yepp meiner ist gemauert :-)
Gar so schlimm ist weber zwar auch wieder nicht, allerdings diese omnipräsenz der marke nervt schon ein wenig.

danke für ihre meinung!
nein ich möchte diese marke überhaupt nicht runtermachen. es ist so wie sie das am punkt bringen: es nervt!!

als ich mir vor 2 jahren eine andere marke gekauft hatte, war mir klar dass es doch auch andere sachen am markt geben muss. ich wollte mir den markt schon objektiv betrachten - scheinbar kommen andere hersteller da nicht so durch.

beim grillen kommt immer wieder der caveman in mir durch
ATUK UUUUUUUHL

http://www.youtube.com/watch?v=u58TKioxsVs

grillsport? ernsthaft?

wie ist denn die bestzeit fuer 1 kg beiried?

es gibt im germanenland grillsportvereine.

Die Essen ihr Schnitzel auch mit Tunke.

Dazu

ein lecker Pils! Echt dufte!

aus der PULLE, hab ich letztens von einem typen aus hannover erklärt bekommen....

Wie sagte Obelix schon: "Das arme Schwein"

Da fehlt eindeutig der Link zum österreichischen Grillweltmeister!

Auf der Seite von Christoph Gollenz gibts supergute Tipps zum Thema:

http://www.goli.tk/

Und in seinem Album kann man sich, je nach Grillermodell (direkt, indirekt, etc.) die besten Rezepte als tolle Bilderstrecken anschauen:

http://goli.magix.net/album/meine-alben/

Und die genialen Gewürzmixe vom BBQ-Weltmeister 2011 (und noch einiges mehr!) gibt es in hervorragender Qualität unter:

http://www.spiceworld.at/

So, das sollte für einige Sommer reichen... (C;

elektrogrill... da kann ich mich gleich in die küche an den herd stellen...

welche sosse zum gegrillten karpfen?

hat jemand eine idee? soll es richtung scharf oder sauer gehen?

Bier, viel Bier!

Geschmacksache. Ich mag zu Karpfen gerne eher milchige Saucen, weißen Pfeffer usw.

gerne würde ich etwas in richtung römische antike- also apicius- empfehlen: reduzierter traubenmost mit gerösteten koriander-samen, etwas gehacktem sauerampfer und einem kleinen schuss fischsoße (ehemals liquamen oder garum)
ich möchte meinen, dass diese art leichter, aromatischer dip dem schweren geschmack des karpfen gut kontra gibt. angenehmes grillen

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