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Fixer Bestandteil von Innovations- und Start-up-Veranstaltungen ist es, dass angehende Unternehmer die Gelegenheit erhalten, sich auf dem Podium vorzustellen und für ihre Geschäftsidee zu werben. Dies war auch auf der ArabNet Conference in der libanesischen Hauptstadt Beirut der Fall, die dort im Vormonat über die Bühne ging. Ins Auge dabei stach einem Bericht des Wall Street Journal zufolge allerdings die relativ hohe Zahl weiblicher Entrepreneurs.
Das weitverbreitete Stereotyp zeichne Frauen im Nahen Osten gern als unterdrückt und auf Haushaltsarbeiten reduziert. Dass aber 40 Prozent der Ideenpräsentationen auf der ArabNet Conference von Frauen kamen - und damit ein höherer Prozentsatz als bei vergleichbaren Veranstaltung in Europa - lasse dieses Klischeebild hinterfragen, schreibt das WSJ.
Frauen dahinter
Dass dies kein Einzelfall ist, zeigt sich etwa auch in Jordanien, wo 25 Prozent der Antragsteller für das digitale Förderprogramm Oasis 500 Frauen sind. Bei 40 Prozent der letztlich geförderten Projekte stecken Frauen dahinter. Das Internet erhöhe die Möglichkeiten für Frauen, etwas Eigenes auf die Beine zu stellen, meint dazu May Habib, Gründerin des in Dubai angesiedelten arabischen Dolmetschdienstes Qordoba.com, die viele freischaffende Übersetzerinnen beschäftigt.
Vor allem die Möglichkeit, dank Internet von zuhause aus arbeiten zu können, sei sehr wichtig, betont Salwa Katkhuda von Oasis 500. Zum einen, weil es häufig an einem funktionierenden öffentlichen Verkehrssystem mangle, zum anderen weil das "Homeoffice" es auch zulasse, die traditionelle Rolle als Mutter und Hausfrau auszufüllen.
Potenzial erkannt
Selbst in Saudi-Arabien, wo Frauen in ihren Rechten besonders eingeschränkt sind, wird das Potenzial der von zu Hause aus arbeitenden Frauen zusehends gesehen. Viele Unternehmen in der Privatwirtschaft scheuten sich bisher, oft gut ausgebildete Frauen nicht zu beschäftigen - nicht aus kulturell bedingter Abneigung, sondern wegen der vorgeschriebenen Geschlechtertrennung, zitiert die Zeitung einen Personalvermittler. Durch Internet und Cloud-Computing könnten direkte Begegnungen zwischen Männer und Frauen in der Arbeitswelt leicht vermieden werden.
Vor übertriebener Euphorie, dass Frauen über die digitale Welt nun in der männlich dominierten arabischen Gesellschaft einen anderen Stellenwert erhalten könnten, wird jedoch gewarnt. Auch wenn die Arbeitswelt für Frauen sich öffne, spreche das Rechtssystem eine andere Sprache. Noch immer könne selbst in einem als relativ liberal geltenden Land wie dem Libanon ein Ehemann seiner Frau Reisen verbieten oder benötige eine Frau die Einwillung ihres Mannes zum Eröffnen eines Bankkontos, macht Fay Niewladomski, Chef der Beiruter Personaltrainingsfirma ICTN aufmerksam.
Bildung im Ausland
Hinzu komme, dass es sich bei den Teilnehmerinnen an der ArabNet Conference um junge Frauen gehandelt habe, die aus wohlhabenden Familien stammten und die Möglichkeit hatten, sich in Europa, den USA oder Australien zu bilden und Englisch zu lernen. (kat, DER STANDARD/Printausgabe, 14.4.2012)
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Das Problem: Frauen dürfen nicht raus und können so nicht arbeiten.
Die Lösung: zu Hause einen Arbeitsplatz einrichten
Eine menschliche, ethnisch korrekte und gütige Lösung. Gut dass es Leute gibt die sich um die Frauenrechte ordentlich Gedanken mach :)
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