Welser Kripobeamter unter Verdacht des Amtsmissbrauchs

17. Juni 2003, 18:37
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"Eigenwillige" Ermittlungsmethoden, um "Erfolge" vorweisen zu können

Wels - Im Verdacht des Amtsmissbrauchs steht jetzt ein Kripobeamter aus Wels. Er soll - wie es seitens der Polizei am Dienstagnachmittag hieß - zum Teil "eigenwillige" Ermittlungsmethoden angewendet haben, um zu "Aufklärungserfolgen" zu kommen. Der Beamte wurde vorläufig vom Dienst abgezogen.

"Es besteht der Verdacht, dass der Beamte Methoden angewendet hat, wie man sie vielleicht in manchen Kriminalfilmen sieht, die aber in der Realität nicht erlaubt sind", so ein Polizeisprecher. Dies in der Form, dass bestimmte Täter "begünstigt" oder nicht weiter verfolgt wurden, wenn diese dafür Informationen über andere Tatverdächtige gaben. "Es könnte also durchaus auch Übereifer bei dem Beamten im Spiel gewesen sein", so der Polizeisprecher.

Disziplinarverfahren

Geld habe in dem Fall keine Rolle gespielt, es gebe keine Hinweise, dass sich der Beamte in irgendeiner Form bereichern wollte.

Die Ermittlungen seien noch nicht abgeschlossen, so die Welser Polizei. Auch ein Disziplinarverfahren wurde eingeleitet. Hinweise, dass noch andere Beamte involviert sein könnten, seien nicht vorhanden. (APA)

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