"Ich bin politiksüchtig"

Interview | Michael Völker, 13. April 2012, 18:22
  • Laura Rudas will sich die Politik nicht schlechtmachen lassen, auch dann nicht, wenn einmal alles schiefläuft. Auch über die herbe Kritik der Poster im Internet blickt die SPÖ-Bundesgeschäftsführerin angeblich gelassen hinweg. "Selbst wenn es ganz schlecht läuft und alle gegen mich schreiben - ich liebe Politik."
    foto: standard/corn

    Laura Rudas will sich die Politik nicht schlechtmachen lassen, auch dann nicht, wenn einmal alles schiefläuft. Auch über die herbe Kritik der Poster im Internet blickt die SPÖ-Bundesgeschäftsführerin angeblich gelassen hinweg. "Selbst wenn es ganz schlecht läuft und alle gegen mich schreiben - ich liebe Politik."

Laura Rudas stellt sich schützend vor die ÖVP: Die werde im U-Ausschuss zu hart angefasst, findet die Bundesgeschäftsführerin der SPÖ - Warum sie Politik liebt und sich über böse Postings nicht ärgert

STANDARD: Man hat den Eindruck, dass sich SPÖ und ÖVP wieder besser verstehen, seit sie im Untersuchungsausschuss wieder einen gemeinsamen Feind haben, die Opposition. Stimmt dieser Eindruck?

Rudas: Die Koalitionsparteien verstehen sich sowieso ganz gut, das hat mit dem Ausschuss nichts zu tun. Was ich bei diesem Themenkomplex aber so schade finde, ist der Umstand, dass alles vermischt wird. Man muss aufzeigen, dass es um die Aufarbeitung einer zeitlichen Epoche geht, um Schwarz-Blau. Das kommt zu kurz. Ich bin nicht ÖVP-Pressesprecherin, aber ich finde auch, dass die ÖVP im Vergleich zur FPÖ viel zu hart dran kommt. Die Machenschaften der FPÖ waren wirklich grausig. Dass die sich jetzt so abputzen können, versteh ich nicht.

STANDARD: Sie verteidigen jetzt tatsächlich die ÖVP?

Rudas: Ja, schon. Heinz-Christian Strache war damals im Parteivorstand der FPÖ und war bis 2004 sogar gemeinsamer Gesellschafter zweier Firmen mit Gernot Rumpold. In der Aufarbeitung kommt die FPÖ eindeutig zu kurz. Die FPÖ hat systematisch politische Entscheidungen getroffen, um sich zu bereichern. Da wurden Privatisierungen beschlossen, die nur den Sinn hatten, dass sich einzelne bereichern konnten.

STANDARD: Derzeit wird im Ausschuss über die Zeugenliste gestritten. Warum macht die SPÖ der ÖVP die Mauer und lässt unangenehme Ladungen nicht zu?

Rudas: Ich bin im Ausschuss nur Ersatzmitglied und mag das nicht von außen kommentieren. Ich sage aber ehrlich: Ich wäre offener, was die Ladungspolitik betrifft, und weiß auch, dass unsere Mitglieder offener sind. Prinzipiell ist es aber sinnvoll, dass man sich auf das Wesentliche fokussiert und das nicht ins Unendliche schweifen lässt. Bitte aber auch um Verständnis, dass wir in einer Koalition sind.

STANDARD: Verteidigungsminister Norbert Darabos ist der Meinung, dass man den Ausschuss schon im Sommer beenden sollte - und Sie?

Rudas: Das war ein Halbsatz in einem Interview. Es geht nicht darum, den Ausschuss abzudrehen, es geht darum, dass man auf das Wesentliche fokussieren sollte. Ich werde hier keine zeitliche Deadline geben. Es gibt korrupte Politiker, davor ist keine Partei gefeit und das kann es in jedem beruflichen Bereich geben. Das spezielle Problem in Österreich ist aber die Intransparenz des politischen Systems. Wer sich dagegen sträubt, das zu ändern, ist wirklich von gestern.

STANDARD: Der Fall Ernst Strasser ist jetzt mehr als ein Jahr her, da wurde viel diskutiert, tatsächlich hat diese Woche das erste Mal die koalitionäre Arbeitsgruppe getagt, die für mehr Transparenz sorgen soll. Ist das nicht etwas spät?

Rudas: Ja, das stimmt.

STANDARD: Sie räumen aber schon ein, dass man sich zu viel Zeit gelassen hat?

Rudas: Ja, das ist leider so.

STANDARD: Werden auch Vorfeldorganisationen alles offenlegen müssen?

Rudas: Es müssen alle transparent sein. In welcher Form, wird gerade erarbeitet.

STANDARD: Ist der Echo Verlag, der auf Umwegen der SPÖ Wien gehört, eine Vorfeldorganisation?

Rudas: Nein, ist er natürlich nicht. Das wäre mir in den Statuten aufgefallen. Wem Echo gehört, weiß man ja, der Standard hat mehrfach darüber berichtet. Würde ich eine Spende von Echo bekommen, müsste das offen gelegt werden, darum geht es.

STANDARD: Könnten wir jetzt Einblick in alle Spenden nehmen?

Rudas: Ja, da können wir gleich in die Finanzabteilung rübergehen. Es gibt nichts zu verheimlichen. Aber viele Spenden bekommen wir eh nicht.

STANDARD: ÖVP-Chef Spindelegger hat den Vorschlag ventiliert, die staatliche Parteienförderung abzuschaffen und stattdessen auf ein System der Spenden umzustellen.

Rudas: Ich halte die staatliche Parteienförderung für demokratischer. Da braucht man sich nicht von Firmen abhängig machen, die besonders viel Geld spenden. Eine große Firma, die einer Partei Geld spendet, erwartet sich dafür meisten auch etwas. Ich halte es für hygienischer, unabhängig von Zuwendungen von Unternehmen politisch arbeiten zu können.

STANDARD: In Deutschland überholen die Piraten in Umfragen die Grünen. Ist das eine Strömung, die man ernst nehmen muss?

Rudas: Dass es hier Bewegung gibt, kann eine Demokratie auch beleben. Wir brauchen keine schlotternden Knie bekommen, weil es neue Parteien gibt.

STANDARD: Die könnten der SPÖ aber auch Stimmen wegnehmen.

Rudas: Oder sie könnten Nichtwähler zum Wählen mobilisieren oder einer anderen Partei Stimmen wegnehmen.

STANDARD: Sie sind 31 und wollen nicht als Jungpolitikerin bezeichnet werden. Für die Funktion, die Sie bekleiden, sind Sie aber recht jung, und Sie haben schon eine beachtliche Politikerlaufbahn hinter sich. Wo sehen Sie sich in zehn Jahren?

Rudas: Ich gehöre einer Generation an, die ihr Leben nicht von der Politik abhängig machen wird. Es gibt auch etwas anderes. Aber ich muss ehrlich dazu sagen: Ich bin politiksüchtig. Selbst wenn es einmal ganz schlecht läuft und viele gegen mich schreiben - ich liebe Politik. Ich möchte etwas bewegen, und das geht nirgendwo so unmittelbar wie in der Politik. Deswegen wird Politik immer eine Rolle in meinem Leben spielen. Ich weiß, dass Politik im Moment nicht wahnsinnig gut angesehen ist. Ich sage dennoch: Es gibt nichts Spannenderes auf der Welt.

STANDARD: Wie kommt man zu so einer dicken Haut? Wenn Laura Rudas im Standard ein Interview gibt, wird sie in der Regel von den Postern im Internet hingerichtet.

Rudas: Ich muss jetzt manchen Poster enttäuschen: Ich lese vieles nicht. Nicht mehr. Ich finde es ja auch gut, dass wenn ich etwas sage, da nicht nur drei Postings hinten dran sind. Ich finde es schon gut, wenn diskutiert wird, was ich sage. Aber es gibt Leute, die etwas kritisieren, und es gibt Leute, die einfach nur drauflosschimpfen, im Schutze der Anonymität. Das ist eine Plattform, auf der sich die Leute hinter Nicknames verstecken. Die kommunizieren nicht face to face oder per Email mit ihrem Namen. Anonyme Postings sind nicht gerade die mutigste Form der Partizipation. Das ist nur für die Klicks und die Gewinnoptimierung gut. Aber eine seriöse politische Diskussion kann man so nicht führen. Jeder, der mir ein Mail schickt, bekommt eine Antwort, jeder der mit mir eine Diskussion führen möchte, kann das tun.

STANDARD: Wie ist Ihr Verhältnis zum Bundeskanzler? Es gibt Gerüchte, dass es nicht mehr ganz so entspannt wäre.

Rudas: Echt? Ich treffe ihn in einer Stunde, da frag ich ihn. Nein, es ist unverändert gut. (Michael Völker, DER STANDARD, 14./15.4.2012)

LAURA RUDAS (31) ist seit 2008 gemeinsam mit Günther Kräuter Bundesgeschäftsführerin der SPÖ. Von 2004 bis 2007 war sie Landtagsabgeordnete in Wien, 2007 wechselte sie als Abgeordnete in den Nationalrat.

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stimmt - leider !

die SPÖ ist das genauso !
da wäre noch VIEL im Busch - insbesonders div. (mutmaßliche, dem Gesetz muss genüge getan werden) Quer-Finanzierungen der SP durch die Betriebe der Wien-Holding ! oder Echo-Medienhaus, div. Sub-Beteiligungen aus der Ära Laska, . . . . und: wann wird Dr. Gusenbauer in den U-Ausschuss geladen und als Zeuge befragt, da er ja - laut mehrfacher Aussage von P.Hochegger - einen gutdotierten Vertrag bei Sicon Energy hatte ? Wieso interessiert es keinen, dass Gusenbauer Lobbying für Kasachstan (in Kooperation mit RA Dr.Lansky) macht - diesen "Hort" der Demokratie ? Warum fragt da weder P.Pilz noch sonst wer genauer nach ?

nicht politiksüchtig

sondern eher de**at

Warum sie Politik liebt?

Weil von allem anderen noch weniger versteht und daher als Dauerkunde beim AMS verhungern würde....

Ein multiloginpersönlichkeit??? Wird das eine neues, therapierwürdiges Krankheitsbild?

Herbert ff, gerlinde eiche, g1001,... (Ich hab die Zeit nicht, noch weiter zu suchen)

Immer die gleichen Postings nur unter anderem Login? Wer da wohl dahintersteckt?

Löwelstraße 18, 1014 Wien - who else ?

what else

;-)

bei der angst um die macht

hält die laura sogar dem spinde die stange.

es ist schon ein recht mickriges, armseliges, aber sauteures schauspiel, das uns geliefert wird in der politik.

ich möchte von leuten regiert werden, die mehr erfahrung und/oder bildung/hirn/hausverstand/ haben als der durchschnittsösterreicher. oder zumindest eins davon.

Interessant wo die ganzen unliebsamen Postings hin sind.

..ich würd mir mehr rudas, fekters,

miklleitners und bandoin ortners wünschen, jedoch im kabarett... und dazu noch einen michl der durchs programm führt....

im Café Rathaus ?

;-)

806 fast ausschließlich Hasspostings gegen eine Frau die dem Standard ein Interview gegeben hat

das ist eine stolze Leistung,
bravo liebe Versagergemeinde!

Besser kann man Niedertracht und Bauernneid nicht dokumentieren!

wenn andere für Sie "Versager" sind, WAS ist dann Rudas ?

gibt's da eine Bezeichnung dafür ?
vielleicht: erfolglose Partei-Managerin ?
oder:
Protektionskind ohne Fähigkeiten am falschen Platz ?
sonstige Vorschläge ?
Erfolgreich ist sie jedenfalls SICHER NICHT.
Und:
Bauernneid ist allemal besser als Städter-Dummheit, gell ?

Neid? Maximal bis zum Wahltag 2013

"Jedes Minus ist ist ist schlecht und gerade mir als Bundesgeschäftsführerin, ürg arg örg . . . bin aber sicher, dass mehr als die Hälfte der Leute Politik für die Menschen wollen und gute Steuern und überhaupt müssen wir mehr Wege gehen und klare Botschaften vermitteln" - LOL!

Lauras next Youtube-Hit und dann sitzt Du mit Ihr beim AMS.

huh! neidisch?

na klar! weil das fräulein Rudas ja so eine tolle "selfmade-frau" ist.

Gääähn - das hatten wir doch schon - nur mit 639 - oder so.

Ihnen muss erstens fürchterlich fad sein und zweitens echt eine Schraube locker.

man muß schon tapfer sein

um seinem politischen feind die stange zu halten.
ich denk allerdings, dass korruption korruption ist und bleibt. und jetzt ist einmal die övp dran, die hosen runterzulassen.
es kommen ja hoffentlich alle parteien dran, aber jetzt die övp.
alles zu seiner zeit.

die SPÖ ist aber auch schon sehr fällig !

da wäre noch VIEL im Busch - insbesonders div. (mutmaßliche, dem Gesetz muss genüge getan werden) Quer-Finanzierungen der SP durch die Betriebe der Wien-Holding !
oder Echo-Medienhaus, div. Sub-Beteiligungen aus der Ära Laska, . . . .
und:
wann wird Dr. Gusenbauer in den U-Ausschuss geladen
und als Zeuge befragt, da er ja - laut mehrfacher Aussage von P.Hochegger - einen gutdotierten Vertrag bei Sicon Energy hatte ? Wieso interessiert es keinen, dass Gusenbauer Lobbying für Kasachstan (in Kooperation mit RA Dr.Lansky) macht - diesen "Hort" der Demokratie ? Warum fragt da weder P.Pilz noch sonst wer genauer nach ?

LAURAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA...

ist das ein Hilfeschrei oder ein Verzweiflungsschrei ?

Manchmal glaube ich ja, die L. RUDAS ist eine "Doppelagentin", die von der ÖVP eingeschleust worden ist...

Nein - Dieses Ding ist ja sogar zu blöd, die einfachsten Zusammenhänge zu verstehen.

Deshalb ist sie auch Faymanns Einsagerin! Weil diesem Trottel fällt das gar nicht auf.

Die Nazis waren schlimmer als die Austrofaschisten.
Aber sicher.
Oder bin ich da im falschen Film?

ja, bist

Aha.
Also richtig:
die Blauen waren schlimmer als die Schwarzen.
Anderer Film.
Trotzdem seltsam, was da die Rudas plappert.

Georg Schramm über die Sprache derPolitik:

http://www.youtube.com/watch?v=z... re=related

dabei kennt er die rudas sicher noch nicht

was würde er dann erst sagen.

Rudas schützt das System Schüssel -
anders ist das nicht interpretierbar.
Auch die Blauen und Orangen und alle Zwischengänger
gehörten zu diesem System.
D A S I S T U N A K Z E P T A B E L !!!

In einer Umfrage,...

... in der zur Sonntagsfrage auch die "Piraten" und eine hypothetische "Stronach-Partei" abgefragt wurden, sieht es so aus:

SPÖ 25
ÖVP 22
FPÖ 25
BZÖ 3
GRÜNE 10
PIRATEN 7
“Stronach-Partei” 6

http://neuwal.com/index.php... 7-04-2012/

das wird sich noch als wunschdenken herausstellen

Frau Rudas hat für sich auch einmal recht: Süchtig - auch politsüchtig - zu sein ist immer schlecht, da man naturgemäß nicht mehr nüchtern entscheiden kann.

Faymann und Rudas - zwei Garanten

dass diese SPÖ für nahezu alle ehemaligen roten Intellektuellen als unwählbar gilt.
Da fällt ein Darabos, eine Bures, ein Hundstorfer, eine Schmied gar nicht mehr entscheidend ins Gewicht.

Faymann und Rudas - zwei Granaten

...korrektur-Faymann und Rudas - zwei GRanaten..

Tragisch

...diese Liebe ohne Gegenliebe
...dieses letzte Aufgebot
...dass es Jobs in der Politik bedarf, dass manche Menschen nicht zum AMS müssen
... dass ich unwohlsein empfinde sobald sie den Mund aufmacht

ja ja, die laura die kann was,

die hat schwer was am kasten
http://www.youtube.com/watch?v=KsfwTy_Imu4
.

Unerträglich!

rhetorisch sehr begabt,die junge dame.

ein 10 minütiger dialog fekter - rudas,würder das geniale duo farkas-waldbrunn in den schatten stellen.

Sie haben da was vergessen, nämlich => :-)

wie würde sich fr. rudas ihre brötchen verdienen,

wenn sie nicht in spö und politik wäre?

als pressesprecherin der

laura.

das wär was, wenn sie ein kongeniales pendant hätte ... aber sie selber würde wohl nie so "eine" einstellen.

leute, sowas wie LR kann uns doch nicht (mit) regieren, jetzt nicht und nicht in 10 jahren??? wollt ihr das wirklich?

als eigene facebook beauftragte, nachdem sie als solche hinreichende erfahrungen beim feigmann sammeln durfte

mindestsicherung und AMS

ich glaub, damit tun sie so manchem, der beim AMS ist, unrecht.

ich glaub', da ist eher gemeint:

als Antrags-Stellerin
denn als Miarbeiterin.
Was soll denn leicht Frau Mag.Rudas für SO einen Job qualifizieren ?
Hm ?
. . . . . . .
Na eben.

ja eh, ich meinte eh auch als antragsstellerin.
was sie qualifiziert? nichts, aber auch gar nichts.
:)

Tja, vielleicht hilft ihr dann der Niko P., der derzeit

beim Kobza Rudi "Karriere" macht,
oder der Christian Cap (ja, der Bruder) als Geschäftsführer der Kabel-TV-Wien GmbH (Tochter-Unternehmen der Wien-Holding, eh klar),
oder sie kommt im Echo-Medienhaus unter,
oder sie kriegt einen Consulting-Sub-Vertrag beim Gusenbauer und macht Lobbying für Kasachstan und Hocheggers Sicon-Energy ?
Wer weiß das schon ?

das ist ja das traurige

diese politikgünstlinge kommen immer wo unter, ohne leistung bringen zu müssen.

Also, je mehr man von Frau Mag.Rudas liest, hört und sieht,

desto mehr wird es zur Gewissheit:
Lauras Liebe zur Politik ist eine SEHR unerwiderte Angelegenheit.
Tragisch eigentlich.

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