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Beim 300. Mal fehlte das Niveau. Rapids Guido Burgstaller und Austrias Georg Margreitter demonstrierten das mehrmals.
Wien - Das 301. Wiener Derby hat es überhaupt nicht schwer. Es ist nämlich nahezu ausgeschlossen, die Niveaulosigkeit des Vorgängers zu überbieten. Das Jubiläum endete am 18. Februar im Happel-Stadion torlos, man konnte es rechtschaffen als unterirdisch einstufen. Am Sonntag ist in der Generali Arena zwar nicht unbedingt Überirdisches zu erwarten, aber beide Trainer, also Ivica Vastic und Peter Schöttel, gelobten Besserung.
Schließlich sei der Rasen gewiss nicht holprig, zudem gehe es ans Eingemachte, beide Teams sind auf Sieg eingestellt. Schöttel: "Das wird man spüren." Vastic: "Wir müssen gewinnen." Rapid liegt vier Punkte vor dem Stadtrivalen, sollte Hütteldorf in Favoriten Erster sein, wären es sieben. Schöttel: "Und dann holt uns die Austria sicher nicht mehr ein." Tabellenführer Salzburg kommt in dieser Rechnung nicht vor.
Beginnts mit Linz?
Vastic hat seit Wochen das beliebte Spielchen "Beginnt Roland Linz wieder nicht?" anzubieten, überraschenderweise langweilt es ihn nicht. " Weil es ja auch für mich interessant ist." Da er diesbezügliche Fragen nie konkret beantwortet, ranken sich Gerüchte um Stürmer Linz. Angeblich wehrt sich die Mannschaft gegen einen Einsatz. Vastic dementiert das. Der "Roli" wird wohl auf dem Bankerl sitzen.
Was wiederum Schöttel wurscht ist. "Man kennt sich ja, es gibt keine Geheimnisse und Überraschungen." Steffen Hofmanns gerissene Muskelfaser ist wieder zusammengewachsen, der Kapitän dürfte arbeiten.
Payer geht
Rapid hatte vor der 301. Auflage die spannendere Geschichte anzubieten. Nach 21 Jahren hat man sich von Tormann Helge Payer getrennt. Das hat sich seit Monaten angekündigt, der 32-Jährige wurde zur Nummer drei hinter Lukas Königshofer und Jan Novota. Payer weinte nicht, gestand " Wehmut" ein. "Seit ich fünf Jahre alt bin, schlägt mein Herz für diesen Verein.
Aber es ist die beste Lösung, der Zeitpunkt ist gut, der Vertrag läuft aus. Ich wage den Schritt ins Unbekannte." Er möchte irgendwo im Ausland unterkommen, die Tochter ist erst eineinhalb Jahre alt, da ist ein Umzug kein Problem. Frankreich oder Belgien wäre nicht schlecht. " Die englische Premier League wird sich sicher nicht bei mir melden."
Tunnelblick
Payer hat ausführliche Gespräche mit Schöttel, den er als Wegbegleiter bezeichnet, geführt. "Er hat mich vor dem totalen Tunnelblick und der Betriebsblindheit gewarnt. Abgesehen davon bin ich ihm überhaupt nicht böse. Auch ich hätte mich nicht ins Tor gestellt. Ich strahlte keine Sicherheit mehr aus, die Körpersprache war mies." Schöttel weiß, wovon er spricht, er kickte ausschließlich für Rapid. Als Trainer hat er es immerhin nach Wiener Neustadt geschafft. "Ich konnte immer nur von Rapid erzählen. Natürlich ist man stolz, aber andere Erfahrungen wären auch nicht so schlecht gewesen."
Payer absolvierte 298. Pflichtpartien, Präsident Rudolf Edlinger nannte ihn "einen großen Sportler und Menschen". Ein Rückkehr zu Rapid ist nicht auszuschließen, irgendwann und in einer anderen Funktion. Zweimal wurde Payer Meister (2005, 2008), 20 Mal wehrte er im Nationalteam ab. Kurz vor der Europameisterschaft 2008 wurden Thrombosen im Bauchbereich diagnostiziert, Payer musste ein halbes Jahr lang aussetzen und Blutverdünnungsmittel einnehmen.
Wartet auf Angebote
War das der Knick in der Karriere? " Nein, das wäre zu einfach. Ich war in letzter Zeit leider oft krank. Eine Rakete schießt auch nicht immer nur geradeaus." Payer trainiert nicht mehr mit der Mannschaft, er hält sich selbst fit. Und wartet auf Angebote.
Das 301. Derby schaut er sich von der Tribüne aus an. Schöttel glaubt, " dass Rapid in der Entwicklung weiter als die Austria ist". Vastic wiederum setzt auf den Heimvorteil. "Außerdem sind meine Spieler neugierig und geil auf diese Partie." Über die Geilheit von Linz hat sich Vastic nicht konkret geäußert. Die ist nämlich kein Derby-Gesetz. (Christian Hackl, DER STANDARD, 14./15.4.2012)
Das Remis im 305. Wiener Derby ist für die Austria ein doppelter Schaden. Der Vorsprung auf Verfolger und Meister Salzburg beträgt nur noch sechs Punkte, außerdem wurde Historisches verpasst
Stimmen zum 2:2 im Wiener Derby am Sonntag
2:2 beim Aufeinandertreffen der Stadtrivalen Austria und Rapid
Die Austria gewinnt zum Jahresauftakt das Derby gegen Rapid mit 2:1. Hosiner erzielt Doppelpack, Rapids Boskovic schmeißt früh die Nerven weg
Gorgon beim 2:0 mit zwei Toren Matchwinner gegen indisponierte Rapid, Gelb-Rot für Prager - Vermummte Rapid-Randalier zettelten vor dem Stadion Ausschreitungen an
Bei Rapid will man das Derby so schnell wie möglich hinter sich lassen. Unterdessen ist Matchwinner Roman Kienast endgültig am Verteilerkreis angekommen
Die Wiener Austria hat das 302. Derby sehr souverän gewonnen. Noch dazu im Hanappi-Stadion. Der Ex-Rapidler Roman Kienast hat dabei zwei Tore erzielt
Die Austria und Rapid trennten sich torlos, beide wahrten zumindest ihre Titelchancen. Das 301. war unwesentlich besser als das 300. Derby
Immerhin wird die 300. Auflage des Wiener Derbys in Erinnerung bleiben - weil das 0:0 extrem niveaulos war. Vielleicht konnten die Akteure gar nichts dafür. Der Fußball ist eben so
Die Jubiläumsausgabe des Duells zwischen Rapid und Austria endet vor beinahe 30.000 Zuschauern mit einer enttäuschenden und unansehnlichen Nullnummer
Das Derby verzichtete auf einen Sieger. Für die Austria traf Jun, für Rapid scorte Burgstaller. Das Spiel war nicht außergewöhnlich, aber doch intensiv und spannend
Die Austria dominierte das friedliche Derby nach dem traurigen Derby klar. Im Happel-Stadion wurde Gastgeber Rapid durch Tore von Barazite, Junuzovic und Linz ins sportliche Elend gestürzt
Das Derby wurde nach 26 Minuten abgebrochen. Zum Teil vermummte Rapid-Hooligans stürmten das Spielfeld des Hanappi-Stadions
Das 300. Derby zwischen Rapid und der Austria steht an. Das Jubiläum zwang die Legenden Karl Brauneder und Felix Gasselich an den Stammtisch. Christian Hackl und David Krutzler lauschten.
Helmut Weigl spielte Anfang der siebziger Jahre im Mittelfeld der Wiener Austria, im Großen Wiener Derby traf er besonders gerne - eine Zeitreise in Violett
Die Aufstellungen im 301. Wr. Derby: Die Veilchen mit Lindner - Klein, Rogulj, Ortlechner, Suttner - Dilaver, Mader - Gorgon, Jun, Leovac – Kienast.
Hütteldorf probiert es mit Königshofer; Schimplsberger, Sonnleitner, Pichler, Katzer; Heikinnen, Prokopic; Trimmel, Alar, Drazan; Nuhiu
Hiermit erkläre ich mich eindeutig für höchstgradig optimisitisch für einen Rapidsieg! :)
was passiert denn heute eigentlich laut den verschwörungstheoretikern? eigentlich müssten sowohl rapid als auch die austria jeweils 3 ungerechtfertigte elfer bekommen, jeweils ein abseitstor schießen und zusätzlich für einen torraub keine rote bekommen...
oder wie war das nochmal mit der wiener mafia?
immer nur auf die grünen!
...darfst du ab und zu außer form sein, du darfst ab und zu mal ein ei fressen.
aber du darfst als goalie keine unausmerzbare schwäche haben - und payers schwäche bei hohen bällen war bis zum schluß eklatant.
die typische helge-bewegung bei einer flanke in den strafraum: zwei schritte vor, dann einer zurück und genau dort versteinern.
bei rapid wars mir ja wurscht, teilweise sogar recht - aber bei teamspielen hätt ich ihn dafür jedes mal spazierwatschen können...
na gottseidank, wird eh schon zeit!
das hätte er schon vor 5 jahren (wenn nicht sogar noch früher) machen können.
Ja, er ist ein wunderwuzzi hinten und ist nicht schlecht, aber doch lässt seine leistung oft zu wünschen übrig, kein wunder bei seiner körpergrösse.
wünsch ihm trotzdem alles gute, wo auch immer ihn sein weg hin führt
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