Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

August Penz zur Aufregung um die "Heimatliebe statt Marokkaner-Diebe"-Plakate: "Es wurde mir vorgeworfen, Rassist zu sein. Das hat mich erschreckt, weil es ein ganz brutaler Ausdruck ist."

Die mittlerweile wieder entfernten Plakate.
August Penz ist Hotelier und FPÖ-Spitzenkandidat in Innsbruck. Im Interview mit derStandard.at erklärt er, wie sich die mittlerweile wieder entfernten Aufreger-Plakate mit dem Slogan "Heimatliebe statt Marokkaner-Diebe" auf sein Geschäft ausgewirkt haben und warum er die Debatte darum gerne beenden würde.
derStandard.at: "Heimatliebe statt Marokkaner-Diebe": Wie viele Hotel-Stornierungen haben Sie sich mit diesem Spruch eingehandelt?
Penz: Am Anfang gab es acht Stornierungen von Einzel-Reservierungen, dazu kamen auch Stornierungen von einzelnen Tischen beim Frühstück. Was später dazugekommen ist, müssen wir noch eruieren. Den genauen Schaden kann man erst in ein paar Wochen beziffern.
derStandard.at: Wenn ich Ihnen als potenzieller Hotelgast sage, dass ich nicht bei einem Rassisten nächtigen will, was sagen Sie dann?
Penz: Es wurde mir vorgeworfen, Rassist zu sein. Das hat mich erschreckt, weil es ein ganz brutaler Ausdruck ist. Es stimmt einfach nicht. Ich habe nicht einmal einen rassistischen Sager oder Witz auf Lager. Ich habe mich für den Slogan schon mehrfach in aller Klarheit entschuldigt und habe auch verstanden, dass sich Menschen beleidigt gefühlt haben. Wir schätzen auf alle Fälle alle unsere Gäste und werden versuchen, jeder einzelnen Stornierung nachzugehen, um die Situation aufzuklären.
derStandard.at: Sie haben auch eine Mitarbeiterin aus Marokko in Ihrem Hotel, haben Sie mit ihr gesprochen?
Penz: Ja, es gab ein Mitarbeitergespräch. Mein Chef-Zimmermädchen, das aus Marokko stammt, war irritiert, erschrocken und beleidigt. Ich habe mich bei jenen entschuldigt, die sich durch das Plakat verletzt gefühlt haben. Ich habe erklärt, dass ich die Fleißigen und Anständigen mit dem Plakat nicht gemeint habe. Meine Mitarbeiter haben das dann auch verstanden. Wir haben auch ein Zimmermädchen, das Angst davor hat, dass ihrem Kind Haschisch angeboten wird. Von ihr bekam ich Verständnis.
derStandard.at: Haben Sie bei der Auswahl der Plakate eigentlich mitgesprochen, oder wurden Ihnen diese von der FPÖ-Bundespartei aufs blaue Auge gedrückt?
Penz: Die Slogan-Vorschläge kommen aus Wien, wir haben bei der Auswahl aber schon mitgesprochen und haben uns einverstanden erklärt. Mir war schon klar, dass das provoziert, diese Aufregung hätte ich aber nicht erwartet.
derStandard.at: Nachdem Ihnen die Politik auch finanzielle Nachteile bringt, wollen Sie sich nicht besser auf Ihren Wirtschaftsbetrieb konzentrieren?
Penz: Die Frage, ob sich Politik und Wirtschaft vereinen lassen, habe ich mir schon öfter gestellt. Es muss aber schon auch so sein, dass es einem nicht schadet, wenn man als Unternehmer in die Politik geht.
derStandard.at: Es kommt vermutlich auf die Art der Politik an.
Penz: Das Ausländerthema ist für uns ja nur eines von vielen. Es ist auch nicht das größte Problem hier in Innsbruck.
derStandard.at: Sie sind auch Vizechef des Tourismusverbandes Innsbruck. Wie wäre es, wenn Sie nun als Antwort auf den danebengegangenen Slogan eine antirassistische Plakatserie mit Ihrem Kopf darauf affichieren?
Penz: Um Gottes willen nicht! Am liebsten wäre es mir, wenn die Diskussion beendet würde. Die Rassismus-Diskussion könnte man in Innsbruck auch nicht führen, weil sie keiner versteht. Hier reden wir offen über die Ausländer-Problematik, aber eine Rassismus-Debatte gibt es nicht. Sie werden hier niemanden finden, der den August Penz für einen Rassisten hält. Man muss mit der Politik alles daransetzen, gar kein Rassismus-Problem entstehen zu lassen, indem wir die Integration verbessern.
derStandard.at: Glauben Sie, dass Ihnen die Aufregung um die Plakate bei der Wahl am Sonntag schaden wird?
Penz: Vom Gefühl her glaube ich, dass das ein Nullsummen-Spiel ist. Es wird uns nicht schaden, aber Stimmen bringt uns diese Aktion auch nicht. Aber der Wähler wird entscheiden. (Rainer Schüller, derStandard.at, 13.4.2012)
Der Tiroler Grüne Andreas Angerer ist mit 23 Jahren jüngster Landtagsabgeordneter
ÖVP-Stadtrat Platzgummer sieht Unvereinbarkeit, SPÖ und Grüne arbeiten an Amtsübergaben
Platter für Schwaz-Grün auch auf Bundesebene: "Vorausschauende Entscheidung" - Koalition präsentiert Regierungsprogramm
Die Grünen wollen regieren, in etlichen Konstellationen tun sie das bereits, in zwei weiteren Ländern scheint eine Beteiligung an der Macht bereits fix vereinbart zu sein
Vorläufiges Endergebnis: ÖVP 39,6 Prozent (-0,9), SPÖ 13,8 (-1,6), Grüne 12,1 (+1,4), Vorwärts Tirol 9,3 (+9,3), FPÖ 9,6 (-2,8), Liste Fritz 5,6 (-12,7), Gurgiser 4,8 (+4,8), Team Stronach 3,4 (+3,4), Sonstige 1,8 (-1,8) - Analyse-Grafik mit Mandaten und allen Ergebnissen auf Bezirks- und Gemeindeebene
Platter: "Im Laufe der Sondierungen haben sich die Tiroler VP und die Grünen angenähert"
Günther Platter und die grüne Landessprecherin Ingrid Felipe fixieren ein Arbeitsabkommen bis 2018. Beide sind überzeugt, dass die Koalition hält
Parteiengespräche sollen fortgesetzt werden
Die neue grüne Landesrätin will das schwarze Budget nachrechnen
Die Listenvierte Andrea Krumschnabel kritisiert Christine Oppitz-Plörer und Anna Hosp
ÖVP will Parteiengespräche kommende Woche fortsetzen
"vorwärts" überholt FPÖ - ÖVP verliert mehr - Gurgiser nimmt Scheitern zur Kenntnis
Der grüne Landtagsabgeordnete erinnerte im Tiroler Wahlkampf Menschen an den jungen Haider. Dem kann er etwas abgewinnen
Schwarz kann nach Tiroler Landtagswahl zwischen Rot, Grün und Blau wählen - Vorwärts Tirol schließt Wahl Platters aus
Streit innerhalb der Liste Vorwärts Tirol verlängert
FPÖ sieht erwartbares Ergebnis
Arbeitsplätze, Bildung und Kosten des täglichen Lebens wichtigste Themen für die Wahlentscheidung - ÖVP bei Pensionisten stark, Grüne punkten bei Jungen - FPÖ überzeugt nur jeden dritten ehemaligen Wähler
Der deutsche Satiriker Martin Sonneborn hat eine Partei gegründet. Man könne genug Wähler erreichen, wenn man populistisch und substanzlos agiere, dabei aber sympathisch wirke
"Angesichts der vielen Listen sehr gutes Ergebnis"
Anna Hosp mit einem Comeback mit "Vorwärts Tirol" (46)
ÖVP-Chef erachtet Inhalte als entscheidend
Sein Wahlziel von 15 Prozent wird von Tiroler FPÖ-Chef Gerald Hauser relativiert
ÖVP behauptet sich auf erstem Platz - SPÖ trotz Verlusten auf zweitem Rang, Grüne Dritter, starker Auftakt für Vorwärts Tirol - Verluste für FPÖ, Liste Fritz drinnen, Gurgiser und Team Stronach out
Tiroler Landeshauptmann ließ für Parteitag Stimmzettel vordrucken, Delegierte stimmten am WC gegen ihn
Kabarettist Markus Koschuh über den Landtagswahlkampf, die Agrargemeinschaften und einen Zerfallsprozess
Das ist die typische Haltung der FPÖ: sich zum Märtyrer stilisieren. Fehlt nur noch, dass der "linken Jagdgesellschaft" die Schuld für die ausländerfeindlichen Anti-Marokkaner-Wahlslogans aus Wien gegeben wird.
... dass die fpö ihre wahlslogans (zumindest diesen) nicht auf eine korrekte grammatik überpfrüfen lässt. (gold-diebe stehlen gold, was stehlen dann marrokaner-diebe?)
... dass der fpö vor der verbreitung der wahlplakate "anscheinend" nicht bewusst war, welche reaktionen diese auslösen würden. entweder sehr naiv oder einfach nur lust auf ein bissl medienpräsenz.
ich wundere mich, dass es leute gibt die meinen es handle sich um grammatikalische versehen in den slogans der fpö.
das mir-san-mir feeling kommt doch erst durch formulierungen wie "daham statt islam" so richtig auf.
glauben sie wirklich die sind so blöd, dass das den verantwortlichen einfach so passiert?
wichtiger ist die pumuckl-mentalität "was sich reimt ist gut".
hat sich bei wolf martin auch bewährt.
... dass wir da gar nicht lang über Rassismus reden - so haltens doch alle das Maul! - sondern reden wir lieber über das Ausländerproblem und dass alle Marokkaner Diebe sind außer die Fleißigen und Anständigen und mein Chefzimmermädchen."
"Ich habe mir angeschaut wie sich meine FPÖ-Kameraden Grasser, Meischberger, Gorbach usw. gesund gestoßen haben und dann habe ich mir gedacht, es muss aber schon auch so sein, dass es einem nicht schadet, wenn man als Unternehmer in die Politik geht, weil so wie die will ich mich auch einmal gesundstoßen können."
Jaja "die Geister die ich rief...."
Aber wieder mal typisch FPÖ, der eine rudert zurück, dafür tauchen 3 andere auf die nachlegen. So können sie sich immer schön rausreden und verschrecken trotzdem nicht ihre Wählerschaft die solche Plakat gut heisst.
Die FPÖ könnte statt immer wieder hinterher Kreide zu fressen, jetzt Plakate kleben, auf denen so etwas drauf steht wie: "Wir sind für Ausländer und für wertschätzende Integration"
Dann würde das "Geschriebene" auch einmal den Sinn haben können, der ja sowieso immer beschworen wird (nur nie bewiesen) ...
er hat aber klar und deutlich erklärt, weshalb er eine solche diskussion nicht will, weil so eine gar nicht da war. weder sind marrokaner als rasse beschrieben, noch gings um rassismus. ist das gleiche, wenn man z.b. religionskritik gegenüber den islam übt und als rassist verschrien wird. die leute wissen anscheinend nicht, was Wörter bedeuten und sie sind beinhart dann in ihren verunglimpfungen. (nein, bin kein fpö-wähler oder symphatisant)
Für ein hochrangiges Mitglied der SPÖ, ÖVP und der Grünen (beim BZÖ bin ich mir da nicht so ganz sicher...) wäre es sicher kein Problem, an einer Plakataktion gegen Rassismus teilzunehmen, so etwas zu tun heißt ja auch überhaupt nicht, dass man irgendwann einmal als Rassist bezeichnet wurde - ganz im Gegenteil.
Wenn jedoch ein Kandidat der FPÖ an so einer Aktion teilnehmen würde, dann verschwände der ganz schnell von einem wählbaren Platz und hätte auch keine Chance mehr hätte, in eine führende Position zu kommen!
nein, wieso sollte man, wenn man mit dieser thematik nichts zu tun hat. das thema rassismus ist philosophisch und biologisch höchst interessant, weil allen anschein nach kein mensch rassistisch ist, wenn man den begriff mal genauer definiert. (z.b. Hunderassen... keine Menschenrassen). In nahezu 100% aller Fälle geht's um Ideologien, Betrachtungen und kulturelle Konzepte. Hier zu diskutieren, ist nicht unmenschlich, solange man sachlich bleibt. So ein Diskurs ist aber politisch in den letzten 10 Jahren nie ein Thema gewesen, deshalb brauchts auch keine Diskussion. Zum Thema Religion, unterschiedliche Kulturen und wie Menschen damit umgehen, wäre hingegen interessant und relevant
na so wie der landeshauptmann von kärnten...also der jetzige
der verstorbene, politische ziehvater des rechten terrorismus konnte sich jeden tag einen rassistischen schenkelklopfer aus dem ärmel schütteln und war dabei noch klug genug sich einen ausweg für ne bessere ausrede offen zu lassen
ich war alleine in dieser Woche 2 mal im penz (beim wirklich vorzüglichen) Frühstück...
das hat sich bei mir so eingebürgert, dass ich mit diversen Geschäftspartnern einfach dorthin gehe zum Frühstücken -relativ oft...
bis vor wenigen Tagen war mir weder bewusst, dass es erstens von einem FPÖ Mann betrieben wird, geschweige denn, wer er ist - weil es mir ehrlich gesagt auch einfach egal wäre - weil das Hotel mit Bar und dem beliebten Frühstück einfach super ist...
Ein partner meinte er könne das penz jetzt wegen dem nicht mehr buchen...
ich denke vorübergehend hat dies definitiv wirtschaftlich geschadet...
bin sicher kein FPÖ wähler, aber die Szene um hbf und bozner ist übelst... meine freundin traut sich alleine nicht hin.
Ich verstehe nicht, wieso dieser persönlicher Erfahrungsbericht so negativ bewertet wird.
Keine aggressive Wortwahl, keine Beleidigungen, keine Unterstellungen.
In den angeführten Nachrichten ist die Rede von "Marokkanerszene", "Pendler die sich nicht wohl fühlen" und "Mädchen die Belästigungen ausgesetzt sind". Insofern haben die letzten beiden Sätze im hp12c-Koommentar durchaus ihre Berechtigung. (imho)
http://tirv1.orf.at/stories/305009
http://www.tt.com/Tirol/508... yPLQy2OQ--
http://www.tt.com/Nachricht... ahnhof.csp
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.