Ein ganz normaler Tag in Pjöngjang

Ansichtssache | 13. April 2012, 12:30

Der US-Fotograf David Guttenfelder aus Iowa gehört zu den wenigen westlichen Journalisten, die regelmäßig Einblicke in den Alltag der Nordkoreaner nehmen dürfen. Nun hat er die Szenerie in der Hauptstadt Pjöngjang abgebildet - weitgehend abseits gelenkter Pressetouren. Vor seinem Engagement als Asienchef der Nachrichtenagentur Associated Press in Tokio war Guttenfelder unter anderem in Kenia und der Elfenbeinküste stationiert. (red, derStandard.at, 13.4.2012)

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foto: ap/guttenfelder

Eine Frau trägt ihr Kind durch eine Vorstadtstraße Pjöngjangs.

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Riesige Wohnblocks säumen die Straßen Pjöngjangs.

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Im "Hana Music Information Centre" werden ausländische Berichterstatter über nordkoreanische Klänge informiert.

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Eine Straßenbahn.

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Kinder in den Straßen Pjöngjangs.

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Hohe Mauern zerschneiden in vielen Quartieren die Stadt.

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In einer Kegelhalle im Zentrum.

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Die passenden Schuhe können ausgeborgt werden.

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Am Bahnhof von Pjöngjang.

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Normalerweise verwendet man Photoshop um Fotos durch Farb- und Kontrast-Veränderungen schöner zu machen und dem Bild eine bessere Stimmung zu geben.
Wenn man den Kontrast runterschraubt, Licht wegnimmt und die Grau und Brauntöne verstärkt bewirkt man das Gegenteil. Normal verwendet man Photoshop auch um schiefe Bilder gerade zu richten, da ein schiefes Bild in der Regel ein unwohles Gefühl hervorruft, auch da ist natürlich das Gegenteil möglich. - Bravo...

Diktaturporno

... wie meinte Harun Farocki? Bambi und Hitler - das zieht. Muss aber zugeben, dass es mich auch interessiert.

Na und?

Ein Bericht über die zusammenbrechenden Städte der USA, deren marode Infrastruktur, den desillusionierten, verbrauchten Gesichtern bei trübem Wetter würde kein besseres Bild abgeben. Eher im Gegenteil. Also immer zuerst vor der eigenen Türe kehren.

schon von der alten sowjetunion

haben wir NUR fotos im winter und bei trüber bewölkung vorgesetzt bekommen; aber ich glaube, dass diese hier die tatsächliche tristesse in nk nicht annähernd wiedergeben.
es gibt einen film von deutschen bahntouristen von vor ein paar jahren, denen heimlich aufnahmen vom echten grausen gelungen sind. dagegen sind die hier schon fast nordkoreanische propaganda..

es dürfte ein ding der unmöglichkeit sein, als ausländer in eine private wohnung zukommen, oder überhaupt privatgespräche zu führen.

ansonsten ähneln die schuhe, die dekos etc. denen der sowjetunion. warum eigentlich haben kommunistische länder diese ähnliche ästhetik...? ernst gemeinte frage.

Die Betonwohnblöcke könnten auch in einem Pariser Vorort stehen.

Es wirkt eher "retro". In den 1970er - 80 Jahren sah es in Wien auch in etwa so aus. Die Fliesenmosaike sind zb so typisch 70er Jahre.
Wenn sie ein bisschen Erde auf den Lehmboden vor den Wohnsilos aufschütten, dann wächst dort auch wieder Gras. Dann schaut das ganze gleich richtig schick aus. im Park der kämpfenden Tiere.

Es ist die Ästhetik des ausgegangenen Geldes und des bevölkten Wetters.

Ich weiß nicht, was die Poster hier erwartet haben ... Auch Fotos aus Sowjetzeiten waren so ähnlich. Ja, so schlimm war es nicht, nein, es lagen keine Leichen auf den Straßen, und der Fotograf hat eben die Gelegenheit genutzt, dass sich der Busfahrer verfahren hat, nicht auf den einzigen nicht-sonnigen Tag gewartet.

Die Leute in der Sowjetunion haben auch relativ normal gelebt.

Es geht nicht darum zu sagen: so sieht's bei uns doch auch aus, alles nicht so schlimm, oder: da ist es besser oder schlechter. Es geht darum, dass es schwierig ist, überhaupt zu erfahren, wie es den Menschen dort geht, und dass ein paar inoffizielle Fotos schon eine Seltenheit sind.

Keine Liebe zur Eisenbahn...

<Ironie>

Offenbar fehlt den Nordkoreanern die Liebe zur Eisenbahn.
Bei Regionalzüge euroäischer Bahngesellschaften sorgt die Bevölkerung in Eigeninitiative dafür, daß großflächige Graffiti den Rost verdecken.
In Europa wird die Bahn vor allen deshalb so geliebt, weil sie immer noch etwas auf trödelnde Mitreisende wartet, oft sogar vorausschauend beim Einlauf in den Bahnhof.
Würde es sich, wie von irregeleitetet Defätisten behauptet um schlichte Unfähigkeit der Bahn handeln, sich an Fahrpläne zu halten, die Europäer würden doch nicht aus begeisterter Liebe zur Eisenbahn in privater Eigeninitiative mit privat finanzierter Farbe dem Rost der Züge zu Leibe rücken. Bild 7 zeigt deutlich die Folgen der Servicewüste Nordkorea!

</Ironie>

Gefällt mir.

Aus Manipulationsgründen hat man natürlich diese Fotos bei dichter Bewölkung gemacht, aber ich bin überzeugt davon, dass auch in Pjöngjang ab und zu die Sonne scheint.

Ich hoffe, die nehmen mich dort.

Als Krankenschwester?

"Ich hoffe, die nehmen mich dort."
Gnä Frau, probieren sie's aus.

1220, 1110

Fotos könnten auch diesen Februar in Wien aufgenommen worden sein!

recht angenehm

Abgesehen vom triesten Winterwetter ist zu bemerken: Straßenbahnen, in denen die Fenster noch aufgehen, adrette, saubere Kleidung statt heraushängende 200 Kilo Wampen, keine 3 Millionen CCTV-Überwachungskameras wie in den anglo-amerikanischen Regimen

Dafür, daß die "Freiheitsbringer" in Pjöngjang jedes Haus, jede Schule, jedes Spital und jede Hundehütte in krasser Verletzung der UN- und Menschenrechtskonventionen flachgebombt haben, sieht es ganz gut aus. Besser als in vergleichbaren Ländern.

Momentane Zensurquote meiner Postings: gut 2/3

Die Straßenbahn macht aber, obwohl sie für dortige Verhältnisse wahrscheinlich eh in gutem Zustand ist, einen eher traurigen Eindruck verglichen mit den gleichen Wagen in Prag oder Dresden. Außerdem scheint mir beim vorderen Drehgestell die Schienenbremse zu fehlen.

Sie scheinen ein sehr optisch orientierter Mensch zu sein. Werfen sie bitte auch mal einen Blick hinter die Kulissen - z.B.:
Keine 200 kg Wampen - in einem Land mit Hungersnot irgendwie kein Wunder (ein paar Wampen gibts es schon: bei der Parteiführung)

keine CCTV Kameras: das wird da noch händisch erledigt...dein Nachbar - ein Stasi-Spitzel

Adrette Kleidung: Einheitsmodell, vorgegeben von Menschen, deren Geschmack dem Ihren zu ähneln scheint.

Ich empfehle Ihnen mal eine Nordkorea-Rundreise!

Wieviel Prozent der Nordkoreaner würden wohl bei freien Wahlen für die Kommunisten stimmen?
2%, 3% - oder doch 4%?

Wohl eher 10-15% - den Anteil, den die Kommunisten bei den meisten Wahlen in nachsozialistischen Staaten erreicht haben.

Auch der VdU kam 1949 auf 11,7% - so hoch war der Anteil der Österreicher, der den alten Zeiten nachtrauerte.

Sie haben natürlich recht, 10% bis max 15% scheint ziemlich genau die Anzahl der Günstlinge in einer Diktatur zu sein. Und ich vermute sogar, dass es ungefähr soviele überzeugt Gläubige braucht, um eine solche aufrecht zu erhalten.
Das ist aber immer noch ein sehr kleiner Teil der gesamten Bevölkerung.
Und wie kommen die anderen dazu...

und noch da zu wen AP oder reuters ein büro in pyongyang haben mit north koreanische fotographen untergraben auf kosten grunden die presse freiheit es geht und geld und nicht un neutral informazion
das zeight er das die angetur geschäfte machen mit die mechtiger generäle aus north korea und das ist gegen jeder ethische jornalistische ansaz

whuut?

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totale schwachsing... das der standard auf kosten grunden die AP/reuters nicht sageden Bilder als "ware gesicht"north korea zeight ist ein fach verlogen, und vearscht so mit seiner leser bravo standard

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