Großbanken fehlen Milliarden für Basel III

13. April 2012, 09:55

Lücke von 500 Milliarden: Die größten Banken weltweit müssen sich noch erheblich strecken, um die neuen Kapitalvorschriften zu erfüllen

Der Volltext dieses auf Agenturmeldungen basierenden Artikels steht aus rechtlichen Gründen nicht mehr zur Verfügung.
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Wenn eine Bank nicht innerhalb einer vorzugebenden Frist die vorgeschriebene Kernkapitalquote nachweisen kann, dann sollte ihr einfach die Lizenz entzogen werden.

Die Aktionäre, welche in den vergangenen Jahren hohe Gewinne eingestreift haben, könnten ja einfach einen entsprechenden Beitrag leisten wenn sie das verhindern wollen.

"Wenn eine Bank nicht innerhalb einer vorzugebenden Frist die vorgeschriebene Kernkapitalquote nachweisen kann, dann sollte ihr einfach die Lizenz entzogen werden."

Da werden Forderungern gestellt, die unerwartet kommen (Es wurden die Berechnungsmodelle massiv geändert), und die Fristen sind extrem kurz.

Für viele ist die Forderung: "Verdoppeln Sie Ihr Eigenkapital in weniger als zwei Jahren."

* Kaum ein Unternehmen (weggehend von Banken) würde das schaffen.

* Wissen Sie, WIE das umsetzbar ist:
- Wenig neue Kredite vergeben.
- Bei jedem, der irgendwie in Verzug kommt, sofort zudrehen, um ihn aus den Büchern zu haben.
- Geschäftsvolumen reduzieren (= Zukünftige Erträge langfristig beschneiden)

"und die Fristen sind extrem kurz."

Die Banken erfüll(t)en nichtmal die Basel II Kritierien, das Problem sind hier nicht die Fristen sondern der Unwille die Finanzwirtschaft sich den Tugenden der Realwirtschaft unterzuordnen und damit selbst und ohne den Steuerzahler die eigene Zukunft zu sichern.

Sie werden aber zugeben, dass eine Steigerung der Eigenkapitalquote bei Banken dringend nötig ist.

Nur mit dem Motto: "Mehr Schulden (=Kredite)" in einer Schuldenspirale zu folgen ist sehr gefährlich. Eventuell ist es dafür schon zu spät und der Point-Of-No-Return zum Bankencrash ist schon überschritten.

Und potentielle Kreditnehmer wie Unternehmen sind eben aufgerufen, mehr mit Eigenkapital und die Fremdmittelquote zu senken.

So wie das gesunde Unternehmen machen, die nur zu einem geringeren Prozentsatz am Tropf des Fremdkapitals (Kredite/Schulden) hängen. Das ist auch nicht irgendwie "böse" sondern durchaus auch im Interesse der Kreditnehmer, nicht alles auf Schulden aufzubauen.

Ich halter es für sinnvoll, die Eigenkapitalquote zu erhöhen.

Aber vieles des bisherigen EK ist weggefallen, weil der Berechnungsmodus geändert wurde - ich würde einen sinnvollen Zeithorizont für angebracht halten - und nicht eine schnelle Panikreaktion, um das aufzuholen, was die Politik in den letzten Jahrzehnten verschlafen hat.

So wie das jetzt gemacht wird hat das massiv konjunkturdämpfende Effekte - genau das, was wir nicht brauchen.

teilweise richtig, was sie sagen.
großes aber: das kapital trieb die poltik jahrzehntelang vor sich her!
jetzt zu sagen, "die politik hat jahrzehnte verschlafen" ist, gerlinde gesagt, verwegen.

Dann sagen wir eben: Die Politik hat sich "jahrzehntelang bereitwillig vom Kapital treiben lassen", ohne ihre Aufgabe zu erfüllen.

Das sit doch nur eine andere Formulierung von geschlafen.

Warum haben die Banken zuwenig Geld? Weil sie die Gewinne sofort durch Auszahlung von Boni und Dividenden in Sicherheit bringen.,.

Zurück bleibt eine unterkapitalisierte Hülle und die Bankeigentümer mit ihren Gewinnen bleiben vor der Öffentlichkeit verborgen.

Der Staat, als Hure der Bankiers, bemüht sich dann sogar noch mit Steuergeldern um die Rettung dieser ausgesaugten Hüllen und verstaatlicht sogar die größten Katastrophen.

Was sollte der Staat besser machen? Er sollte nicht die defizitären sondern die gewinnbringenden Banken verstaatlichen.

Wenn der Staat in der Lage wäre, gewinnbringend zu wirtschaften, wären die staatlichen unternehmen und Banken ja viel erfolgreicher als die privaten - und es gäbe die Diskussion nicht.

Real erstickt aber jedes Unternehmen in das der Staat seine Finger bekommt unter Proporz, Freunderlwirtschaft und Inkompetenz.

Weil den

Banken das Geld fehlt, wollen die Banken und die ihnen willfährigen Politiker das Bargeld abschaffen, weil dann keiner mehr Geld außerhalb des Bankensystem haben kann.

Noch effektiver als der Kapitalismus funktioniert nur noch der National-Kapitalismus

Denn mit so vergleichsweise geringen Summen konnte man sich seit WK II nicht so viel Macht und Einfluß in Europa kaufen. Das EK fehlte den Banken, weil sie es die Jahre zuvor in immer größerem Maße den Kapitaleignern ausschütten mußten.

Hätten die dzt Kapitaleigner europäischer Banken nicht ausschließlich Profit-Interessen, sondern auch strategische ÜBerlegungen - so wie die chinesischen, indischen und arabischen Staatsfonds - dann wäre der Kampf fairer und ausgeglichener. Noch effektiver als der Kapitalismus funktioniert nur noch der National-Kapitalismus.

nur Vollgeld ist das wahre

Eigentlich unglaublich wie die Gesellschaft seit dem 18 Jh. (John Law) auf mit virtuellem Geld zockende Staaten setzt und nun haben sie die Banken noch mit der Produktion nicht bedeckter Werte übertroffen.
Basel ist nichts negatives für die Wirtschaft sondern kann nur ein kleiner erster Schritt in Richtung Vollgeld sein!

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte

Weil es eine höhere Datenmenge beinhaltet.

Der Informationsgehalt pro Dateneinheit ist jedoch beim Text viel höher.

...

uhh zahlen die staaten nicht genug kickbacks?

Oje. Das die Banken so viel Eigenkapital aufstocken müssen, heißt nix Gutes. Ich möcht ja nix laut sagen, bin ja selber CHF Kreditnehmer...

Boni kürzen!

Also wenn ich mir diese Grafik von der Deutschen Bank ansehe, glaube ich nicht, dass etwas schärfere Kapitalvorschriften noch helfen könnten.

http://1.bp.blogspot.com/-A_rmDJh0... g-aus-.jpg

Es macht ja keinen Sinn, Derivate mit der Vollen Summe dem Eigenkapital gegenüber zu stellen.

Wenn schon, sollte das Ausfallsrisiko gegen die Bilanz gestellt werden. Oder gegen die Erträge.

--

Für mich macht es schon Sinn, wenn ich sehe, dass Derivate mit 0,1% durch Eigenkapital gedeckt sind.

Auch wenn mir bewusst is, dass vieles an Derivaten ein Nullsummenspiel ist und Absicherungsgeschäften dienen.

Trotzdem ist auch das Verhältnis von Bilanzsumme zu Derivaten erschreckend.

Gruss Tussi, die Böse

Dem widerspreche ich nicht - Aber bei der Betrachtung macht es mehr Sinn, nicht die Derivate anzusehen sondern das reale Risiko.

---

Sie sagen aj auch nicht "Fliegen ist gefährlich, im Jahr gibt es x Millionen Flüge - und das maximale Risiko ist, dass alle abstürzen und alle tot sind, also müssen wir uns darauf vorbereiten."

Das Derviate- Risiko kann sich sehr schnell ändern. Fragen sie mal die Kommunalkredit, mit den GR- CDS, wie die die Risikogewichtung damals und heute sehen. ;)

Stimmt. ;-)

Das ist abe rnur ein Problem, weil Banken einfach so aufgefangen werden - Wäre die Regelung "Die Aktien werden als Entschädigung an den Bestbieter verwertet, und den Erlös bekommen die Gläubiger verteilt" - wären die eingegangenen Risiken anders.

eh, weil bei geschriebenen derivaten das ausfallsrisiko ja auch theoretisch unbegrenzt sein kann :P

Deswegen nehmen's ja risikogewichtete Ansätze.

Mit dem Ansatz "theoretisch kann das Ausfallsrisiko unbegrenzt sein" dürfte es keine Versicherungen geben.

Wenn Sie die maximalen Ausfallsmöglichkeiten zur Bewertung heranziehen, würde auch keiner Haus-Kredite bekommen.

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