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Nahezu alles, das sich im öffentlichen Raum befindet, kann ein neues Gewand verliehen bekommen.
Innsbruck/Hall - Das Kulturlabor Stromboli rief zum Stricken: Unter dem Motto "tRaumfrau verstrickt" wurde seit Mitte Februar emsig zu Nadel und Wolle gegriffen. Immerhin 40 Personen haben sogar beim extra organisierten Strickworkshop mitgemacht. Es strickten Frauen aller Altersgruppen zusammen mit Schülerinnen der Europahauptschule Bachlechnerstraße.
"Das Besondere daran war, dass Gegenstände des öffentlichen Raums, wie Straßenlaternen, Statuen, Mülleimer, aber auch Bäume und Sträucher eingestrickt wurden", sagt Julia Mumelter vom Kulturlabor Stromboli: " Ein Kleiderl für die Laterne oder ein schicker Anzug für den Mülleimer sozusagen."
Stricken, Häkeln und Nähen auf der Straße
Die Idee an sich ist nicht neu: Guerilla Knitting (oder Urban Knitting) erobert seit einiger Zeit den öffentlichen Raum. Künstlerinnen und Künstler holten in den vergangenen Jahren Stricken, Häkeln und Nähen aus dem Wohnzimmer auf die Straße und etablierten sich mit ihren Kunstwerken im Bereich der Streetart. Straßenzüge werden bunt eingestrickt und mit Wolle und Garn umgestaltet.
Überthema für die Haller Strickerinnen war der Brunnen. Wasserholen sei wie Handarbeiten ein unbezahlter Liebesdienst von Frauen, aber auf Treffpunkt für Gespräche. Mittlerweile sind einige Strickkunstwerke von Brücken, Laternen und Pfosten wieder abgefallen - oder abgenommen worden. Julia Mumelter vom Stromboli hofft, dass engagierte Strickerinnen weiter die Stadt einstricken. (ver, DER STANDARD, 13.4.2012)
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Ich muss ehrlich zugeben, dass ich den Sinn dahinter nicht ganz erfassen kann, aber solange es den beteiligten Spaß macht, warum nicht. Auch in Wien hab ich schon diverses Guerilla knitting entdeckt, solange die Wolle noch nicht allzu dreckig ist, sieht's ganz nett aus.
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