Wassersport mit Außerirdischen

Dominik Kamalzadeh, 12. April 2012, 18:24
  • Unter dieser Rüstung steckt ein Alien, das einen neuen Planeten erobern will - und dieser heißt Erde: Szene aus Peter Bergs Sci-Fi-Drama " Battleship"
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    Unter dieser Rüstung steckt ein Alien, das einen neuen Planeten erobern will - und dieser heißt Erde: Szene aus Peter Bergs Sci-Fi-Drama " Battleship"

Viel zu ernst gemeinter Unsinn: Mit "Battleship" gelangt eine Alieninvasion ins Kino, die auf dem Spiel "Schiffe versenken" beruht

Wien - Comics, TV-Serien, selbst Spielzeugwesen: Das postklassische Hollywoodkino hat es sich zur Regel gemacht, auf gut eingeführte Objekte und Produkte der Populärkultur zurückzugreifen und um sie herum Blockbuster zu zimmern, die möglichst breite Zuschauerschichten ansprechen.

War schon die bisherige Auswahl selten großem Erfindungsgeist geschuldet - was nicht ausschließlich schlechte Ergebnisse zur Folge hatte -, so zeigt der aktuelle Sciencefiction-Film Battle-ship, dass es konzeptuell und gedanklich auch noch etwas schlichter geht. Denn dieser Film " basiert" tatsächlich auf dem Zeittötungsklassiker "Schiffe versenken" - ein US-Spielzeugkonzern hat daraus bereits 1967 ein Brettspiel gemacht.

Nun benötigt ein 200 Millionen Dollar schwerer Blockbuster natürlich einige Schauwerte mehr als ein paar Kreuze, die auf die verborgene Schiffsarmada des Gegners hinweisen. Deshalb gibt es in dem von Peter Berg mit Getöse, Materialverschleiß und einer ersten Rolle für Rihanna inszenierten Film nur eine einzige Szene, die der abstrakten Idee des Spiels Tribut zollt: In dieser liefert der japanische Kapitän (Tadanobu Asano) die Idee dafür, wie man den außerirdischen Gegner in der Nacht ortet und ihm zusetzen kann.

Battleship ist eigentlich ein klassischer Invasionsfilm. Zu Beginn sendet die Menschheit von einer auf Hawaii gelegenen Satellitenstation ein Signal auf einen Erde-ähnlichen Planeten. Ein nerdiger Wissenschafter (Hamish Linklater in der Jeff-Goldblum-Rolle) warnt schon an dieser Stelle davor, dass bei Antwort nur die Menschheit Probleme bekommt.

Tatsächlich krachen sechs Jahre später Raumschiffe ins Meer - eines verwüstet nach 9/11-Manier Hongkong -, um eine geordnete Übernahme des Planeten in die Wege zu leiten: Kettenbewehrte Kugeln, die sich durch jegliches Material fressen, durchtrennen die Nahversorgungswege, Attacken zur See erweisen sich als so vergeblich wie verlustreich.

Handlung als Bruchstück

Spätestens seit Independence Day, dem abgesehen von Paul Verhoevens Satire Starship Troopers zentralen Film dieses Genres, weiß man, dass Effekte in dieser Spielart des High-Concept-Kinos Vorrang gegenüber erzählerischer Originalität haben. Allerdings erscheint Battleship in dieser Hinsicht so rudimentär, dass man nur noch von einem Patchwork von Erzählkrümeln und Attraktionsschüben sprechen kann.

Alex (Taylor Kitsch), der zentrale Held, muss sich etwa als fintenreicher, moralisch gefestigter Soldat beweisen, um den Vater seiner Braut (Liam Neeson) zu überzeugen - das strapaziert überkommene Männlichkeitsbilder, und es ist nicht nur plump und unterkomplex gebaut, sondern auch unbedarft inszeniert.

Stilistisch findet Berg seinen Meister in Michael Bay, in dessen Verquickung aus Techno-Patriotismus und dümmlichen Gags. Bays Pearl Harbor ist auch inhaltlich nah - nicht allein des symbolischen Ortes wegen, der Film verbeugt sich auch vor den Veteranen früherer Kriege. Das sinnträchtigste Bild dieses Films findet sich deshalb nicht am Meer, sondern im Faustkampf eines Außerirdischen mit Sehschwäche und einem beinlosen Kriegsinvaliden. In der Zukunft sind wir dann endlich alle Reservisten.   (Dominik Kamalzadeh, DER STANDARD, 13.4.201

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Liam Neeson

Kommt das nur mir so vor, oder wird die Rollenauswahl von Liam Neeson in den letzten Jahren immer mieser?

Interview mit dem Drehbuchautor

http://www.youtube.com/watch?v=iIY5b1JMvGs

Bezieht sich allerdings auf einen seiner früheren Erfolge.

Ach, der Film hat ein DrehBUCH?
Das von einem richtigen Autor geschrieben wurde?
^^

und da wundert sich die Medienmüllverwertungsindustrie das sich ein Großteil der Leute diesen Furz an Film nur mittels Mordraubkopie beim ausnüchtern antut ts
Zielpublikum verfehlt uh
Was hat der Film am Starttag eingespielt ?

Das gegenteil ist richtig

Wegen der vielen kopierer werden solche filme in relation zu normalen filmen lukrativer. Dies weil es filme sind fuer die man die grosse leinwand als seher braucht.

Ahem, Filesharing hat genau Null Einfluß auf die Lukrativität von (zeitgleich anlaufenden) Kinofilmen.

http://11k2.wordpress.com/2012/02/1... lesharing/

der kinosaal war auf jeden fall brechend voll:)

trololo was ein käsfilm ! früher nannte man sowas b-movie, heute blockbuster ^^

die paar kopierer fallen gar nicht ins gewicht, die sich den ersten TS antun, die so rumgeistern. abertausenden ist langweilig am wochenende und ganz der konsumlogik, auf die man getrimmt wird folgend, kommt dann halt mal BBOOOOoooom, bang, wrooombadaaabooooom ! SPLASH ! bang perdautz...da is die dauerkrise, große wie klein, kurz einfach mal ganz weit weg. BADABOOOOOOOOM !

Nichts gegen Verhoevens Starship Troopers,denn der war Klasse.
Und zeigte die konsequenz von überbordenden Patriotismus,nämlich fliegende Körperteile.)

falsch

das brain-bug wurde gekonnt vernichtet und einem happy-end stand dann nichts mehr entgegen.

In diesem "Happy-End" steckte allerdings auch eine gehörige Portion Sarkasmus.

Wenn Michael Bay Starship Troopers gemacht hätte, wär das Ende todernst gemeint gewesen, aber bei Verhoeven... glaub ich das eher nicht ;)

Bei Bay wäre alles voll mit Zeitlupe,Heroischen Posen,Sonnenuntergängen und Amiflaggen.)

ich hab sehr laut, sehr lange lachen müssen. gut dass es die OmU-spätvorstellung von haywire (auch nciht gut) war, und ich damit praktisch allein im saal war.

haywire

war aber gut. was hat ihnen nicht daran gefallen?

angefangen hat er sehr gut, aber dann ist die protagonistin irgendwie zur farblosen tötungsmaschine verkommen.

hmm naja

sie war ja auch tötungsmaschine von beruf.
ich war gerade von diesem film positiv überrascht. hatte mir nicht viel erwartet und fand dann bilder, musik und erzählte geschichte ganz gut.

also ich hätte mir dann doch etwas mehr emotion erwartet. und antonio banderas tod war dann auch nur mehr lächerlich schlecht hinten angepickt.

Unglaublich dass der Berg nach Hancock überhaupt noch Filme machen darf, die mehr als 100 Dollar kosten...

Freu mich auf Iron Man 3. Shane Black hat das Drehbuch geschrieben und führt Regie. Robert Downey sagt es sei das beste Drehbuch, dass er seit langem gelesen hat. Keine überirdischen Schurken, sondern ein Psychothriller, abgedreht und cool. Shane Black halt. Kiss Kiss Bang Bang!

naja, dass der hauptdarsteller das drehbuch lobt ist jetzt nicht so die tolle referenz ;)

gähn ...

tipp noch, für das nächste drehbuch ... ein alien-eroberungs-agenten-horror-schriller als crossover zwischen 1944/2008/2587 und mindestens sich durch drei multiversen ziehend, no nah der besten und größten army der welt als anführer, einer noch herzzerbrechenderen liebesgeschichte als titanic zwischen einer irdischen armen aus afrika und einem außerirdischen der der auserwählte laut einer prophezeiung von vor milliarden jahren ist, und die handlung an sich auf den handgriffen basierend die benötigt werden um die komplizierteste origami-figur zu basteln ... mit einem happy end, gegen das selbst zucker harmlos ist

Treffer! Hirn versenkt

nach dem Film weiß ich wie ein Taser angewendet wird und hab einen Überblick was Amerika so an aktuellen Waffensystemen und Kommunikationsräumen hat. Hilft beim Fürchten. Bei den Aliens hab ich mich gefragt ob ein älteres Foto von Metalicas James Hetfield die Vorlage war. http://www.google.at/imgres?q=... &vpy=438&d Grosses Plus: Battleship II wirds eher nicht geben.

Bei der Kritik hat man wohl Anleihen an dieser hier genommen:

http://www.spiegel.de/kultur/ki... 63,00.html

Ich persönlich finde ja die ungeschminkte Wahrheit der Spiegel-Kritik erfrischend ;-)

Die Spiegel-Kritik finde ich nicht gut. Ich habe den Film auch gesehen und ich finde nicht, dass Rihanna schlecht ist. Sie ist auch nicht gut, aber grottenschlecht ist sie nicht. Und Brooklyn Decker als Love Interest - so hergerichtet/austauschbar/normiert und was auch immer sie auch sein mag - hat Wiedererkennungswert. Die Spiegel-Kritik hat einen Bashing-Beigeschmack. Die Standard-Kritik finde ich gelungener, weil differenzierter ...

Hab' mir aufgrund der Kritik ...

... Bilder von Brooklyn Decker gegoogelt, ich geb's zu. *ggggg*

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