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In einigen Ländern will man größere Barzahlungen zurückdrängen. In Österreich geht die Diskussion darüber erst los.
Wien - Die Überlegung ist recht simpel. Je häufiger die Bürger auf elektronischem Weg samt Dokumentation bei einer Bank bezahlen, desto schwieriger wird Steuerbetrug oder Geldwäsche. In Italien hat die Regierung unter Premier Mario Monti im Vorjahr eine 1000-Euro-Grenze für Bargeldgeschäfte eingeführt, in Spanien plant die neue konservative Regierung von Ministerpräsident Mariano Rajoy eine Grenze von 2500 Euro.
Registriert hat man diese europäische Entwicklung auch schon bei der SPÖ. "Das ist nichts, was wir per se ablehnen", heißt es hinter vorgehaltener Hand. Offiziell will man sich aber noch nicht äußern. Vorher will man intern mögliche Vor- und Nachteile klären. Zu bedenken sei etwa, ob eine Bargeldgrenze für bestimmte Bevölkerungsgruppen nicht zu Problemen führen könnte. Laut Schätzungen des Sozialministeriums gibt es nämlich noch immer rund 150.000 Österreicher, die kein Girokonto haben.
Im Büro von Finanzministerin Maria Fekter (ÖVP) sieht man jedenfalls keinen Handlungsbedarf in Österreich. Verwiesen wird auf eine Verordnung, laut der Unternehmer mit mehr als 150.000 Euro Umsatz im Jahr ohnehin schon alle Bareinnahmen und -ausgaben aufzeichnen müssen.
Der Steuerrechtler Karl Bruckner spricht hingegen von einer "brauchbaren Idee". Grenzen von 1000 oder 2500 Euro seien aber "viel zu niedrig", sie würden "den Geschäftsverkehr erheblich behindern". Im Einzelhandel sei es beispielsweise jenseits jeglicher Steuerhinterziehung üblich, auch größere Summen in bar zu bezahlen, weil sonst Gebühren der Kreditkartenunternehmen anfallen (die letztlich zu höheren Preisen führen). Überweisungen seien nur in Ausnahmefällen möglich, weil sonst der Handel das volle Risiko trage, wenn der Kunde nicht bezahlt. Bruckner hielte daher eine Grenze von 5000 bis 10.000 Euro für sinnvoller.
Organisierte Kriminalität
Es stelle sich aber auch die Frage, ob man mit Bargeldgrenzen wirklich die Steuerhinterzieher dingfest machen könne. Einen Kunden, der sich 20 Prozent Mehrwertsteuer ohne Rechnung ersparen kann, werde eine Strafe von 25 Prozent, wie sie in Spanien im Gespräch ist, wohl kaum abschrecken, meint Bruckner.
Der auf Schwarzarbeit spezialisierte Linzer Wirtschaftswissenschaftler Friedrich Schneider meint, die Maßnahme könnte helfen, die organisierte Kriminalität zu bekämpfen, weil dort häufig sehr hohe Barbeträge im Spiel sind. Schwarzarbeit könne aber kaum verhindert werden.
Laut Umfragen gingen zwei Drittel der Umsätze in der Schattenwirtschaft auf Kleinaufträge bis 700 Euro zurück. Um diesen Bereich einzudämmen, müsste man also komplett auf bargeldlosen Zahlungsverkehr umstellen. " Das ist dann aber auch Überwachung pur. Das lehne ich ab", sagt Schneider.
Vielleicht würde es aber schon reichen, die 500- und 200-Euro-Scheine aus dem Verkehr zu ziehen. Da mit ihnen leicht große Geldmengen transportiert werden können, sei der Euro die "Wahlwährung des Untergrunds und der Schattenwirtschaft", wie Citigroup-Chefökonom Willem Buiter vor einigen Jahren schrieb. (Günther Oswald, DER STANDARD, 13.4.2012)
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Es gibt auch noch Menschen die keine Bankomatkarte besitzen. Und es gibt auch Menschen die kein Konto haben. Warum soll man dazu gezwungen werden sich mit einer Bank bei einem Geschäftsabschluss oder Kaufvertrag dazwischenzuschalten. Das ist schon die nächste Überwachung wo das noch enden wird will ich mir gar nicht vorstellen.
Abgesehen davon, dass solch eine Regelung grundsätzlich undiskutierbar abzulehnen ist, wie alle Regelungen die Bürgerrechte einschränken (Vorratsdatenspeicherung, Lockerung Bankgeheimnis etc). Ist es ausserdem völlig undurchdacht, nur weil andere Staaten dies so machen ist wohl nicht ausreichend.
- Wie ist das mit der Inflationsanpassung der Grenzen?
- Bedenklich dass damit eine offzielle Verpflichtung zu halten eine Kontos besteht, Banken aber im Privatbesitz sind, somit durch diese Regelund begünstigt werden und eine weitere Quelle des Handaufhaltens bekommen
- ...
Der Plan ist ja bekannt. Man zahlt nur noch elektronisch und alles wird noch transparenter und der Einzelne kann noch mehr überwacht werden. Plus werden Banken noch besser geschützt, in dem sie fast keine Bargeldreserven mehr haben brauchen, sollte das Volk die Idee bekommen, Bargeld in grossen Mengen abheben zu wollen (das ja die Banken gar nicht haben).
... statt diesen tiny-urls...
dann protokolliert einer weniger mit...
Außerdem kann man dann besser abschätzen, wo man landen wird...
https://www.youtube.com/watch?v=o... ure=relmfu
(In dem Fall bei Google... die interessieren sich zwar dafür was ich mache... man kan aber davon ausgehen, dass die Malware, die einem der Konzern dafür unterjubeln möchte, schon am eigenen Rechner installiert ist)
Ah!
Hier sind wir aber flott und zügig!
Bei der Korruption der Politiker und bei den (in jedem anderen zivilisierten Land illegalen) Parteispenden winden sich die Herren und Damen aus der Politik seit Jahren, ohne auch nur einen Millimeter weiter zu kommen.
Ja sogar schon seit ewigen Zeiten ganz fest traurig sind mache, dass aber so rein gar nichts weiter geht (Prammer, unsere höchste Politikerin nach dem Bundespräsidenten und von der Kanzlerpartei, die leider gar nichts machen kann, weil ohne jeden Einfluss-behauptet sie zumindest).
Wieviel Prozent der Poster, die sich hier über angedachte Maßnahmen zur Bekämpfung des
Steuerbetruges aufregen in ihrem Leben schon
einmal 5000€ auf den Tisch gelegt haben um ein
Geschäft in bar abzuwickeln und vor allem, warum
sie es getan haben. Einerseits wird auf die Reichen
geschimpft und ein höherer Steuersatz für Vermögende gefordert andererseits kann es sich eine
große Mehrheit anscheinend leisten mit ein paar tausend Euro Bargeld um sich zu werfen. Und das in einem Land in dem auch 15€ Rechnungen beim Hofer mit Bankomatkarte bezahlt werden.
Ein wenig kommt mir die Debatte schon pharisäerhaft vor.
Noch mal im Detail: Sie zahlen Immobilien bar, um das Risiko betrogen zu werden zu reduzieren?
Wie machen's denn das? Entweder Sie haben da grundsätzlich was nciht verstanden, oder Sie haben's schlecht formuliert.
Was kriegen's denn im Gegenzug an Sicherheiten dafür, dass Sie beim Wohnungskauf das Bargeld rüber schieben?
Nicht die Immobilien - die Einrichtung (Sofa, Kasten, Bett, usw.). Firmen geben Rabbat wenn man größere Summen sofort bar bezahlt (siehe Bankspesen), Private geben die Ware erst her, wenn man das Geld cash abliefert (nur zu verständlich, sonst sehen sie es nie..).
"Private geben die Ware erst her, wenn man das Geld cash abliefert (nur zu verständlich, sonst sehen sie es nie..)."
Das dürfte alledings nervig werden. Entweder der Verkäufer gibt die Ware her und kann dann auf das Geld warten (wer macht das schon?) oder aber man kann das Geld überweisen und dann Tage später die Ware holen.
Warum sollte man bei Kleineinkäufen über 10 Euro
die Bankomatkarte benützen und bei 5000 Euro Rechnungen bar zahlen wollen? Die Bankspesen sind
in jedem Fall die gleichen (wenn es überhaupt Spesen gibt, normalerweise zahlt man eh eine Pauschalgebühr für das Konto) und die Betrugsgefahr ist im Falle einer Barzahlung wohl höher als bei einer Überweisung, oder?
Ich besitze keine Bankomatkarte (wegen der Gebühren) und werde mich sicher von unseren korrupten Politikern nicht zwingen lassen, mir eine zu besorgen. Die einzigen Gewinner einer solchen Zwangsmaßnahme sind die Banken, die uns so noch mehr aussackerln dürfen.
Es sollte auch in Zukunft jedem freistehen auf eine
Bankomatkarte zu verzichten wenn ihm die Segnungen des bargeldlosen Verkehrs keine 20 Euro pro Jahr wert sind, es soll ja auch Menschen geben die keinen Fernseher, kein Handy und kein Auto haben weil sie sich von der Unterhaltungsindustrie und der Autoindustrie nicht aussackeln lassen wollen.... ;-)
"die Betrugsgefahr ist im Falle einer Barzahlung wohl höher als bei einer Überweisung, oder?"
Wenn Sie privat ein Auto verkaufen?
Aber nur dann, wenn Sie und der Kunde gerne ein paar Tage warten, bis das Geld von einem Konto auf das andere überwiesen wurde.
Es ist einfach wieder einmal eine Beschneidung von Freiheiten. Und zwar auf dem Peanuts Niveau.
"Es ist einfach wieder einmal eine Beschneidung von Freiheiten. Und zwar auf dem Peanuts Niveau."
Nicht für die Banken.
Banken hätten sich damit eines großen Probems entledigt (und darum geht es letztendlich auch nur) - ein Bankrun wäre nicht mehr möglich.
Daran habe ich gar nicht gedacht. Das wäre ja die
Lösung so mancher Probleme. Manchmal ist die Lösung so einfach: Schaff das Bargeld ab und es gibt keinen Bankenrun mehr, das Finanzsystem ist gerettet. Ich werde Sie für den Wirtschaftsnobelpreis vorschlagen. Darf ich?
dass da draußen noch mehr Finanzgenies herumlaufen die zu solch bahnbrechenden Erkenntnissen kommen? Wieso leben wir dann nicht
bereits in einer viel besseren Welt ohne Sorgen und
Wirtschaftskrisen? Vielleicht weil Ihre ähm... Entdeckung den einen oder anderen Denkfehler in sich birgt? ;-)
wäre ungefähr dasselbe als ob man ewig leben wollte
indem man das Sterben verbietet.
Ob man sein Geld zu Schalteröffnungszeiten bar oder unbar über das Internet abzieht indem man aus Angst vor Inflation in Sachwerte oder Gold flüchtet macht für die Banken bilanziell keinen Unterschied.
Pharisäerhaft ist einzig, dass unsere Regierung, die es nicht und nicht schafft ein Gesetz zu erlassen, dass ihre eigene Korruption, Parteienschmiergelder und Anfüttern von Politikern und Beamten unter Strafe zu stellen, hier ganz wahnsinnig schnell ist, weil alle Bürger offenbar unter Generalverdacht stehen.
Widerlich ist einfach die Seite von der der Vorschlag kommt.
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