Wiener U6 beschossen: Fahrer erlitt Knalltrauma

Lenker will zwei Männer gesehen haben - Polizei ermittelt wegen Sachbeschädigung

Wien - Eine Garnitur der U-Bahnlinie U6 dürfte am Ostersonntag beschossen worden sein. Wie die "Wiener Zeitung" am Donnerstag vorab berichtete, wurde dabei eine Scheibe der Fahrerkabine zerstört. Der 34-jährige U6-Lenker erlitt ein Knalltrauma, bestätigte der Sprecher der Wiener Linien, Dominik Gries. Die Polizei ermittelt nun wegen Sachbeschädigung und wegen der Gefährdung der öffentlichen Sicherheit.

Der Vorfall ereignete sich im Bereich der Station Tscherttegasse, wo die U6 aus dem Untergrund auf eine offene Strecke gelangt. Gries berichtete, dass der Fahrer dort auf der Böschung zwei Personen wahrgenommen habe. Entweder haben die beiden die Garnitur mit einer Gaspistole oder mit etwas Anderem beschossen, meinte Gries. Laut Polizei sei kein Projektil und keine Hülse gefunden worden. Die Wiener Linien hoffen nun, dass die Polizei die Täter dingfest macht, so Gries.

Nach dem Vorfall lenkte der Mitarbeiter der Wiener Linien die Garnitur noch in die nächste Station und ließ die Passagiere aussteigen, ehe er Alarm schlug. Der Fahrer, der laut Gries einen "Mordsschreck" bekommen habe, wurde medizinisch und psychologisch betreut. "Wir sind von dem Vorfall schwer betroffen", sagte der Sprecher. (APA, 12.4.2012)

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