Diskussion um späteren Unterrichtsbeginn

12. April 2012, 16:26
  • Der optimale Zeitpunkt des Unterrichtsbeginns scheint eine individuelle Angelegenheit zu sein.
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    Der optimale Zeitpunkt des Unterrichtsbeginns scheint eine individuelle Angelegenheit zu sein.

"Keine seriöse Empfehlung ohne Studien" - Tagesmüdigkeit weniger von Aufstehzeit als von Schlafdauer abhängig

Graz - In der laufenden Diskussion um einen späteren Unterrichtsbeginn in den österreichischen Schulen haben sich am Donnerstag die Österreichischen Kinderärzte zu Wort gemeldet: Aufgrund fehlender seriöser Studien könne aus kinder- und schlafmedizinischer Sicht keine seriöse Empfehlung einer generellen Verschiebung des Unterrichtsbeginns nach hinten gegeben werden, so Reinhold Kerbl, Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde (ÖGKJ) in Graz.

"Ein späterer Schulbeginn kann seriös nach der derzeitigen Datenlage nicht generell empfohlen werden, denn für eine Empfehlung fehlen umfangreiche, europaweite Studien, vor allem an Kindern im Volksschulalter, die auch kulturelle und sozioökonomische Unterschiede berücksichtigen", so Kerbl in der Mitteilung. Der am LKH Leoben tätige Pädiater steht auch der Österreichischen Gesellschaft für Schlafmedizin und Schlafforschung als Präsident vor. Um die Frage für die "beste" Unterrichtsbeginnzeit für österreichische Verhältnisse wissenschaftlich fundiert zu beantworten, seien "umfassende Feldstudien" in Zusammenarbeit mit ausgewählten Schulen und öffentlichen Institutionen durchzuführen, so Kerbl.

Optimaler Zeitpunkt

Aus Kerbls Sicht gibt es mehrere Ursachen , warum viele Schüler mitunter über Tagesmüdigkeit klagen oder Schwierigkeiten haben, in der Früh aufzustehen: Eine im Jahr 2001 an Wiener Kindern im Alter zwischen 11 und 15 Jahren zur Häufigkeit von Schlafstörungen habe beispielsweise ergeben, dass die Tagesmüdigkeit weniger von der Aufstehzeit als von der davor liegenden Schlafdauer abhänge . Daraus ergebe sich, dass eine frühere Zubettgehzeit den gleichen Effekt wie ein späteres Aufstehen habe. "Außerdem gibt es bei Erwachsenen auch bei Kinder und Jugendlichen 'Lerchen' - also Frühaufsteher - und 'Eulen', Spätaufsteher". Der optimale Zeitpunkt des Unterrichtsbeginn sei "für jedes Kind individuell unterschiedlich", vermutet Kerbl.

In seinem neuen Buch "ich habe es nicht gewusst" hat Autor Andreas Salcher im Hinblick aus die schlechtere Leistungsfähigkeit mancher Schüler zu früher Stunde die Verschiebung des Unterrichtsbeginn an Österreichs Schulen um eine Stunde nach hinten angeregt. Die Meinungen von Eltern, Lehrervertretern, Gesetzgeber, Vertreter aus den Ländern und nicht zuletzt der Verkehrsbetriebe dazu sind gespalten. (APA, 12.4.2012)

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Schon wieder so eine unsinnige Behauptung,

leider kann man daraus keine Kampf der Geschlechter machen. Die Negierung der Eigenschaften der Einzelpersonen macht die Argumentation in allen Bereichen so einfach ! Dieser Missbrauch von Verallgemeinerungen ist wahrlich eine unagenehme Gewohnheit, die von Politikern oder anderen Meinungsmachern für Populismus gerne missbraucht wird.
Zu diesem Thema möchte ich noch einen kleinen Denkanstoß geben: Ist die Leistungsfähigkeit in den Winter- oder Sommermonaten in der Früh angeblich besonders schlecht ? Aus welchen Jahren stammen die Untersuchungen ? Wo wurden sie durchgeführt ?

eine gute Idee! Hatte selber auch immer die erste Stunde vercchlafen...

Irrsinn

Wenn mein Kind erst um 9:00 Schule hätte, müsste ich mir jeden Tag eine Nanny nehmen, denn ICH muss ja ins Büro und kann nicht von Tagesmüdigkeit faseln.

Und was die "Tagesmüdigkeit" betrifft: die ist eine direkte Folge von TV und Playstation/XBox und wie die Eltern damit umgehen.

Weniger arbeiten, dann hast mehr Zeit für die Kinder ;)

Geh bitte!

Es gibt seit den 60er Jahren Studien, die immer wieder festgestellt haben, dass ein um eine Stunde nach hinten verlegter Schulbeginn im Durchschnitt eine Verbesserung der Notenleistung um einen Grad ergeben hat. Es gibt auch genug Studien, die auf die hormonellen Veränderungen speziell in der Pubertät eingehen, samt dem damit verschobenen Schlafzyklus.

Entweder will der werte Herr das nicht wahrhaben, oder er ist selber eine Lerche und will nicht später anfangen zu arbeiten.

Mittagsschlaf in der Schule wäre dafür recht sinnvoll.
Wie im Kindergarten von 12-14h büseln.

Und einfach eine Stunde früher schlafen gehen?

Bewegungsmangel

wenn die Schule um 09:00 losgeht - heißts Schule bis 15:30/17:00 und danach noch Hausübung etc.. Also wenn das durchgeht dürfen alle SchülerInnen am Abend länger fernsehen, dürfen sich ausschlafen und brauchen sich nicht mehr im Freien aufhalten (austoben, sich bewegen) .. das wollen wir doch alle

Schule geht heute auch schon bis 17.30h.
Man könnte ja auch ein paar Stunden streichen und dafür einen Mittagsschlaf einführen.
Länger als 8h am Stück darf eh niemand arbeiten...auch Lehrer nicht.

das wären aber etwas arg viel Schulstunden!

überall

in westeuropa fängt man ca. 8.30 an - nur in Ö gibt es noch "fabriksarbeiter" zeiten.

Bei Gleitzeit darf ichs mir in gewisser Weise aussuchen. Von daher: Pff, du.

"Man" und "Westeuropa"

In Spanien/Portugal liegen die Meisten um 8.30 noch im Tiefschlaf.

Die liegen geographisch auch auf Länge Greenwich und somit eigentlich in der falschen Zeitzone. ;)

Jaja, der Salcher!

Nachdem der Exkurs zu den Toten (auch dafür ist Herr Salcher "Experte") anscheinend floppte, ist Herr Salcher jetzt wieder "Schulexperte" (aufgrund welchen Wissens eigentlich?).

Am besten ist es, den Herrn und seine pseudowissenschaftlichen Ausführungen einfach zu ignorieren, denn morgen oder übermorgen ist er ohnehin schon wieder "Experte" für irgend etwas anderes, das geht schnell bei ihm.

Die Einpferchung in Klassenzimmer ist ohnehin nicht zeitgemäß.

Wie schaut's mit den berufstätigen Eltern aus?

Schau ma mal, ob der Arbeitgeber akzeptiert, daß ich in Zukunft 1 Stunde später in die Arbeit komme. Manchmal denke ich mir wirklich: Wie haben es die letzten Generationen so weit geschafft, bei all den Gefahren, Ungerechtigkeiten und Krankmachern, die in den letzten paar Jahren durch "wohlgemeinte" Regelungen "abgeschafft" wurden.

Auch die berufstätigen Eltern, also fast alle, täten gut daran, nicht vor 9 Uhr mit ihrem Job zu beginnen!

Auch die Arbeitgeber werden sich daran gewöhnen und sehen, dass man nicht in aller Herrgottsfrüh beginnen muss, um einen erfolgreichen Betrieb zu haben. Nein, im Gegenteil, sie werden sehen, dass die Mitarbeiter und auch sie selbst zu einem großen Teil besser und leichter arbeiten.
Und auch die Kunden werden sich daran gewöhnen. Viele werden es schätzen, nicht mehr zwischen 6 und 7 Uhr für die Hauptkehrung oder für einen Installateur zu nachtschlafener Zeit aus dem Bett zu müssen.
Alles wäre ein bißchen weniger hektisch und niemand würde deshalb sterben ;-)

Und das alles hat, laut Neuropsychologie, weder mit Frühaufstehern noch mit Nachteulen zu tun.

Ich habe Gleitzeit und fange freiwillig um 7 an, um dafür zwischen 15 und 16 wieder gehen zu dürfen und noch was vom Nachmittag und Abend zu haben. Ich wäre gar nicht begeistert, wenn ich erst um 9 anfangen dürfte und dann bis 17-18 im Büro festsitzen würde ...

Wie sieht es in der PFLEGE aus??
Um 9 !!!!!!!! Uhr mit dem Job beginnen???

Ob der Billa um 8h oder 10h au.fsperrt ist z.B. recht egal.
Bis auf die Pensionisten kauft in der Früh eh niemand ein. Die werden sich auch daran gewöhnen.

Notrufzentralen, Krankenhäuser, Taxis, Stromversorger...sollten nach Möglichkeit schon rund um die Uhr besetzt sein.

Bin als Kind in einem anderen Kontinent

um 9 Uhr zur Schule gegangen. Und es gab dort keine "Sommerzeit". Also um 10. War sehr angenehm.

so ein spielverderber aber auch

wo doch der salcher ganz klar festgestellt hat, dass die kinder nicht vor neun aufnahmefähig sein können. der muss es doch wissen.

Daraus ergebe sich, dass eine frühere Zubettgehzeit den gleichen Effekt wie ein späteres Aufstehen habe

Was bin ich nicht letztens für diese Ansicht geprügelt worden! 18mal rot!

http://derstandard.at/plink/133... id25470072

und es ist daran noch nichts richtiger geworden.

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