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Graz - In der laufenden Diskussion um einen späteren Unterrichtsbeginn in den österreichischen Schulen haben sich am Donnerstag die Österreichischen Kinderärzte zu Wort gemeldet: Aufgrund fehlender seriöser Studien könne aus kinder- und schlafmedizinischer Sicht keine seriöse Empfehlung einer generellen Verschiebung des Unterrichtsbeginns nach hinten gegeben werden, so Reinhold Kerbl, Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde (ÖGKJ) in Graz.
"Ein späterer Schulbeginn kann seriös nach der derzeitigen Datenlage nicht generell empfohlen werden, denn für eine Empfehlung fehlen umfangreiche, europaweite Studien, vor allem an Kindern im Volksschulalter, die auch kulturelle und sozioökonomische Unterschiede berücksichtigen", so Kerbl in der Mitteilung. Der am LKH Leoben tätige Pädiater steht auch der Österreichischen Gesellschaft für Schlafmedizin und Schlafforschung als Präsident vor. Um die Frage für die "beste" Unterrichtsbeginnzeit für österreichische Verhältnisse wissenschaftlich fundiert zu beantworten, seien "umfassende Feldstudien" in Zusammenarbeit mit ausgewählten Schulen und öffentlichen Institutionen durchzuführen, so Kerbl.
Optimaler Zeitpunkt "individuell unterschiedlich"
Aus Kerbls Sicht gibt es mehrere Ursachen , warum viele Schüler mitunter über Tagesmüdigkeit klagen oder Schwierigkeiten haben, in der Früh aufzustehen: Eine im Jahr 2001 an Wiener Kindern im Alter zwischen 11 und 15 Jahren zur Häufigkeit von Schlafstörungen habe beispielsweise ergeben, dass die Tagesmüdigkeit weniger von der Aufstehzeit als von der davor liegenden Schlafdauer abhänge . Daraus ergebe sich, dass eine frühere Zubettgehzeit den gleichen Effekt wie ein späteres Aufstehen habe. "Außerdem gibt es bei Erwachsenen auch bei Kinder und Jugendlichen 'Lerchen' - also Frühaufsteher - und 'Eulen', Spätaufsteher". Der optimale Zeitpunkt des Unterrichtsbeginn sei "für jedes Kind individuell unterschiedlich", vermutet Kerbl.
In seinem neuen Buch "ich habe es nicht gewusst" hat Autor Andreas Salcher im Hinblick aus die schlechtere Leistungsfähigkeit mancher Schüler zu früher Stunde die Verschiebung des Unterrichtsbeginn an Österreichs Schulen um eine Stunde nach hinten angeregt. Die Meinungen von Eltern, Lehrervertretern, Gesetzgeber, Vertreter aus den Ländern und nicht zuletzt der Verkehrsbetriebe dazu sind gespalten. (APA, 12.4.2012)
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Eine "offene Stunde" von 8 Uhr bis 9 Uhr wäre sicher interessant. So können die Eltern je nach Dienstbeginn ihre Kinder in die Schule bringen und ab 9 Uhr fängt der tatsächliche Unterricht an. In dieser Stunde (keine Anwesenheitspflicht) wäre viel Platz für den "etwas anderen Unterricht" (Spiele, Diskussionen, Reflektion, etc.) So können die Kinder in Ruhe in der Schule ankommen ehe es so richtig zur Sache geht.
bevor "zur Entlastung der Schüler" die meisten Gegenstände unter das Minimum gekürzt wurden.
Jetzt kommt man langsam wieder drauf, wie wichtig solche Zeiten wären und führt an HTL einen Gegenstand "Soziale Kompetenz" ein, in dem die jungen Damen und Herren lernen, dass einander anschreien nicht normal sein muss, dass man tatsächlich durchaus höflich miteinander reden kann, dass Lernen tatsächlich die schulischen Leistungen verbessert usw.
Tempora mutantur.
Ja, warum nicht: mit einer Bewegungs- und Sing/Spiel/Lesestunde je nach Alter beginnen...
Fänd ich gut: ich erinner mich, dass ich auch ziemlich müd in der ersten Stunde war, gefrühstückt habe ich auch nicht...und in der Arbeitswelt beginnen die Leute ja auch oft mit einem Tratscherl und Kaffee (oje. da werd ich Schelte bekommen).
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