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Wien - Die Wiener ÖVP macht die diversen Zulagen für Gemeindebedienstete zum Thema: Dass Mitarbeiter im Forstdienst ein "Schussgeld" oder Bediener von Schneekanonen eine "Kanonenzulage" beziehen, sei unverständlich, so die Wiener Schwarzen.
Knapp 1.500 verschiedene Zulagen für rund 65.000 Bedienstete der Stadt gibt es derzeit laut ÖVP. Im sogenannten Nebengebührenkatalog werden Wassermesser- und Motorrasenmäherprämien, Schussgeld für Mitarbeiter im Forstdienst und ein Extrageld für Dienstunterbrechungen bei den Wiener Linien angeführt. ÖVP-Mandatar Wolfgang Ulm forderte deshalb am Donnerstag ein neues Besoldungssystem.
"Machtinstrument"
Der Verwaltungsaufwand könne durch eine Besoldungsreform verringert werden, sagte Ulm in einer Pressekonferenz. Da Mitarbeiter keinen Rechtsanspruch auf Zuzahlungen hätten, diese aber zwischen einem Viertel und einem Drittel des Gehalts ausmachten, verfüge die SPÖ hier über ein "in Österreich einzigartiges Machtinstrument": "Wohlverhalten wird belohnt, Widerspenstigkeit bestraft."
Besonders groß sei die Abhängigkeit in einigen Bereichen. So gebe es allein für Schulwarte 112 Zulagen, bei der Müllabfuhr seien es 62, monierte Ulm. Dort seien bei Personalvertretungswahlen die Ergebnisse der SPÖ auffallend hoch.
Im Katalog finden sich zum Teil abstruse Zulagen: Wassermesserableser bei der MA 31 bekommen eine Wassermesserprämie von 4.07 Euro pro Tag. Bediensteten der MA 42, die überwiegend mit Motorrasenmähern arbeiten, gebühren täglich 3,53 Euro zusätzlich. Mitarbeitern der Wiener Linien, die im Vorverkauf tätig sind, winken 11,21 bis 16,79 Euro, für Dienstunterbrechungen gibt es bei den Verkehrsbetrieben laut ÖVP eine Zulage von 5,32 Euro.
19,27 Euro pro Rotwild
Bedienstete der MA 52, die Schneekanonen zwecks Beschneiung der Hohen Wand Wiese betreuen, erhalten "je Stunde der tatsächlichen Bedienung" 2,29 Euro. Und Bedienstete des Forstamts (MA 49) werden mit Schussgeld belohnt, wobei pro Stück Rot- und Damwild 19,27 Euro bezahlt werden. Für Gams-, Muffel-, Reh-, Stein- und Schwarzwild gibt es nur 13,59 Euro je Tier.
"Stärken-Schwächen-Analyse"
Der rote Arbeitnehmervertreter Christian Meidlinger, Vorsitzender der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten, ärgerte sich in einer Aussendung über das "sinnfreie Gewitzel" über die Entlohnung der Stadtmitarbeiter. "Die Nebengebühren entsprechen einem leistungsdifferenzierten Einkommen", hielt Meidlinger fest. Man setze sich aber seit langem für eine Reform des Besoldungssystems ein. Derzeit laufe eine Stärken-Schwächen-Analyse des derzeitigen Systems, versicherte der Gewerkschafter. (APA, 12.4.2012)
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und das finanzieren in erster linie die steuerzahler.
auf der einen seite gibts sehr fleissige beamte, die aber fast immer einen unwilligen freizeitoptimierer mitschleppen müssen.....der natürlich durch die pragmatik alle rechte hat.....
....ich habe immer in einen Privatbetrieb gearbeitet. Wenn der Betriebsrat mit dem Chef verhandelt hat (der wollte keine Lohnerhöhung gewähren)-hat man sich auch ,auf eine Maschinenzulage-Schmutzzulage ect.geeinigt.
Ganz Normal der Boss hatte recht und die Arbeiter hatten mehr im Sackerl.
und deswegen hat man das Zulagensystem eingeführt um auf ein "halbwegs" akzeptables Gehalt zu kommen.
Im Krankenstand fallen diese Zulagen auch weg, heisst es bleibt das nackte, geringe Grundgehalt...was sonst bei "normalen" Arbeitern und Angestellten nicht ist.
zulagen für tätigkeiten zu beziehen, die ohnehin im dienst zu erledigen sind. schussgeld für förster...ist ja lachhaft. interessant, ob es flugzulage bei der aua gab oder gibt. oder kübelgeld bei der ma48, .... die ganze normalsatire unseres lebens in diesem seit maria theresianischen zeit tief in der seele diese volkes verankerten dienerschaftsgehabens.
nicht einmal erich ringel erkannte die ganze tiefe und tragweite des mysteriums österreichertum - einfach zum kotzen
... war die "Vorhangzuziehzulage". kein witz! ...aber die scheint dem ersten entruempeln zum opfer gefallen zu sein.
ein hammer ist aber auch die "Dienstantrittszulage", und die gibt es noch immer! das heisst das grundgehalt kann nicht einmal fuer die blosse anwesenheit herhalten ;-)
zum totlachen, wenn es nciht ein wahnsinn an geldvernichtung waere. wohlgemerkt: ich will nicht, dass beamte weniger verdienen - aber bitte mit einem sauberen vertrag ohne diese aberwitzigen nebengeraeusche!
Die Zulagen san a Witz, eh klar! Man muss sie aber trotzdem als Teil des Gehaltes sehen. Hier wird ja so getan, als verdienen die Gemeindebediensteten überdurchschnittlich und bekommen ZUSÄTZLICH noch mehrere hundert Euro/Monat an Zulagen. Das stimmt natürlich nicht!
Das Gemeindebedienstete für ihre Leistungen entlohnt werden, das stört natürlich einen Leistungsträger für den sich Leistung lohnen muß?
Kotzübel kann einem werden, wenn man den Politikern aufmerksam zuhört?
Und ich komme nicht umhin zu sagen, die ÖVP muß zerschlagen werden.
Ja, aber wo ist die Leistung? Ist es eine Entlohnung für LEISTUNG, wenn das was man ohnedies zu tun hat zusätzlich entlohnet wird?
Ich bin nicht dagegen, dass über dem Durchschnitt liegende Leistungen (falls man das - je nach Job - objektiv messen kann) belohnt werden. Dann dürfen aber nicht mehr als 50% der Mitarbeiter so einen Bonus erhalten.
Aber scheinbar ist in Wien eine andere Welt.
Wobei der Besoldungskatalog würde ja Sinn machen, wenn die Beamten in einen allgm. Personalpool (mit einem allgm. Grundgehalt) wären und dann halt je nach Arbeitsauftrag entsprechend ihre Zusatzbesoldung erhalten würden (aber dann auch mit Rechtsanspruch). Ich denk mal aber nciht, dass die Mitaberbeiter der MAs so hin und her geschoben werden.
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Egal wie hoch das Grundgehalt ist, ist dieses nur für die Anwesenheit da. Den Finger krumm machen, gibt es nur gegen Schmartes, Bagschisch, oder wie immer Du das nennen möchtest. Man kann auch Zulagen sagen.
However, die Leistungsträger der Abzockerpartei, deren Leistung ja nur ist, reich geboren worden zu sein, denen geht das nicht in den Betonkopf, das körperlich schwere Arbeit jemand machen muß, der NICHT mit dem dicken BMW spazieren fährt. Wenn der Herr Leistungsträger der Meinung ist, das die alle überbezahlt sind, dann soll er sich doch seinen Kanal selber räumen? Da kann er noch mehr sparen?
http://www.wissensmanufaktur.net/interviews
Im Übrigen meine ich, dass die ÖVP zerstört werden muss.
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