Kampf um "Kulturgut" Käsekrainer beginnt

12. April 2012, 13:05

Slowenien will sich die "Krainer Wurst" schützen lassen und kommt mit seinem Begehren voran. Österreich ist alarmiert

Brüssel - Die EU-Kommission hat den slowenischen Antrag auf Anerkennung des Namens "Krainer Wurst" als geschützte Herkunftsbezeichnung bestätigt. Angesprochen auf österreichische Bedenken hieß es in der Kommission, dass sämtliche anderen EU-Länder sechs Monate Zeit hätten, den slowenischen Vorschlag zu beeinspruchen. Dafür müssten aber gute Gründe vorliegen.

Das sei auch der Sinn der Veröffentlichung des slowenischen Ansinnens. Es müsse den anderen Staaten die Gelegenheit gegeben werden, die Konsequenzen einer solchen Registrierung der "Krainer Wurst" als geografisch geschützter Bezeichnung zu prüfen.

Österreicher befürchten Absatzverlust

Das österreichische Patentamt hatte Anfang April erklärt, die Annahme der slowenischen Forderung würde das Ende der hierzulande verwendeten Bezeichnungen wie "Krainer" und "Käsekrainer" bedeuten. Konkret kündigten Wirtschaftskammer, Landwirtschaftsministerium und Experten der Veterinärmedizinischen Universität mit Unterstützung des Patentamts an, Einspruchsgründe bei der EU-Kommission geltend machen zu wollen. Die Unmöglichkeit der Verwendung des Begriffs "Krainer" für österreichische Wurstwaren wäre für heimische Produzenten mit einem enormen Absatzverlust und großen Umstellungskosten auf eine neue Namensgebung verbunden.

In die Debatte hatte sich zuletzt auch Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich (ÖVP) eingeschaltet. "Wir lassen uns die Krainer nicht verbieten", sagte er. Es gehe einerseits um wirtschaftliche Interessen Österreichs, aber auch um eine langjährige Tradition.

Wann die Kommission ihre Entscheidung nach der Sechs-Monats-Frist bekanntgibt, ist nicht klar. Die Einwände anderer Staaten müssten zunächst geprüft werden. Konkret läuft die die Frist ein halbes Jahr nach Veröffentlichung des jeweiligen Antrags ab. Die Publikation der Kommission erfolgte am 28. Februar, damit endet die Einspruchsmöglichkeit anderer EU-Länder am 27. August. (APA, 12.4.2012)

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uuuuuh. yeah. das kann ich BESTAETIGEN. saketume.

na, dann nennmas halt "Untersteirer" ... das freut die Slowenen sicher ;-)

oder "Windische Käsewurst" ;)

das hat die arme wurst net verdient ;-)

Lassts uns unsere Eitrige

die Wiener nennen ja die Frankfurter ja a Frankfurter. Und die Frankfurter die Frankurter Wiener. Und da gibts kan Krieg.
Vorschlag: Skipflug WM nach Slowenien und Ruh ist.

Die Frankfurter heissen

auch in Frankfurt so. Kein Mensch in Frankfurt sagt Wiener zu den Frankfurtern.

Historisch

lassen sich die Ursprünge der Krainer Würschtl soweit zurückverfolgen, daß man sagen kann, sie wären tatsächlich EUropäisches Erbe und Kulturgut.
Allerdings liegen die Wurzeln der Krainer Würschtl dann wieder im Herzogthume Kärnten....
siehe auch:
http://de.wikipedia.org/wiki/Herz... C3.A4rnten
Da wird die Mark Krain als Mark des Herzogtums Kärnten genannt. Es ist also ein urthümliches und ursprüngliches Rezept aus dem historischen Kärnten.

Warum um soviel Ecken.
Die erste Erwähnung und zwar auf Deutsch findet sich im Kochbuch 'Süddeutsche Küche' von Katherina Prato(bevera) und die war aus der Steiermark.
Also gehört alles (Käse)Kreiner-Dings uns Steirern.
http://www.literature.at/viewer.al... .33&page=1
(Die Seite darfst selber raussuchen)

Sie vergessen dabei, daß die Mark von Steyer (Steyr)

ebenfalls zum Herzogthume Kärnten gehörte. Es gebührt zwar dem Urgroßvater vom Joschi I. wegen der Belebung der Wurschttradition die Ehre der Namensgebung, aber - und hier griff das Schicksal glücklich ein - der Name "Krainer" ist so herrlich gewählt, daß es eben "Krainer" in allen Gauen und Marken des Herzogthums Kärnten gibt.
Selbst Lore Krainer wurde in Graz geboren!
Die Slowenen mögen argumentieren, daß mit der Erhebung von Krain zu einem eigenständigen Herzogtum der Namensanspruch von Kärnten gelöst wurde, auch die Steirer haben Krainer in den Landesfürstenstand erhoben. Es bleiben trotzdem alle historisch Kärntner.
Vielleicht sollt man die Wurscht mit 2-sprachigen Taferln anschreiben? Man frage Dörfler...

Josef Krainer sen. 1903-1971....

..ursprünglich Bauer und später langjähriger LH der Steiermark. Bei Schlachtungen auf seinem Bauernhof kreierte er eine eigene Wurst. Diese "Krainer" Wurst, war derart beliebt dass andere Fleischer und Bauern in St. Lorenzen/Scheifling (Geburtsort) diese mit Einverständnis des "Erfinders" nachmachten.
Seine einzige Bedingung war, dass die Wurst seinen Namen tragen müsse! Eine Lizenzvergabe ect. kam für ihn nicht in Frage. Er war viel schlauer! Denn er verwendete diese Wurst, welche allen schmeckte und stark nachgefragt wurde, zur Eigen-PR.
Bald kannte in der Stmk. jeder die "Krainer" u. seinen Erfinder. Aus Dankbarkeit für einen lukullischen Genuss, war es nur logisch dass er zum LH gewählt wurde.
Dies ist wahr und nicht zu widerlegen!

Ganz so isses nicht, es is aber auch nicht ganz so:

Ich habs ja schon geschrieben (http://derstandard.at/plink/133... 25549456), daß die Krainer tatsächlich aus dem Hause Krainer stammt, trotz Behauptung, daß das Rezept von einer gewissen Felicita Kališek stamme, die tatsächlich Slowenin war und anno 1912 die Rezeptur in der 6. Auflage ihres Kochbuchs veröffentlichte. Die Frau Kališek war nur eben Köchin bei Krainers Großvater, der auch Fleischhauer und Gastwirt war. Und damals war das Rezept schon älter als die Frau Kališek.
Die Rechte an der Rezeptur hat (sh link) das Land Steiermark, die Rechte am Kališek-Kochbuch der Leopold Stocker-Verlag Graz.

Rezept enthalten in:
"Räuchern, Pökeln, Wursten", ISBN 978-3-7020-1197-0 unter www.Stocker-Verlag.com, €14,95+Versand

Ein Hotdog mit Käseöster, bitte!

Heißt es dann in Zukunft.

Lustig wirds erst,

wenn sich die Frankfurter und die Wiener ihre gegenseitigen Würstl streitig machen...

Streitig macht da keiner dem anderen was, denn, wie man schon aus der Bezeichnung sieht, heißen sie in Frankfurt "Wiener" und in Wien "Frankfurter",
weils keiner gewesen sein will...

nein, weil in WIen zur Entstehungszeit der Frankfurter der Name Wiener für eine Wurst schon belegt war.

Detto in Frankfurt selber für Frankfurter.

Das Problem muss sich doch mit Spezialetikettierungen nach dem Muster von "Original Salzburger Mozartkugel" lösen lassen. Also z.B. "Original Oberkrainer" oder so.

Is eh Wurscht! ;)

...die Ortstafeln waren mir ja noch egal... aber bei der Eitrigen hört sich der Spaß auf... ;-)

Ein ...

weises Wort gelassen ausgesprochen!

wenn das die grössten sorgen der eu sind,

gehts uns wirklich gut.

"Der EU" ist des wahrscheinlich eh ziemlich wurscht. Aber sie muss sich halt drum kümmern, wenn Mitgliedsländer wegen sowas rumkindern.

Krain:

Fakt ist, dass sich die Slowenen in Kärnten (und damit meine ich zumindest 80% der Kärrner) und die Slowenen in Slowenien zu 100% gleichen!

Diesseits und Jenseits des Loiblpasses ein schwer faschistoides Volk!

Die Historiker der Republik Slowenien sollten eigentlich wissen, dass das ehemalige Herzogtum Krain auch Teile des heutigen österreichischen und ungarischen Staatsgebietes umfasst. Somit hat Österreich jedes Recht die Krainer zu verkaufen - wie übrigens auch Ungarn....

Bin wieder einmal Stolz Exilkärntner (Fluchtkärntner) zu sein!

Was haben Ihre Auführungen letzlich mit der Kranjska Klobasa zu tun?
Österreich wehrt sich gegen das Stajersko Bucno Olje, hat sich gegen den bayer. Jagatee gewehrt und hat sich auch den Klapotetz schützen lassen (slow. Klopotec)...
Wenn Sie den Slowenen pauschal faschistoide Züge bescheinigen, dann habe ich bei Ihren Sätzen den gleichen Eindruck...

Ah, eine Faschismusdiagnose!

Immer, wenn ich sowas lese, denke ich an die beiden Psychiater, von denen sich jeder selbst für gesund und den anderen für krank hielt...

Aber, um beim "Stajersko Bucno Olje", links- oder rechtsmurig einzuhaken: Ich würd mir als Land Steiermark halt die Rechte an der Rebsorte "Steirisch weiß" sichern. Die gibts offiziell in der Steiermark nicht, aber in Slowenien. Und nicht wenig davon...

Man könnt natürlich, bevor zuviele Elefanten in den Porzellanladen eindringen auch eine "Region Steiermark/Stajersko" (mit grünen Grenzpfählen) ins Leben rufen und gemeinsam vermarkten. Nachdem mangels Kürbissen auch schon in NÖ zugekauft wird, würden die Slowenen gerne keine Namensrechte beanspruchen, wenn sie dafür Kürbisse produzieren dürfen...

Gehts da um die Eitrige?

Na, de is in da Berufsschul.

Reines Ablenken von den wirklichen Themen des Tages !!!

Mir sch....egal ob diese Wurst Krainer , Haße, Kalte oder Sloweni heisst !!!

Was passiert denn dann mit Debreziner (Ungarn), Frankfurter (Hessen) und Burenwurst (Südafrika)?

Käse-Krainer, Burenwurst, ...

wer, um Gottes Willen, isst (frisst) so etwas?
Das ist ja widerlich!

Na, wieso?

...is ganz ok - zuweilen.

njam njam

guuuuuuuut....

Berlakovich sollte dankbar sein

Der Berichterstattung über diesen Herrn nach zu urteilen ist das ein Fall ganz nach seinem Format.

wienerisch

gäsegreiner mit gauagau

Eher a Eitrige und a Hüüsn. Der Googoo wär ein geschmacklicher Auffahrunfall.

wobei die kombinationen aus eitriger, krokodil, grüner mamba und flügerl schon mal olfaktorisch recht anspruchsvolle ergebnisse zaubern...

Formiert sich..

der Kärntner Heimatdienst und verschiedene Veteranenverbände schon?

Jetzt sind´s ja wieder bestätigt in ihrer Angst, dass der Slowene kummt. Oder zumindest seine Wurscht

Region und politische Einheit sind nicht ident!

Die Untersteiermark heisst auch heute noch Spodnja Štajerska. Folgerichtig muß man unterscheiden zwischen der Politischen Einheit Steiermark und der Region Steiermark. Krainerwürste und Kernöl stammen aus der Region und nicht aus der Politischen Einheit. Folgerichtig muß das Recht auf die Geografische Herkunftsbezeichnung der gesamten Region zugestanden werden.

Schützen wir halt die "Eitrige mit aam Buckel"

ich weiß ja, dass man eitrige sagt und so, aber wenn das dann so am schild angeschrieben steht, tät ma wohl doch der appetit vergehen... außer ich hab vorher schon ausreichend hüsn intus ;)

Vielleicht sollten die Kulturkrieger an der Kernölfront eine Frontbegradigung vornehmen, bevor der Feind den Würschtelstand nimmt.

Satirischer hätte man es nicht ausdrücken können, made my day :-)
10 von 10 Punkten

dann lassen wir halt das "K" weg und essen nur noch KäseRainer!

...oder KäseSlowi !?

najo, dann halt "kaskreiner" - gibt einige würschtlstand, die des falsch schreiben.

die oatrige wird für die japaner ziemlich schwer zum bestellen.

oatrige? wo kommen sie denn her? osttirol? ;)

na! von daham

In Bezug auf den Rechtsanspruch:

Wer war eigentlich zuerst da? Die Wurst oder der Antragsteller Slowenischer Staat?

Wenn die Wurst zuerst da war, (siehe Posting weiter unten mit der Kaiser-Anekdote), würde ich sagen: Prior Art!

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