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Elektrizitätsversorgung 2020

25. April 2012, 00:01

Die Energy Road Map 2050 der Europäischen Kommission baut auf der Vorgabe auf, dass die Treibhausgasemissionen bis 2050 um 85 Prozent reduziert werden müssen

Die Zukunft der Energieversorgung der EU wurde von der Europäischen Kommission in der Energy Road Map 2050 dargestellt. Sie stellt die Grundlage für die weitere Entwicklung langfristiger Rahmenbedingungen für den Energiebereich in der EU dar und bauen auf der Vorgabe auf, dass die Treibhausgasemissionen des Energiesektors bis zum Jahr 2050 um mindestens 85 Prozent reduziert werden müssen. In mehreren Szenarien werden erneuerbare Energieträger, Energieeffizienz, Kernenergie und CCSTechnologien als die grundsätzlichen Maßnahmen zur Reduktion der Treibhausgasemissionen im Energiesektor angesehen und unterschiedlich stark aufgegriffen. Alle Szenarien führen zu Veränderungen der Energieversorgungssysteme in Richtung höherer Investitionskosten und niedrigerer Brennstoffkosten durch Effizienzsteigerungen und die Verlagerung des Verbrauchs zu elektrischen Systemen.

Die Zukunft der Energie ist somit erneuerbar und Strom wird die Energie der Zukunft. Mit dem Verzicht auf fossile Energien gewinnt elektrische Energie in allen Anwendungsbereichen an Bedeutung. Elektrisch angetriebene Fahrzeuge werden immer größere Anteile des Mobilitätsbedarfs abdecken. Bei der Bereitstellung von Raumwärme und Warmwasser wird Strom ebenfalls fossile Energieträger ersetzen. Daher wird der Stromverbrauch in Österreich noch über Jahrzehnte ansteigen. Strom wird auch maßgelich dazu beitragen, Effizienzmaßnahmen in anderen Bereichen des Energieeinsatzes umzusetzen. Um eine sichere Stromversorgung zu leistbaren Preisen auch in Zukunft gewährleisten zu können, benötigt Österreich ein auf die veränderte Situation optimal abgestimmtes Zusammenwirken aller Geschäftsbereiche der E-Wirtschaft und aller energieverbrauchenden Wirtschaftssektoren.

Investitionen und Erneuerung in traditionellen Bereichen

Der weiterhin steigende Stromverbrauch in Österreich um erwartete 15 bis 20 Prozent bis 2020 erfordert nicht nur die Erweiterung der zur Verfügung stehenden Kraftwerkskapazitäten. Der starke Ausbau erneuerbarer Energieträger verändert auch die Anforderungen an Übertragungs- und Verteilnetze. Die Verteilnetze werden sich zu Smart Grids weiterentwickeln. Die flexible und intelligente Steuerung der Netze der Zukunft unterstützt so den Ausbau dezentraler Erzeugung und ermöglicht zusätzliche neue Dienstleistungen der E-Wirtschaft. Die bis 2020 zu erwartende Ausstattung eines Großteils der Endkunden mit intelligenten Messgeräten (Smart Meter) wird die Grundlage dafür bilden.

Service-Offensive sichert Geschäftsmodelle ab und mobilisiert Effizienzpotenziale

Diese absehbaren Entwicklungen im Bereich der Stromversorgung werden es den Unternehmen der Elektrizitätswirtschaft ermöglichen, ihren Kunden neue und zusätzliche Dienstleistungen anzubieten und dafür kundenfreundliche, effektive Geschäftsmodelle zu entwickeln. Schon heute vertrauen die Kunden der E-Wirtschaft der hohen technischen Kompetenz der Branche. Die sichere Versorgung mit Strom ist das zentrale Thema der Beziehungen zwischen der E-Wirtschaft und ihren Kunden. Sie wir in Zukunft durch neue Angebote zu ergänzen sein, deren Nutzung für die Kunden nicht nur einen Komfortgewinn darstellt, sondern Wirtschaftlichkeit, Sicherheit, Klimaschutz und Innovation kombiniert.

Oesterreichs Energie hat im Herbst 2010 das Zukunftsprogramm „Ideen für die Zukunft" präsentiert, das der E-Wirtschaft für die kommenden Jahre strategische Orientierung bieten soll und neben den traditionellen Geschäftsfeldern Stromerzeugung, -übertragung und -verteilung verstärkt den Energieversorger als Energiedienstleister sowie als Partner eines aktiven, informierten Kunden in den Fokus rückt. Ausgehend von nunmehr schon klassischen Energiedienstleistungen wie Energie- und Einsparcontracting eröffnet sich damit eine breite Palette möglicher neuer Energiedienstleistungsangebote, die auf die konkreten Bedürfnisse unterschiedlicher Kundengruppen zugeschnitten sind.

Vier Handlungsfelder für die Energiezukunft

Österreichs E-Wirtschaft hat vier Handlungsfelder für die Energiezukunft definiert, die in den kommenden Jahren verstärkt ausgebaut werden sollen:

Das Elektrizitätsunternehmen als umfassender Energieberater

Die effiziente Nutzung von Energie wird zu einem entscheidenden Kriterium für die Erfüllung der Energie- und Klimaziele und eine wirksame Kontrolle der Energiekosten. Wer ein Haus baut oder saniert, oder sich Gedanken über seine Energieversorgung macht, steht vor einer Vielzahl von offenen Fragen und Entscheidungen. Dafür wird die E-Wirtschaft, die bereits heute führend in diesem Aktionsfeld ist, verstärkt Antworten und Argumente anbieten. Mit dem umfassenden Dienstleistungsangebot können die Elektrizitätsunternehmen Kundenbedürfnisse im Marktsegment „Private Eigenheime" maßgeschneidert bedienen. Die seitens der Politik angestrebte Verdreifachung der Sanierungsrate lässt auf eine positive Entwicklung des Marktvolumens schließen.

Angebote für kleine und mittlere Unternehmen

Das Thema Energieeffizienz genießt in KMU hohe Aufmerksamkeit: Als externe Partner bei der Erschließung von Einsparpotenzialen wird die E-Wirtschaft Dienstleistungsangebote formulieren, die Effizienzpotenziale heben und über die bisherige Energielieferung hinausgehen. Beispiele dafür sind Beleuchtunsservices für Gewerbekunden, Nutzlicht-Contracting, Wärmedienstleistungen, Fernkälte-Lieferungen, Kälte-Contracting, Fotovoltaik-Contracting oder die energetische Gebäudeoptimierung. 

Neue Dienstleistungen für Energiekunden

Aus der Tatsache, dass bis zum Jahr 2020 nahezu alle Privathaushalte über intelligente Zähler verfügen werden, resultiert ein großes Marktpotenzial für Smart Home-Lösungen. Die Unternehmen der E-Wirtschaft werden ihren Kunden Services anbieten, die Kosteneinsparungen, verbesserten Komfort und innovative Funktionalitäten inkludieren. Die Kunden werden über Inhouse-Displays, Internet-Plattformen, monatliche Abrechnung und direkte Energieberatung unterstützt.

(Städtischer) Lieferverkehr mit Elektro-Nutzfahrzeugen als Einstieg in die E-Mobilität

Der Einsatz von elektrischen Lieferfahrzeugen erscheint vor allem im Stadtverkehr besonders sinnvoll: Die täglich zu fahrenden Distanzen können häufig auch schon mit der Reichweite von derzeitigen Elektrofahrzeugen bewältigt werden. Die Anforderungen an die räumliche Kapazität sind im städtischen Lieferverkehr geringer als beispielsweise bei Überlandverkehren. Besonders geeignet erscheinen die elektrischen Nutzfahrzeuge für Betriebe mit regelmäßigen Kundenbesuchen in einem begrenzten Einzugsbereich. Mögliche Zielgruppen sind beispielsweise Elektrotechniker, Sanitärtechniker, Maler, Gebäudereiniger, Rauchfangkehrer, Handels- und Versicherungsagenten sowie Kleintransporteure. Ihnen sollen im Rahmen von Allianzen mit anderen Playern des Mobilitätsbereichs Gesamtpakete mit einem zentralen Ansprechpartner (one-stop-shop), bestehend aus Fahrzeug, Ladestation, Finanzierung und ev. eigenem Stromprodukt (100 % Ökostrom) angeboten werden.

Sie haben Fragen?

Die Leser/innen von derStandard.at haben im Rahmen des von Oesterreichs Energie initiierten Energiediskurses die Möglichkeit, Fragen zur Zukunft der Energieversorgung direkt an Generalsekretärin Barbara Schmidt zu stellen und sich so an der Diskussion aktiv zu beteiligen.

Die Antworten erscheinen regelmäßig hier auf dieser Seite. Senden Sie ihre Fragen an energiediskurs@derStandard.at oder als Posting hier!

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    foto: shutterstock

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