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Klagenfurt - Im vergangenen Jahr ist das Volksgruppengesetz nach jahrzehntelangen Auseinandersetzungen im Parlament als Verfassungsgesetz beschlossen worden. Darin wurden neben anderen Regelungen auch 164 Ortschaften aufgelistet, in denen es zweisprachige topographische Aufschriften geben muss. Festgelegt wurde auch, dass die Schilder möglichst rasch aufzustellen seien. Wie Albert Kreiner, Leiter der Infrastrukturabteilung des Landes Kärnten, auf APA-Anfrage erklärte, sei dies inzwischen erfolgt, die Vorgaben des Gesetzes seien umgesetzt worden.
Am 1. April 2011 hatten sich die Verhandler in Klagenfurt auf ein Memorandum inklusive der Liste der zweisprachig zu beschildernden Ortschaften geeinigt, dem sowohl Bund als auch Land Kärnten und die Volksgruppenvertreter zustimmten. Bis zur Gesetzwerdung dauerte es dann noch ein wenig, am 16. August wurden schließlich in Bad Eisenkappel/Zelezna kapla und in Sittersdorf/Zitara vas die zweisprachigen Ortstafeln feierlich montiert, mit dabei waren unter anderen Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) und der damalige slowenische Regierungschef Borut Pahor.
Schmieraktionen
In den folgenden Wochen und Monaten wurden sukzessive die weiteren Tafeln montiert, im Oktober gab es einige Schmieraktionen, vor allem in der Gemeinde Eberndorf. Danach beruhigte sich die Lage aber wieder, und nun ist man fertig. Für die Ortsbezeichnungstafeln, das sind jene ohne blauen Rand, sowie für die Wegweiser waren die Gemeinden und Bezirkshauptmannschaften zuständig, sie wurden laut Kreiner dabei aber vom Land "begleitet". Seither ist das Thema, das Kärnten seit Anfang der siebziger Jahre immer wieder beschäftigt hat, weitgehend von der Bühne verschwunden. (APA, 12.4.2012)
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Das ist ja das Groteske. Die Braunen (Verzeihung, Orange/Blauen) berufen sich ja gerade auf Tradition, typische Kultur und Landsmannschaft.
All diesen Hirnis sei ein Besuch in Sachsen empfohlen, dort wo die Sorben zu Hause sind. Dort sind praktische alle Tafeln, Straßenschilder und auch die meisten Tafeln an Geschäften etc. zweisprachig. Trotzdem ist die sächsische Kultur bisher nicht unter gegangen.
"3. In den Verwaltungs- und Gerichtsbezirken Kärntens, des Burgenlandes und der Steiermark mit slowenischer, kroatischer oder gemischter Bevölkerung wird die slowenische oder kroatische Sprache zusätzlich zum Deutschen als Amtssprache zugelassen. In solchen Bezirken werden die Bezeichnungen und Aufschriften topographischer Natur sowohl in slowenischer oder kroatischer Sprache wie in Deutsch verfaßt."
das bedeutet 2 sprachige ortstafeln im gesamten gemischtsprachigen gebiet von 1955, in dem sie auch seit damals stehen sollten.
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die slowenische sprache wird in österreich seit jahrhunderten verächtlich gemacht und zurückgedrängt. kärnten war slowenisch, bevor die ersten germanischen siedler eintrafen, seither werden die bekennenden slowenen unter aggresiv-deutschnationalem druck weniger und weniger, da haben 164 ortstafeln nicht einmal reservats-charakter.
"Nachdem die Slawen die Römer um das Jahr 600 vertrieben und einen eigenen Staat Karantanien gebildet hatten, gewannen nach und nach auch baierische bzw. fränkische Einflüsse in Kärnten an Gewicht. Von 743 bis 907 herrschten fränkische Könige und Kaiser über das Gebiet, anschließend wurde Kärnten ein Teil des Herzogtums Baiern." (wikipedia).
karantanien war ein slowenischer staat bevor baierische und fränkische siedler in denselben einzusickern begannen.
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