Kontroverse um Messerattacke im Abschiebefall Gereev

"Messer gegen Dolmetscherin" titelt die Kärntner Kronen Zeitung

Klagenfurt/Wien - Um die Selbstverletzung des tschetschenischen Flüchtlings Ayndi Gereev im Zuge eines Abschiebeversuchs seiner Familie ist in Kärnten eine Kontroverse entflammt. Laut Gerhard Dörfler, Landeshauptmann und Flüchtlingsbeauftragter (FPK), soll der Mann, nachdem er mit dem Messer Hand an sich gelegt hatte, dieses in Richtung Übersetzerin geschleudert haben. "Messer gegen Dolmetscherin" titelt die Kärntner Kronen Zeitung.

Die bei dem Vorfall ebenfalls anwesende Rechtsberaterin der Diakonie widerspricht dieser Schilderung: "Es war kein Übergriff", sagte sie zum Standard. Vielmehr habe sich "der Mann in den Unterarm gestochen und das Messer auf den Tisch gelegt." Familie Gereev ist weiter getrennt: Er befindet sich in der Villacher Psychiatrie, sie und die vier Kinder sind in Wien in Schubhaft. (bri, DER STANDARD, 12.4.2012)

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