Hämmer unter sich

  • Bud Spencer zu Gast bei "Gottschalk Live"
    foto: mediathek, ard

    Bud Spencer zu Gast bei "Gottschalk Live"

Während Bud Spencer zu einer detailreichen Analyse des Genres Spaghettiwestern anhob hatte Gottschalk Pause

Endlich ein Höhepunkt bei Gottschalk live: Der "Dampfhammer des deutschen Vorabends" (Offstimme) begrüßte Dienstag Bud Spencer. Gottschalk selbst wirkte unverdrossen und hoffte auf ein erholtes Publikum, dem er eine Feiertagspause gönnte. Seine Pointen waren unentspannt wie zuvor, die Anwesenden lachten tapfer. Viel Spielraum ist Gottschalk nicht geblieben, er spielt Webvideos ab und sagt auf, was ihm vorgegeben wird. Immer noch wird das Geheimnis streng gehütet, in welche Richtung das alles gehen soll.

Nachdem also auf Video ein unbekannter, aber dicker Mann gegen ein Schild prallte und Seniorenturnerin Johanna Quaas Gottschalk Bein heben und Hantel stemmen ließ, kam Bud Spencer. Der alte Italiener fing an zu erzählen, und Gottschalk, dieser Nichtzuhörer, Antiinterviewer, Ewigdreinquasselnde verstummte: Während Spencer zu einer detailreichen Analyse des Genres Spaghettiwestern anhob, dabei jedes einzelne Wort mit Bedacht auswählte, hatte Gottschalk Pause.

Und so kam es an diesem Dienstagvorabend zu einem durchaus unterhaltsamen Gespräch, bei dem der Gast Überraschendes erzählte und der Gastgeber zumindest nicht ständig mit schlechten Witzen unterbrach. Spencer plauderte von Holztischen und Bratpfannen, von Bratkartoffeln und Boxkämpfen. "Jede Minute, die gedreht wurde, verlangte zwei Wochen Arbeit", wusste der 82-Jährige zu berichten, der von sich behauptet, sein Gehirn sei "im Alter von 28 Jahren stehengeblieben". Er meinte es übrigens im positiven Sinne, wie auch seine Lebensweisheit: "Letztlich ist das Leben mit vollem Bauch doch so viel schöner." (Doris Priesching, DER STANDARD, 12.4.2012)

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"Gottschalk Live" zum Nachsehen hier in der ARD-Mediathek.

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