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Kairo - In der ostlibyschen Stadt Benghazi ist ein Konvoi der Vereinten Nationen mit einem Sprengsatz beworfen worden. Nach Angaben lokaler Sicherheitsbehörden war die UNO-Delegation in vier Fahrzeugen unterwegs, als sie von unbekannten Tätern attackiert wurde. Verletzt wurde bei dem Angriff, der am Dienstagnachmittag stattfand, niemand. Unter den Delegierten war auch der Chef der Libyen-Mission UNSMIL, Ian Martin. Anfang März hatten Politiker und Stammesvertreter in Benghazi die Autonomie der östlichen Region Cyrenaika ausgerufen.
Wie UNSMIL-Sprecherin Hua Jiang sagte, hatte sich Martin mit örtlichen Behörden sowie Vertretern der Zivilgesellschaft getroffen. Nach dem Angriff habe er den Besuch abgebrochen und sei nach Tripolis zurückgekehrt. Die US-Regierung verlangte vom libyschen Übergangsrat eine Untersuchung des Vorfalls. US-Außenamtssprecherin Victoria Nuland forderte am Dienstag "alle bewaffneten Gruppen" auf, "sämtliche Differenzen durch Dialog auszuräumen und auf Gewalt zu verzichten".
Für die Mission UNSMIL, die nach dem Sturz des Regimes von Muammar al-Gaddafi eingerichtet wurde, arbeiten etwa 200 Experten, viele von ihnen selbst Libyer oder Araber. Sie sollen beim Aufbau des Staates helfen und die neuen Behörden "unterstützen und beraten bei allen Bemühungen, die Verbreitung von Waffen zu verhindern". Der Übergangsrat hat laut Analyse der "International Crisis Group" keine Kontrolle über das kriegszerstörte Land. Mehr als 125.000 Libyer sollen unter Waffen stehen. Es ist eine der Hauptsorgen der Vereinten Nationen, dass weitere Waffen des alten Regimes Terroristen in die Hände fallen, die in den Sahel-Staaten aktiv sind.
Unzufriedene Ex-Rebellen, die Anspruch auf Sold als "Revolutionäre" erheben, haben am Dienstag den Sitz des regierenden Übergangsrates in Tripolis angegriffen. In einem Regierungskommuniqué vom Mittwoch hieß es, der bewaffnete Angriff habe keine Opfer gefordert. Die Attacke sei gegen "die Souveränität und das Ansehen des Staates" gerichtet, der die "Sprache der Drohung und Erpressung" zurückweise. Regierungssprecher Mohammed Harizi erklärte, die Auszahlung des Soldes an die "Revolutionäre", die gegen das Gaddafi-Regime gekämpft hatten, sei wegen "Missbräuchen" gestoppt worden. (APA, 11.4.2012)
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"The road to the Egyptian land border is open but is controlled by numerous checkpoints. We have had reports of violent incidents along this road."
http://www.fco.gov.uk/en/travel... rica/libya [23.3.2012]
Ein solcher (für eine Ägypter tödlicher) "violent incident":
http://www.elwadynews.com/video.php?id=2593
Aus Libyen nach Ägypten eingeschmuggelte Waffen:
http://news.yahoo.com/weapons-s... 16465.html
http://www.thedailynewsegypt.com/global-vi... n-dp2.html [16.3.12]
In der New America Foundation hat mensch, dank messerscharfer Analyse und statutengemäßer Impartiality, die Wurzel aller neu-libyschen Übel ausgefunden und namhaft gemacht.
"[...] weil man halt den Triumph, den man da hatte, nämlich Gaddafi zu stürzen, dass man ihn nicht dadurch politisch entwerten möchte, dass man jetzt eben zur Kenntnis nimmt, dass eigentlich die nächste Runde des Bürgerkriegs schon begonnen hat. Libyen ist im Moment tatsächlich am Beginn eines neuen Zerfallsprozesses, möglicherweise eines Bürgerkrieges [...]"
"[...] man möchte sich nicht im Nachhinein blamieren, was man letztes Jahr an triumphalistischen Dingen in Paris und London gehört hat."
http://www.dradio.de/dlf/sendu... f/1728109/ [12.4.12, Interview mit dem Deutschlandfunk]
Heute wird das Land nicht von einer geeinten Regierung kontrolliert, sondern besteht aus zahlreichen regionalen und lokalen Einflusssphären. Ein funktionierender Staatsapparat, der die divergierenden Gruppen friedlich integrieren könnte, muss erst noch geschaffen werden. / [...] Gegenwärtig besteht Anlass zu Skepsis. Auch deshalb sind Jubel und Rechthaberei zumindest verfrüht." [10.2012]
http://www.welt-sichten.org/artikel/a... rueht.html
um dem Meister zu zeigen, dass wir zumindest in den letzten zehn Jahren zu den selben skrupellosen, zynischen und blutrünstigen Werwölfen mutierten, wie er selbst.
Mit der selben neutral[isierten] Berichterstattung.
Viva USAEU
Die USA/EU sind nur 10% der Weltbevölkerung.
Wir sollten langsam aufhören uns als die Welt zu sehen und uns eingestehen, dass wir in der eigenen Ressourcenfalle sitzen, wie die Sowjetunion vor 25 Jahren, und die selbe Größe haben, den Laden einfach zuzusperren.
Stattdessen kämpfen wir auf aussichtslosen Posten bis zur letzten Patrone, um ein paar Leuten im Führerbunker das Leben um ein paar Tage zu verlängern und nennen das eine grausliche Welt :-(
ihn als schlächter, seine truppen viagra beliefernd zu vergewaltigungen anstiftenden tyrannen dargestellt - belächelt als er von al quaida und anderen äusseren einflüssen sprach, ihm unterstellt dass er ein massaker in benghazi plant usw. usf.
danach hat die NATO nicht den luftraum überwacht und geschützt sondern aktiv in den konflikt eingegriffen und alle städte wo regierungstruppen waren plattgemacht - die infrastruktur zerstört - das würde ich als kriegsverbrechen der Nato sehen und vor den internet. gerichtshof abhandeln.
nun hat man das gewünschte resultat - einen unregierbaren staat der komplett zerstört ist, wo nur die ölquellen weiter sprudeln - danke NATO danke internationale gemeinschaft - verlogener geht's wohl nicht mehr!
Villeicht hatte Gaddafi gar nicht unrecht, gegen die Benghazi Gang vorzugehen.....
Aber villeicht holt das die Nato nach - es wird nicht der erste UNO Konvoi sein der angegriffen wird.
Das wird auch in Syrien passieren nur dort existiert noch ein funktionierender Staat. In Libyen herrscht das Chaos. Auge um Auge.
Die Uebergangs-Regierung (ha!) hat keine Macht im Land. Alle Aufstaendischen wollten nur das eine: mehr Geld fuer sich und die Familie.
Damit sie Waffen bekamen sprachen sie von Ehre, Menschenrechten, Demokratie und moralischen Werten. Jetzt ist Gaddafi weg und es zeigt sich die Wahrheit: es ging ihnen nur um Geld. Womoeglich hatten sie gar nichts gegen Gaddafi - das schien nur der Weg zum neuen Reichtum.
http://edition.cnn.com/2012/04/1... index.html
Waren Wedeman, Seidner, Black et. al. 2011 so gefesselt von Viagra-Stories, "soldiers [purportedly] killed by their commanding officers for disobeying orders to shoot at peaceful protesters", dem Dirigieren von Demonstranten (vom Hotel-Balkon in B. aus) usw., daß Ihnen entgehen konnte, wer da - auch - mit bzw. neben ihnen unterwegs war?
Die Thuwar pauschal als Salafisten abzutun, wird der Realität nicht gerecht. Die meisten treiben/trieben andere Motive: z.T. hehre, z.T. niedere. Ein Medium, das doch laufend mehrere Leute vor Ort hatte, auf jeder Seite der Front, überführt sich, gibt mensch sich jetzt überrascht, (a) der Heuchelei oder (b) der Ignoranz.
http://derstandard.at/plink/133... id25568870
Der dort, neben dem YT-Video, verlinkte Artikel gibt einen recht guten Eindruck davon, wie diese speziellen Milizen hier und da - bei weitem nicht überall - "das Stadtbild [um]prägen". Das werden dieselben sein, vermute ich, gegen deren direkte und fortgesetzte Unterstützung/Bewaffnung durch Qatar der NTC schon 2011 wiederholt protestiert hatte:
"The bond began to cool late last year when the NTC discovered Qatar was continuing to arm and fund various militia groups. This was damaging enough given Libya’s already severe militia problem;"
http://thinkafricapress.com/libya/wha... atar-doing [7.3.12]
In Ländern, wo ohnehin ethnische, oder clanbezogene Spannungen herrschen eine Seite zu unterstützen um Gewalt anzuwenden entfacht aus einer Flamme ein lange brennendes, loderndes Feuer. Es gibt immer mehr zu betrauern, immer mehr zu rächen, immer weniger zu verlieren, immer größeren Hass. Diese Negativkreisläufe zu durchbrechen wird immer schwieriger, je mehr Gewalt angewendet wird.
Leider trägt der Westen hier Mitschuld am Desaster für die Libyer, deren friedlichen Bemühungen unterstützt gehört hätten um das Feld nicht den Fanatikern zu überlassen. Warum dies aber so erfolgte sind die minderen (minderwertigen) Gründe des Westens um dort einzugreifen. Stichworte sind: Abhängigkeit, Kontrolle über Ressourzen - auch gegenüber China, Russl.)
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