Hochegger fordert vom ÖAAB 10.000 Euro zurück

"News": Wegen fehlender Gegenleistung für Druckkostenbeitrag

Wien  - Neue Wendung bezüglich der Zuwendung des Telekom-Lobbyisten Peter Hochegger an den ÖAAB: Hochegger will das Geld zurück, berichtet das "News".

Hintergrund der Affäre ist, dass Hochegger über seine Firma "Valora" dem Wiener Pressverein, der zum ÖAAB gehört, für dessen Zeitschrift "Freiheit" 10.000 Euro als "Druckkostenbeitrag" überwiesen hat. Da sich bisher keine Gegenleistung dafür fand, hat die Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen den damaligen Generalsekretär des VP-Arbeitnehmerbunds, Werner Amon, aufgenommen. Der Vorwurf lautet auf Geldwäsche.

"Einschaltung vergessen"

Hochegger hängt sich jetzt quasi an die Argumentation der Staatsanwaltschaft an. In einem Schreiben an den Pressverein betont der Lobbyist, dass der Druckkostenbeitrag vereinbart und bezahlt worden, jedoch keine Gegenleistung erfolgt sei, wie "umfangreiche Recherchen" ergeben hätten: "Offenbar wurde auf die vereinbarte Einschaltung schlichtweg vergessen", mutmaßt Hochegger.

Mit wem er einst wegen der 10.000 Euro Kontakt im ÖAAB hielt, wollt der Lobbyist auf "News"-Anfrage nicht sagen. Sein Büro teilte aber mit, dass mit Amon kein Kontakt bestanden habe.

Amon selbst reagierte zurückhaltend auf den Bericht: Mit der Zahlung hätte die Valora ja ihre Zustimmung zu dem Geschäft gegeben, meinte der VP-Fraktionsführer im Korruptions-U-Ausschuss. Letztlich sei es aber eine juristische Frage, sagte Amon am Rande des U-Ausschusses, außerdem Sache des ÖAAB.

Im ÖAAB gab man sich auf APA-Anfrage Mittwochmittag ratlos. Man wisse von der Hochegger-Forderung nur aus den Medien, erklärte Generalsekretär Lukas Mandl. Ansonsten kommentiere er ein laufendes Verfahren nicht. Mit den Behörden arbeite man aber schon seit langem zusammen, versicherte Mandl. (APA, 11.4.2012)

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