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Wien - Die Stimmung auf den internationalen Kapitalmärkten hat sich laut den Experten der Erste Group zuletzt verbessert, die Volatilität sei stark gesunken. Von einer Rückkehr zur Normalität wollte Research-Chef Friedrich Mostböck bei einem Pressegespräch zum Ausblick für das zweite Quartal allerdings noch nicht sprechen. Anlegern werden vor allem Investments in globale Aktien und Gold empfohlen. Beim Franken bestehe weiterhin das Risiko, dass die Obergrenze von 1,20 Franken je Euro nicht hält.
Die Weltwirtschaft sollte in keine "tiefergehende" Rezession schlittern, sagte Mostböck am Mittwoch in Wien vor Journalisten. Er verwies dabei auf großteils verbesserte weltweite Stimmungsindikatoren. Auch die Nervosität der Anleger habe sich zum Beispiel an der weltweit größten Börse in New York wieder deutlich gelegt.
Staatschulden belasten weiter
Nach den Kursanstiegen im ersten Quartal - der Wiener ATX legte um 14 Prozent, der New Yorker Dow Jones Industrial um acht Prozent zu - rechnet Mostböck im zweiten Quartal allerdings nur mehr mit eingeschränktem Kurspotenzial von global bis zu fünf Prozent, in Europa dagegen mit Kursverlusten von bis zu fünf Prozent. Das unterdurchschnittliche Handelsvolumen lasse Korrekturen erwarten, auch die hohen Staatsverschuldungen würden weiterhin belasten. Die europäische "Brandmauer" gegen eine Ausweitung der Schuldenkrise werde halten, Frankreich und Deutschland werden alles unternehmen, dagegen zu halten.
Langfristig seien Aktien aber aufgrund einer derzeit gegenüber zehnjährigen Anleihen um vier bis fünf Prozentpunkte höheren Gewinnrendite als deutlich attraktiver einzustufen. Allerdings sollte bei der Titelauswahl selektiv vorgegangen werden: Erste-Aktienexperte Hans Engel würde Aktien von US- und osteuropäischen Unternehmen europäischen Papieren vorziehen. Für Osteuropa werden doppelt so hohe Wachstumsraten wie in der Eurozone erwartet. Auch Brasilien, Russland und Indien stuft er für Investoren als attraktiv ein, nicht jedoch China.
Die Sektoren Energie, Gesundheit und Konsum sollten andere Sektoren outperformen. Attraktiv bewertet werden auch Technologie und Edelmetalle. Unattraktiv gesehen werden dagegen Telekom, Versorger und Rohstoffe. Der Finanzsektor scheine sich stabilisiert zu haben, dürfte aber nicht die größten Renditen bringen, so Engel.
Milde Rezession in der Eurozone
Negative Realzinsen mit Staatsanleihen würden auch für Investments in Gold sprechen, so Engel. Bis Jahresmitte wird ein Goldpreis von 2.000 Dollar (1.525 Euro) je Feinunze prognostiziert. Derzeit liegt der Goldpreis bei 1.656 Dollar, das entspricht einem Potenzial von 20 Prozent. Gold sei noch keine Blase, auch Notenbanken würden noch immer zukaufen.
Auf den Anleihenmärkten habe sich das Risikoumfeld verbessert, die Europäische Zentralbank (EZB) werde sie auch weiterhin mit Liquidität unterstützen und die Zinsen niedrig halten, erwartet Mildred Hager. Neben der Schuldenkrise seien der Ölpreis und die wirtschaftliche Entwicklung in China die Hauptrisikofaktoren. Sie rechnet für die Eurozone mit einer "milden Rezession", weil die USA den Ausfall von China nicht kompensieren könne. Innerhalb der Länder der Eurozone wird mit einem weiteren Auseinanderdriften gerechnet. Der Ölpreis und Mehrwertsteuererhöhungen in einzelnen Ländern sollten die Inflation heuer auf 2,4 Prozent heben.
In Summe sei in der Eurozone im Jahresverlauf mit "äußerst moderaten Renditeanstiegen" zu rechnen. Aber auch die US-Notenbank Fed werde die Leitzinsen bis spät ins Jahr 2014 auf dem niedrigen Niveau belassen. Der "faire" Wert des Dollar zum Euro wird bei 1,27 gesehen. Höhere US-Renditen sollten den Dollar unterstützen. Zur Jahresmitte werden zehnjährige US-Staatsanleihenrenditen bei 2,30 Prozent, deutsche bei 2,10 Prozent gesehen. (APA, 11.4.2012)
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Und angesichts der Staatsschulden die wahrscheinlich sowieso nie zurückgezahlt werden können nehmen sich die paar Milliarden Staatshilfe
für die Banken mickrig aus. Man sollte sich einmal die
Dimensionen anschauen, da gehen einem die Augen
über.
Die Banken sind unter anderem in Schieflage gekommen weil Staaten wie Griechenland ihre Schulden nicht zurückzahlen. Was glauben Sie wo Österreich seine horrenden Schulden macht? Die Banken finanzieren die Schulden indem sie österreichische Anleihen kaufen.
Die Finanzwelt funktioniert nicht so einfach wie sich der Laie das vorstellt. Das Stammtischgeplauder von
den mafiösen Banken kommt zwar gut an, zeugt aber
nicht gerade von Sachkenntnis
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