Eine österreichische Chefin für die Königsklasse

11. April 2012, 12:19
  • Monisha Kaltenborn wird Nachfolgerin von Peter Sauber.
    foto: apa/ jürgen feichter

    Monisha Kaltenborn wird Nachfolgerin von Peter Sauber.

  • Kaltenborn mit Testfahrer Esteban Gutierrez (li.) und 
Teamchef Peter Sauber.
    foto: apa/ jürgen feichter

    Kaltenborn mit Testfahrer Esteban Gutierrez (li.) und Teamchef Peter Sauber.

  • Susie Wolff steigt künftig als 
Entwicklungsfahrerin für Williams ins Cockpit.
    foto: apa/ team williams

    Susie Wolff steigt künftig als Entwicklungsfahrerin für Williams ins Cockpit.

Monisha Kaltenborn erste Teamchefin in der Formel 1 - Zeitpunkt der Übernahme des Sauber-Rennstalls durch die gebürtige Inderin noch ungewiss - Susie Wolff Entwicklungsfahrerin für Williams

Wien - Die Österreicherin Monisha Kaltenborn Narang wird beim Formel-1-Team Sauber in naher Zukunft von der Geschäftsführerin zur Teamchefin aufsteigen. "Meine Nachfolge ist geregelt. Monisha Kaltenborn wird unsere neue Teamchefin. Das ist fix. Wann es so weit sein wird, ist noch offen", sagte der aktuelle Teamchef Peter Sauber in einem Interview mit der Schweizer Zeitung "Der Sonntag".

Sauber ist vollauf überzeugt von seiner historischen Entscheidung: "Monisha Kaltenborn wird die erste Teamchefin der Formel-1-Geschichte. Sie ist seit 13 Jahren bei uns, von jeher in führenden Rollen. Ich bin überzeugt, dass sie auch diese Aufgabe sehr gut machen wird." Der Formel-1-Routinier sieht die Zeit für seinen Abgang gekommen. "Ich sagte immer: Ich möchte mit 70 nicht mehr an der Boxenmauer stehen", meinte Sauber, der im Oktober 69 Jahre alt wird.

Zweifache Mutter und Juristin

Die Übergabe des Teamchef-Postens an die 40-jährige Kaltenborn dürfte also unmittelbar bevorstehen, sie könnte mit Ende der laufenden Saison erfolgen. Kaltenborn wurde 1971 in Dehradun in Indien geboren, im Alter von acht Jahren zog sie 1979 mit ihrer Familie nach Österreich. Im Sauber-Team ist die in Küsnacht in der Schweiz lebende und mit einem Deutschen verheiratete zweifache Mutter seit mittlerweile 13 Jahren in diversen Rollen tätig.

Kaltenborn war nach dem Jus-Studium in Wien und Deutschland in Anwaltskanzleien tätig. 1998 wechselte sie zur Fritz-Kaiser-Gruppe nach Liechtenstein, wo sie erstmals mit der Formel 1 Kontakt aufnahm. Kaltenborn war als Juristin der Gruppe für das Engagement beim damaligen Red-Bull-Sauber-Team zuständig.

Von der Rechtsabteilung in die Geschäftsführung

Anfang 2000 wechselte Kaltenborn dann zu Sauber, wo sie zunächst die Rechtsabteilung übernahm und seit 2001 Mitglied der Geschäftsführung ist. Über ihre Sonderstellung als Frau an der Formel-1-Spitze meinte Kaltenborn auf der Sauber-Website: "Ich bekleide diese Aufgabe mit Leidenschaft und sehe keinen Grund, warum ich das als Frau nicht tun sollte. Mittlerweile ist mir natürlich klar, dass dies nicht überall so selbstverständlich angenommen wird. Es würde mir Freude bereiten, wenn die Konsequenz daraus wäre, dass andere Frauen, die ein Interesse an unserem Sport hegen, durch dieses Beispiel in ihrer Zielsetzung bestärkt werden."

Sauber hat am 25. März beim Grand Prix von Malaysia mit dem zweiten Rang des Mexikaners Sergio Perez für Aufsehen gesorgt. Nach den ersten beiden WM-Rennen liegt Perez mit 22 Punkten auf Rang fünf, sein japanischer Teamkollege Kamui Kobayashi hat als Neunter acht Zähler auf dem Konto. In der Konstrukteurs-WM ist Sauber hinter McLaren, Red Bull und Ferrari Vierter.

Zweijahresvertrag für Susie Wolff bei Williams

Auch Williams setzt auf Frauen-Power. Am Mittwoch wurde in Wien eine Frau in die Fahrer-Mannschaft aufgenommen. Susie Wolff wird ab sofort als Entwicklungsfahrerin im Williams-Cockpit sitzen. Die schottische Ehefrau des österreichischen Team-Miteigentümers Toto Wolff erhielt bei Williams einen Zweijahresvertrag und wird aerodynamische Tests, Simulatortests und im Sommer auch einen vollen Formel-1-Renntest absolvieren.

"Susie ist eine enorme Bereicherung. Ich freue mich sehr, sie in der Formel 1 zu sehen", sagte Formel-1-Chef Bernie Ecclestone über den Williams-Neuzugang. (APA, 11.4.2012)

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oh gott nein

Herr Sauber ist gut, aber deshalb

müssen sie ihn nicht mit Gott ansprechen....

die derzeit berühmtesten österreicher...

...sind "auslandsösterreicher" - die erste frau als f1 teamchef kam aus indien, david alabas eltern kommen aus den philippinen und aus nigeria, miss austria kommt aus russland etc. wann kapieren die ewigrechten das endlich...

und Strache kommt aus Tschechien ;-)

exakt ... er fantasiert allerdings sicherlich noch irgendwas von "germanen" oder "deutschen".

Respekt, denn leicht hatte Sie es sicher nicht in dieser Domäne!

Gratulation!

Schöne Sache, Gratulation.

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