15 Prozent Lohnverzicht für Schlecker-Mitarbeiter

11. April 2012, 10:29

Verhandlungen dazu werden in der kommenden Woche fortgeführt

Ehingen/Stuttgart - Schlecker-Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz fordert nach Gewerkschaftsangaben für die Sanierung der insolventen deutschen Drogeriekette einen Lohnverzicht der Mitarbeiter von 15 Prozent. "Die sind nicht vorbehaltlos akzeptiert", sagte ver.di-Verhandlungsführer Bernhard Franke am Mittwoch in Stuttgart. "15 Prozent Lohnverzicht ist für die Schlecker-Frauen kaum vorstellbar." Schlecker Österreich befindet sich hingegen nicht in Insolvenz.

Die Verhandlungen dazu würden in der kommenden Woche mit Geiwitz fortgeführt. "Das wird harter Diskussionen bedürfen", kündigte der Handelsexperte im ver.di-Landesverband Baden-Württemberg an. Bei Schlecker sind nach Filialschließungen und tausenden Kündigungen noch rund 13.500 Mitarbeiter in Deutschland beschäftigt. In Österreich hat Schlecker rund 3.000 Mitarbeiter in 930 Filialen. (APA, 11.4.2012)

Share if you care
19 Postings
Ich wundere mich ja noch immer, wie seriös in den diversen Postings

nach Kollektivverträgen, Insolventsfonds u.ä. gefragt wird - und ob das überhaupt zulässig sei.

Hubert von Goiserns Lied "Brenna tuats guat" beschreibt Gefühle fernab der Logik und Seriosität. http://www.youtube.com/watch?v=rCE-4sCVpgg

Jenen, die eh schon nichts haben, nimmt man also noch was weg.

Siehe Griechenland!

Haben Sie im Ernst geglaubt, dass sich die Reichen was wegnehmen lassen?

Weiß jemand, was die Mitarbeiter bisher erhielten?

... wenig, sehr wenig, ... und jetzt viele den Weisl ...

ja, einen feuchten Händedruck

Die Sache ist: man darf es sich einfach nicht gefallen lassen. Das geht, auch in Deutschland, auch in Österreich.

Ein Beispiel von Anfang April 2012: "Belegschaft der Fahrradfabrik Mifa erkämpft 150,- EUR mehr pro Monat. Wie die Mitteldeutsche Zeitung in ihrer Online-Ausgabe vom 4. April 2012 vermeldet, hat die Belegschaft der börsennotierten Mitteldeutsche Fahrradwerke AG (MIFA) in Sangerhausen Mitte März 2012 in einer spontanen Streikaktion höhere Löhne durchgesetzt."

Die haben in einem wilden Streik den Betrieb lahmgelegt, ohne Gewerkschaft, ohne IGM. Die Löhne der Stammbelegschaft waren dermaßen unter aller Sau, dass denen einfach der Kragen geplatzt ist. Gut so!

http://tinyurl.com/celdlkl

http://tinyurl.com/cmjoewv

Sie sagen es!
Wenn in Griechenland gestreikt und protestiert wird - mit Recht - keppelt die Hälfte der Poster....

optimal

Dass diese Deutschen sich nicht in Grund und Boden schämen!

Merkel wirft lieber den reichen Yuppis und Banken Abermilliarden in den Rachen um die deutsche "Führung" von US-Gnaden in der EU zu behalten - aber für dt. Investitionen in Infrastruktur, Bildung oder Arbeitsplätze ist nichts mehr da...

Da nimmt man denen, die eh schon weit unter 1000.- verdienen, noch Geld weg, wohl wissend, dass man mit Hartz IV knapp vorm Verhungern ist. Um eine Drecksfirma zu erhalten, die vor allem Schlagzeilen mit inhumanen Arbeitsbedingungen machte.

Und: es ist ja schick, wenn Firmen Leiharbeiter (aus eigenen (!) Leiharbeitsfirmen!) und 1-€-Jobber anstellt statt ordentlich bezahltes Personal. Geht alles, wenn der Staat nicht mehr auf Seiten der Bürger, sondern der Gangster und Aktienspekulanten steht. - Widerlich!

gut gesagt, bravo

womöglich sollen die Mitarbeiter sich auch noch stündlich öffentlich geisseln....immer das Gleiche.

Sicher, ist alles zu unternehmen um Arbeitsplätze zu retten - aber für Gehaltseinbußen bei Leuten die eh kaum etwas verdienen bin ich nicht. Hätte ich selber eine Drogerie dann würde ich mich schon fragen, ob das nicht Wettebewerbsverzerrend ist, wenn ich meine Mitarbeiter zum Tariflohn bezahlen müßte und andere sparen auf Kosten der Mitarbeiter. Genau aus diesem Grund gehört ein Fond aus dem solche Rettungsmaßnahmen gespeist werden der von allen in der Branche finanziert wird. Dann werden die Gehälter davon ausgeglichen - sollte das Unternehmen wieder Gewinn schreiben, dann heißts zurückzahlen, wenns in Konkurs geht, dann bleibt der Fond drauf sitzen. Ähnlich wie beim Insolvenzfond.

Der Witz ist, dass diese Geldhaie den Staat und alle Kassen ihre Profite finanzieren lassen, denn natürlich geht das zu Lasten der Bürger und des Staates, der hier für Dumpinglöhne Beihilfen usw. mitbezahlen soll.

Der Witz ist, dass in Deutschland brav und gehirngewaschen solche Parteien noch gewählt werden, die solche Zustände und Machenschaften ermöglichen.

Aber die Merkel grinst ja so schön, wenn sie anderen Ländern Dinge vorschreiben kann, da sitzen die dt. Euro-Milliarden locker.

Lasst bitte solche riesigen untüchtigen Spekulations-Dinosaurier und Bankster Pleite gehen, sichert nur die kleinen Konten dabei, und fördert lieber mit dem eingesparten Geld neue Jobs und junge tüchtige Unternehmen (Kredite)!

ist die frage, ob die löhne dann unter tarif wären oder ob sie jetzt schon darüber sind.

Du in Deutschland ist es praktisch, da gibt es keinen Tarif. Da wird zwar seit Jahren über so etwas wie einen Mindestlohn verhandelt, aber da der bisher nicht gekommen ist, können die den Mitarbeitern das Gehalt so weit kürzen wie sie wollen, solange die mitmachen.

das ist nicht so klass...

Noch weniger?

.
Bald müssen die armen Schleckerli noch was zahlen fürs Hackln gehen.

Aber das ist wahrscheinlich noch besser als Hartz IV, weil wenn sie alles (Private) verkauft haben, müssen sie unter der Brücke wohnen. So können sie sich tagsüber noch in den hässlich blauen Verkaufslokalen aufwärmen.

Geht's der Familie Schlecker gut, geht's uns allen gut ;-)

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.