Mit Flash fürs Web programmieren

17. Juni 2003, 16:26
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Handbuch für ActionScript überbrückt Graben zwischen Designern und Programmierern

Effektive Kommunikation ist der Schlüssel zum Erfolg. Dies gelte für die Liebe, fürs Geschäftsleben und auch fürs Programmieren, schreibt der Flash-Experte Colin Moock in der zweiten und jetzt auch auf Deutsch erschienenen Auflage seines Buchs über ActionScript. Und wenn Moock die Programmiersprache der Multimedia-Technik Flash seinen Lesern nahe bringt, demonstriert er auch den Wert einer gelungenen Kommunikation beim Bücher-Schreiben.

"Behutsame Einführung für Nichtprogrammierer"

In einer "behutsamen Einführung für Nichtprogrammierer" wendet sich der Autor zunächst an all jene, die Flash als eine Art Powerpoint für Web-Seiten betrachten. Mit einem kleinen praktischen Beispiel, einem interaktiven Fragespiel mit Ergebnis-Auswertung, wird das Grundgerüst der ActionScript-Programmierung hochgezogen, das in den weiteren Kapiteln dann liebevoll eingekleidet wird. Ganz beiläufig wird so der Graben zwischen Web-Designern und Web-Programmierern überbrückt.

Als Interpreter-Sprache, deren Befehle während der Laufzeit ausgeführt werden, ähnelt ActionScript anderen Skriptsprachen wie JavaScript; der Code muss also nicht erst kompiliert werden, um zu zeigen, was er kann. Die Skripte werden entweder einem Schlüsselbild auf der Zeitleiste zugewiesen - etwa, wenn der Flash-Film mit einer Stopp-Anweisung angehalten werden soll - oder direkt mit Objekten wie einer Schaltfläche verbunden.

Bankkonto

Zentrale Konzepte jeder Programmiersprache wie das der Variablen bringt Moock seinen Lesern mit anschaulichen Bildern aus dem wirklichen Leben nahe. So vergleicht er den Namen einer Variablen mit der Nummer eines Bankkontos - einmal festgelegt dient der Variablenname als eindeutige Bezeichnung für jede Art von Zugriff. Der Wert einer Variablen aber kann sich ebenso ändern wie der Saldo auf dem Bankkonto. Und ein Datenarray wird auch grafisch als Schubladenschrank dargestellt, dessen einzelne Schubladen verschiedene Werte aufnehmen können.

Zwischen Variablen und Arrays geht das Handbuch auf andere grundlegende Elemente jeder Programmiersprache ein. Danach geht es ausführlicher um die gezielte Steuerung von Movieclips - das sind kleine Filmsequenzen als Bausteine des Flash-Werks. Beispiele sorgen dafür, dass die Materie nie ins Rein-Theoretische abgleitet. Ein "Code-Depot" im Internet lädt zum Ausprobieren und Weiterentwickeln der Beispiele ein. Weitere Praxistipps und eine Übersicht aller Sprachelemente enthält der zweite, in diesen Tagen erscheinende Band "ActionScript für Flash MX. Die Referenz". (APA/AP)

Colin Moock: ActionScript für Flash MX.

Das Handbuch.

Verlag O'Reilly,

Köln 2003.

550 Seiten.

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