CIA unterschlug UNO angeblich Informationen über Waffen

17. Juni 2003, 16:22
4 Postings

Demokratischer Senator vermutet politische Motive der US-Regierung

Washington - Die US-Regierung gerät wegen ihrer Behauptungen über irakische Massenvernichtungswaffen zunehmend unter Druck. Der demokratische Senator Carl Levin warf der Regierung vor, sie habe Informationen des Geheimdienstes CIA über mögliche Waffenverstecke nicht mit den UNO-Waffeninspektoren im Irak geteilt. Levin vermutet dafür politisch motivierte Gründe. Hätte die Öffentlichkeit im Februar oder März davon gewusst, hätte dies den Kriegszeitplan der US-Regierung durcheinander gebracht.

So hätte sich die Öffentlichkeit die Frage stellen können, warum die USA darauf gedrängt hatten, die Waffeninspektoren vorzeitig abzuberufen, sagte Levin. Er hatte bereits den Verdacht geäußert, dass die Geheimdienstinformationen über angebliche irakische Massenvernichtungswaffen im Interesse der Regierung gefärbt waren.

Am Montag hatte US-Präsident George W. Bush die Kritiker als "Revisionisten" bezeichnet. Der irakische Diktator Saddam Hussein sei eine Bedrohung für Amerika und die Welt gewesen. "Nun gibt es einige, die die Geschichte gern neu schreiben würden. Das sind diejenigen, die ich als revisionistische Historiker bezeichne", sagte Bush. Der Präsident verteidigte erneut seine Entscheidung zum Krieg. Eines sei sicher: Saddam Hussein stelle nun keine Bedrohung mehr für die USA und ihre Freunde dar, sagte Bush. (APA/dpa)

Share if you care.