AK-Frauenredaktion kritisiert Kürzungen bei Frauenpensionen

12. August 2003, 13:24
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"Versagen der Frauenpolitik"

Dass die Frauenpensionen im selben Ausmaß gekürzt werden wie die im Mittel um das 2,7-fache höheren Pensionen der Männer, sei als schlimmes Versagen der Frauenpolitik zu werten, kritisiert die Frauenredaktion der Arbeiterkammer Oberösterreich.

Der erste Teil der nun beschlossenen "Pensionsreform" bringe den meisten berufstätigen Frauen eine zwölfprozentige Pensionskürzung. Die ohnehin schon niedrigen Frauenpensionen seien das Produkt aus geringer Entlohnung in den typischen Frauenbranchen und den Folgen familiär bedingter Unterbrechungen der Berufslaufbahn bzw. familiär bedingter Teilzeit. Darauf nehme diese „Pensionsreform“ in keiner Weise Rücksicht: "Die angekündigten drei Jahre pro Kind, um die sich der Durchrechnungszeitraum für die Pensionsbemessung verringert, verschwinden rasch – d.h. ab 2009 - im allgemeinen zehnprozentigen Deckel".

Kein Vorteil durch Kindererziehungszeiten Auch die Erhöhung des Wertes der Kindererziehungszeiten führe vorerst – wegen des sukzessive auf 1,78 Prozent sinkenden Steigerungsprozentsatzes - zu keiner höheren Pension, so die AK-Frauenredaktion: "Die Botschaft, welche die „Pensionsreform“ für die Frauen parat hat, heißt: Wer eine halbwegs ordentliche Pension haben will, muss "hackeln" wie die Männer, tunlichst 40 Jahre Vollzeit." Verstärkt werde das noch durch die Aussage des Sozialministers, dass selbst- verständlich auch der Härtefonds für Pensionen unter 1000 Euro nur für jene da ist, die als die "Fleißigen" zumindest 30 oder 40 Versicherungsjahre vorweisen können. (red)

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