Streit um Intendanz für Mozartjahr 2006

20. Juni 2003, 11:55
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Ruzicka: Eigener Intendant entbehrlich - Rabl-Stadler will runden Tisch

Salzburg - "Ein eigener Intendant mit künstlerischen Kompetenzen für das Mozartjahr 2006 in Salzburg ist entbehrlich." Das sagte Peter Ruzicka, Intendant der Salzburger Festspiele am Dienstag bei einer Pressekonferenz. Die Forderung der Salzburger Grünen hält Ruzicka für Wahlkampf. An den Vorbereitungsarbeiten für das Mozart-Gedenkjahr hat er nichts auszusetzen. "Alles deutet auf ein angemessenes Programm hin, ich sehe nicht, dass Salzburg etwas zu versäumen droht", so Ruzicka.

Die Festspiele planen ihre Programme unabhängig von anderen Institutionen in Salzburg sowie anderen Mozartstädten wie Wien oder Prag. "Wir glauben an unser Projekt, alle 22 Bühnenwerke von Mozart in diesem Jahr aufzuführen, die Planungen sind weitgehend abgeschlossen", erläutere der Intendant seinen Standpunkt. Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler hingegen sagte, ein runder Tisch zum Thema Mozartjahr 2006 - (also bessere Absprachen der Institutionen untereinander, Anm.) - könne nicht schaden. Die Präsidentin der Festspiele versäumte auch diesmal nicht, von der Politik mehr Geld für das Ereignis Mozartjahr 2006 zu fordern. (APA)

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