Teilzeit ist weiter "weiblich"

17. Juni 2003, 13:46
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Statistik Austria: Zahl der Vollerwerbsjobs für Frauen deutlich zurück gegangen - Österreich bei Altersbeschäftigung EU-weit Schlusslicht

Wien - Teilzeitbeschäftigung ist in Österreich "weiblich": Während Männer in allen Bundesländern nur zu unter fünf Prozent in Teilzeitjobs arbeiten, liegt dieser Wert bei Frauen zwischen knapp 30 und 37 Prozent. Einzig positiver Ausreißer ist Wien, wo die Teilzeitquote der Frauen nur bei etwa 25 Prozent, bei den Männern bei etwa 7,5 Prozent liegt. Das geht aus Daten der Volkszählung 2001 hervor, die am Dienstag von Statistik Austria-Generaldirektor Ewald Kutzenberger vorgestellt wurden.

Die Frauenbeschäftigung hat seit der Volkszählung 1991 um 153.500 zugenommen. Die Zunahme erfolgte allerdings ausschließlich durch Teilzeitbeschäftigung, Karenz und Arbeitslosigkeit. Die Zahl der Frauen in Vollerwerbsberufen ging von 1991 bis 2001 um 54.000 zurück.

Schlusslicht bei Altersbeschäftigung

Bei der Altersbeschäftigung ist Österreich EU-weit Schlusslicht. Demnach liegt die Beschäftigungsquote der 55- bis 64-Jährigen bei 24,7 Prozent, was den letzten Platz bedeutet. Zieht man den exakteren Wert der letzten Arbeitskräfteerhebung heran, liegt Österreich vor Luxemburg, Belgien und Italien an viertletzter Stelle. An der Spitze des Rankings stehen die Schweiz (67,1 Prozent) vor Schweden (67) und den USA (58,4). Ab Rang vier folgen Dänemark, Großbritannien, Portugal und Irland. Der EU-Schnitt bei der Beschäftigung der 55- bis 64-Jährigen beträgt 38,3 Prozent.

Positive Impulse bei Jugendlichen So schlecht Österreich im internationalen Vergleich bei der Altersbeschäftigung abschneidet, so positiv fällt das Ranking bei den 15- bis 24-Jährigen aus. Hier liegt Österreich laut Volkszählung mit 55,7 Prozent an fünfter Stelle hinter den Niederlanden (70,4), der Schweiz (64), Dänemark (61,7) und den USA (57,8). Zieht man den Wert der Arbeitskräfteerhebung heran, kommt Österreich auf Rang sechs. Der EU-Schnitt beträgt 40,6 Prozent. Insgesamt waren zum Stichtag der Volkszählung, dem 15. Mai 2001, rund 3,99 Mio. Österreicher erwerbstätig (inklusive 144.000 geringfügig Beschäftigte), davon 1,77 Mio. Frauen (108.000 geringfügig). Die Erwerbsquote lag also bei 49,6 Prozent, womit fast jeder zweite Österreicher im Erwerbsleben steht. (APA)

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    Damals wie heute? Für Frauen hat sich die Job-Situation am heimischen Arbeitsmarkt nicht wirklich verbessert.

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