Arbeitgeber: "Stagnierender Jobmarkt"

17. Juni 2003, 13:45
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Umfrage ergibt deutliche Unterschiede ja nach Branche und Bundesland

Wien - Österreichs Arbeitgeber sehen die künftige Entwicklung des Jobmarktes mit gemischten Gefühlen. Laut einer Umfrage des Personaldienstleisters Manpower rechnen ebenso viele Unternehmen mit Personal-Neuaufnahmen wie mit Reduktionen - also einem "stagnierenden Arbeitsmarkt". Je nach Branche seien die Erwartungen jedoch "deutlich unterschiedlich", wie eine heute, Dienstag, veröffentlichte Umfrage der Manpower Austria unter 750 heimischen Unternehmen zeigt.

Im Bereich Energieversorgung wird laut Manpower der höchste Beschäftigungsanstieg (plus 9 Prozent) erwartet. "Sehr optimistisch" sehen die künftige Arbeitsmarktentwicklung auch die Sektoren Sachgütererzeugung (plus 8 Prozent), Land- und Forstwirtschaft (plus 7 Prozent) sowie das Kredit- und Versicherungswesen. Drastische Rückgänge soll es hingegen in der Gastronomie (minus 11 Prozent) und bei der öffentlichen Hand (minus 5 Prozent) geben.

OÖ und Salzburg optimistisch

Teils größere Unterschiede bezüglich den Erwartung der künftigen Arbeitsmarkt-Entwicklung gibt es auch je nach Bundesland, wie die Studie ergab: So gehen Unternehmer in Oberösterreich von "signifikanten Personalzugängen" (plus 17 Prozent) aus. In Salzburg wird mit einem leichten Wachstum von 2 Prozent gerechnet. In allen anderen Bundesländern gibt man sich "pessimistisch": Tirol (minus 13 Prozent), Niederösterreich (minus 5 Prozent), Steiermark (minus 4 Prozent), Vorarlberg (minus 2 Prozent) sowie Kärnten und Wien (je minus 1 Prozent).

In den meisten europäischen Ländern werden laut Manpower Netto-Zuwächse prognostiziert - vor allem in Spanien und Großbritannien (je plus 13 Prozent). "Pessimistisch" seien die Unternehmer lediglich in Deutschland (minus 10 Prozent) und Belgien (minus 2 Prozent). Noch positiver seien die Nordamerikaner. Spitzenreiter sei Kanada (plus 30 Prozent), gefolgt von Mexiko und den USA (je plus 11 Prozent). (APA)

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