Über 3.240 Zivilisten starben im Krieg

17. Juni 2003, 13:25
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Zahl der Kriegstoten unter der Bevölkerung allerdings nicht vollständig erfasst - Erhebung in 60 Krankenhäusern

Bagdad - Der Krieg der USA und Großbritanniens gegen den Irak hat mindestens 3.240 Einwohnern das Leben gekostet. Dies ist das Ergebnis einer fünfwöchigen Erhebung laut Nachrichtenagentur AP in 60 der 124 größten irakischen Krankenhäuser. Dabei konnte die Zahl der zivilen Todesopfer allerdings nicht vollständig erfasst werden; diese ist mit Sicherheit noch deutlich höher.

Erfasst wurde die Zeit vom Kriegsbeginn am 20. März bis zum 20. April, als die Kriegsallianz das bevorstehende Kriegsende ankündigte. Die amerikanischen und britischen Behörden haben es abgelehnt, Angaben zur Zahl der zivilen Todesopfer zu machen.

Die meisten Todesopfer in Bagdad

Die meisten Menschen wurden in Bagdad getötet - die 24 Krankenhäuser der Hauptstadt registrierten 1.896 Tote. Danach folgen die Städte Najaf (293), Kerbala (200), Mossul (118), Samawa (112), Nassiriya (145), Falluja (89), Madain (71), Diwaniya (61), Kut (52) und Tikrit (45). Nicht berücksichtigt wurde die zweitgrößte irakische Stadt Basra, wo die Krankenhäuser 413 Totenscheine ausstellten, dabei aber nicht zwischen Militärangehörigen und zivilen Opfern unterschieden. (APA/AP)

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    Trauer nach einem Bombenabwurf auf einen Markt in Bagdad.

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